Kerry King auf dem Politikfest!

Uncategorized / 12. Mai 2005

So, da habe ich gestern mal wieder den sozialen Zwängen nachgegeben, mich unters feiernde Volk geworfen und habe zum Dank heute eine Stimme wie Lemmy nach einer 50-Jahre-Motorhead-Feier. Weil man mich heute nicht so richtig hört (wenn ich ein Lautsprecher wäre, würde man sofort nach dem Wackelkontakt suchen), berichte ich eben schriftlich von den Festivitäten.

  • Hasi war da, und er hat seinen Aufnahmeleiter Holger mitgenommen. Aber nicht mal ein Profi wie der konnte auf dem Politikfest für Ruhe sorgen. Hasi hatte sich ja auch vorgenommen, nur kurz zu bleiben, weil er heute ab 7 wieder fahren muß, und irgendwie habe ich ihn um Mitternacht immer noch herumstehen sehen. Wir müssen uns an die Medien wenden!
  • C2 war auch da, obwohl ich gar nicht damit gerechnet habe – ich ging ja eher davon aus, daß er beim psychoneurotischen Stammtisch für sehr, sehr Nervöse versumpft und dann ins Bett geht. Ich glaube, daß er hauptsächlich gekommen ist, weil er von mir die neusten LOST-Spoiler hören wollte (die ihn dann alle gar nicht so aufgeregt haben), und observierte dann, daß entweder die Feste fader oder er älter werde. Wir müssen uns an die Medien wenden!
  • Natürlich war Sir Furtner auch zugegen, und zwischen uns hat sich folgender Dialog entwickelt:

    CHRISTIAN
    Guten Tag, ich bin Kerry King von Slayer.

    EF
    Du siehst aber gar nicht aus wie der. Da mußt du noch ein bißchen zulegen.

    CHRISTIAN
    Ich bin inkognito unterwegs. Aber schau her: Ich bin tätowiert.

    EF
    Oh, dann bist du’s natürlich. Hey Kerry! Wie geht’s?

    CHRISTIAN
    Super. Wir nehmen gerade das neue Album auf. Das wird das Haus rocken. Tom hat heute die Vocals reingebrüllt. Wir müssen uns an die Medien wenden.

  • Die Frau, die C2 aus dem Fernsehen kennt (ich nenne bei diesem Punkt lieber keine Namen, um die Unschuldigen zu schützen), hat über einen bekannten Aufreißer gesagt: „Da müßte man schon drauflegen, daß ich den nehme.“ Manche Frauen haben eben doch noch Geschmack. Sofort die Medien kontaktieren!
  • Ich bin von einem Fan erkannt worden (ebenso wie C2) – ein Mädel, das uns über SCHLAFLOS ausgehorcht hat und ganz begeistert war. Irgendwann hinterher sind wir drauf gekommen, daß sie Statistin bei einer Szene war. Sie hat sich prompt an die Medien gewandt.
  • Wolfi Schneeberger hat mir gesagt, daß ihn am meisten freut, mich bei der Party zu sehen. Weil ich ja sonst nie auf Parties gehe. Stimmt zwar so nicht, aber wir laufen uns tatsächlich eher selten über den Weg. Er ist dann weitergegangen, um den DJ anzubaggern (es war eine DJane, by the way). Die wollte sich aber nicht an die Medien wenden.
  • Unser Engel Babsi ist irgendwo herumgehüpft und hat wieder einmal sehr ansteckende gute Laune verbreitet. Ich freue mich auf das Musikvideo mit ihr. Und dann ab zu den Medien!
  • Die Frau, die immer wegläuft, wenn ich mit ihr rede, war auch da, und ich habe festgestellt, daß ich verhindern kann, daß sie wegläuft, indem ich einfach nicht mit ihr rede. Schahaha! Ne vous allez par aux Medien.

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Christian Genzel
Christian Genzel
Christian Genzel arbeitet als freier Autor und Filmschaffender. Sein erster Spielfilm DIE MUSE, ein Psychothriller mit Thomas Limpinsel und Henriette Müller, handelte von einem Schriftsteller, der eine junge Frau entführt, weil er sie als Inspiration für sein Buch braucht. Außerdem drehte Genzel mehrere Kurzfilme, darunter SCHLAFLOS, eine 40-minütige Liebeserklärung an die Musik mit Maximilian Simonischek und Stefan Murr, und den 2017 für den Shocking Short Award nominierten CINEMA DELL' OSCURITÀ. Derzeit arbeitet er an einer Dokumentation über den Filmemacher Howard Ziehm. Christian Genzel schreibt außerdem in den Bereichen Film, TV und Musik, unter anderem für Film & TV Kamera, Celluloid, GMX, den All-Music Guide, 35 Millimeter, Neon Zombie und Salzburger Nachrichten. Er hält Vorträge zu Filmthemen und kuratierte 2014 an der Universität Salzburg eine Filmreihe zum Thema "Erster Weltkrieg".





6 Comments

on 12. May 2005

In „Private Parts“ sagt Howard Stern mal: „Nothing makes chicks hotter than an award-winning filmmaker.“ Wenn du nun schon auf Filme angesprochen wirst, die noch als Rohmaterial auf irgendwelchen Datenträgern ihr Dasein fristen, dann läßt sich ja noch gar nicht absehen, was da alles auf dich zukommen wird, wenn der Film erst mal in HS 340 läuft.

on 12. May 2005

Großer Meister des bewegten Bildes in größter Demut darf ich euch zur Kenntnis bringen, dass es „n‘ allez vous pas aux „Medien““ heißt!
Die préposition „par“, die übrigens in den meisten Fällen den accusatif verlangt, wenn es sich um la déscription du lieu handelt, hat dann die Bedeutung „durch“ oder „über“; wobei ich nicht glaube, dass jemand gerne durch oder über Medien geht (abgesehen von KHG und Mr. BZÖ vielleicht?).
Eine weitere Möglichkeit der Verwendung bietet die französische Grammatik, wenn man von moyens de transport spricht. Da man aber die Medien eher als abstraktes „Vehikel“ bezeichnen kann, hätten wir es hier wieder mit einem syntaktischen Fehler zu tun. Zu guter Letzt bestünde noch die Verwendung après un verbe passif,dann müsste es grammatikalisch heißen „n’êtes vous allés par „Medien““, was wiederum keinen Sinn macht!

Und zu dem berüchtigten Schürzenjäger, der ja laut eigenen Angaben durch hohen Verschleiß die Qualität steigern will (was für einen Tautologie!!), sei nur soviel bemerkt: selig sind die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich!

on 12. May 2005

Großer Meister des bewegten Bildes in größter Demut darf ich euch zur Kenntnis bringen, dass es „n‘ allez vous pas aux „Medien““ heißt!
Die préposition „par“, die übrigens in den meisten Fällen den accusatif verlangt, wenn es sich um la déscription du lieu handelt, hat dann die Bedeutung „durch“ oder „über“; wobei ich nicht glaube, dass jemand gerne durch oder über Medien geht (abgesehen von KHG und Mr. BZÖ vielleicht?).
Eine weitere Möglichkeit der Verwendung bietet die französische Grammatik, wenn man von moyens de transport spricht. Da man aber die Medien eher als abstraktes „Vehikel“ bezeichnen kann, hätten wir es hier wieder mit einem syntaktischen Fehler zu tun. Zu guter Letzt bestünde noch die Verwendung après un verbe passif,dann müsste es grammatikalisch heißen „n’êtes vous allés par „Medien““, was wiederum keinen Sinn macht!

Und zu dem berüchtigten Schürzenjäger, der ja laut eigenen Angaben durch hohen Verschleiß die Qualität steigern will (was für einen Tautologie!!), sei nur soviel bemerkt: selig sind die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich!

on 13. May 2005

„par“ ist selbstverfreilich ein schlichter Tippfehler. Selbst mit meinem ganz ganz schlechten Schulfranzösisch kenne ich noch die „ne pas“-Verneinung. Die Satzstellung wird aber beibehalten, weil man Zitate ja nicht ändern darf. So!

on 13. May 2005

Ach ja: Verschlissen wird dabei vermutlich nur des Aufreißers Teil, denn Verschleiß resultiert ja nur aus mehrfacher Verwendung. Weil aber beim Herrn L. die frisch ausgepackte Masters-of-the-Universe-Figur gleich in der Ecke landet und er ein neues Spielzeug will, nützen sich die blonden Bunnies nie ab. Oh, und eine Tautologie ist ein Satz, der immer wahr ist, und du meintest vermutlich ein Paradoxon. Oder?

on 18. May 2005

du nimmst mir die Worte aus dem Mund; allerdings möchte ich mich hier nicht auf etwaige Abnutzungserscheinungen irgendwelcher Teile bei „L“ versteifen (bitte die niveaulose Doppeldeutigkeit ignorieren!).
What you deserve is what you get! Das gilt für „L“ genauso wie für die vielen (falls es sich überhaupt um viele handelt) Studentinnen, die sich von seinen Plattitüden einlullen lassen.

Ach ja, ich meinte Paradoxon – aber ich sehe wir verstehen einander…



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