Don’t shoot! I’m with the science team!

Uncategorized / 24. April 2005

Daß ich ein Spätzünder sein kann, wissen alle, die rechnen können und mal in Erfahrung gebracht haben, daß ich bei meinem ersten „richtigen“ Rendezvous in FORREST GUMP gegangen bin. Das ist mit Rückblick und ein wenig Nachsicht ja auch entschuldbar. Absolut unverzeihlich dagegen ist es wohl, daß ich erst gestern damit angefangen habe, 24 zu schauen.

Was für eine Serie! Ich werde natürlich zusehen, die verlorene Zeit wettzumachen, und habe im Zuge dieses Vorhabens auch gestern auf einen Schlag 5 Folgen gesehen. Natürlich hätte ich auch weitergeschaut, aber mir fehlen die Folgen 6-8. Grausam, da sich das Suchtpotential der Serie spätestens bei der zweiten Folge schon voll entfaltet. Die Echtzeit-Erzählweise, die so vielfach beworben wird, ist dabei eigentlich nur ein interessantes Randelement. Was die Serie so sehenswert macht, ist ihr kraftvoller visueller Stil, der mit viel Handkamera ein eindringliches Mitten-drin-Feeling vermittelt, und der fantastische Schnitt, bei dem oft genug in mehreren Fenstern Handlungsstränge verbunden und Personen kontrastiert werden. Das Darsteller-Ensemble ist sehr gut, und schon in der ersten Folge werden genug Spannungspunkte gesetzt, die das Weitersehen zum Muß machen.

Und jetzt muß ich mich in Geduld üben: C2 hat zwar die ersten zwei Staffeln, weilt aber zur Zeit in Linz. Obi-Wan weilt in Salzburg, hat aber die DVD-Box der ersten Staffel in Linz. Damn Oberösterreich! Ich will JETZT weiterglotzen!!

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Christian Genzel
Christian Genzel arbeitet als freier Autor und Filmschaffender. Sein erster Spielfilm DIE MUSE, ein Psychothriller mit Thomas Limpinsel und Henriette Müller, handelte von einem Schriftsteller, der eine junge Frau entführt, weil er sie als Inspiration für sein Buch braucht. Außerdem drehte Genzel mehrere Kurzfilme, darunter SCHLAFLOS, eine 40-minütige Liebeserklärung an die Musik mit Maximilian Simonischek und Stefan Murr, und den 2017 für den Shocking Short Award nominierten CINEMA DELL' OSCURITÀ. Derzeit arbeitet er an einer Dokumentation über den Filmemacher Howard Ziehm. Christian Genzel schreibt außerdem in den Bereichen Film, TV und Musik, unter anderem für Film & TV Kamera, Celluloid, GMX, den All-Music Guide, 35 Millimeter, Neon Zombie und Salzburger Nachrichten. Er hält Vorträge zu Filmthemen und kuratierte 2014 an der Universität Salzburg eine Filmreihe zum Thema "Erster Weltkrieg".





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1 Comment

on 25. April 2005

Ich stehe dir in deiner schweren Schicksalsstunde natürlich geistig bei. Andererseits beneide ich dich um die Chance, 24 – Season 1 zum ersten Mal sehen zu können. Ich habe sie mir schon doppelt reingezogen (ORF 1 und DVD-Box Englisch) und selbst beim zweiten Durchgang (ganz ohne Spannungselemente) hat die Serie immer noch funktioniert. Season 2 schafft es sehr erfolgeich, dieses Format weiterzuführen. Wenn man die Komplexität der ersten Staffel kennt, weiß man, dass das praktisch unmöglich ist. Die Kim-Story ist dann zwar heavily contrived, aber der Rest noch immer hervorragend. Die dritte Staffel steht bei mir tatsächlich noch ungesehen herum. Ich muss eben vorher noch ein paar andere Dinge abarbeiten.



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