Nachdem meine Bloggerei in den letzten Monaten nurmehr aus sporadischen Updates bestand und mithin nur wenig aus meinem Alltag erzählt hat, stelle ich gerade fest, daß ich mir die vor einem Jahr noch beinahe täglich geposteten Einblicke in mein Leben schon bald wieder vollständig abgewöhnt habe. Beim Durchstöbern alter Einträge habe ich dann allerdings wieder den Nutzen dieses elektronischen Tagebuchs feststellen können - der Erinnerung wird doch ganz schön auf die Sprünge geholfen, und ich habe auf freudige Tage, schöne und weniger schöne Momente, Filme, Bücher, Gedanken zurückgeblickt. Darum ein neugefaßter Vorsatz, wieder regelmäßiger und - jawoll: - alltäglicher zu bloggen. Problematisch an einem solch niedergeschriebenen Vorhaben ist freilich, daß ich schon morgen wieder gar keinen Antrieb dazu haben könnte, und dann jeder nörgelt, wo denn die versprochenen Updates bleiben.

Immerhin habe ich für die vergangenen paar Monate eine gute Ausrede - die habe ich hauptsächlich mit Filmarbeiten verbracht, die mir einerseits wenig Muße zum ausführlichen Bloggen ließen, und andererseits - zumindest im Falle des einen Films (ihr wißt schon, welcher) - zu ausufernden Lästereien hätten führen können, die ich gar nicht ausführlich hier hätte niederschreiben wollen.

Mist. Ich merke schon im Laufe dieses Eintrags, daß der Schwung auf der Strecke bleibt. Was könnte ich gerade festhalten? Daß ich die alten LucasArts-Adventures wieder hervorgekramt habe und gerade THE CURSE OF MONKEY ISLAND spiele? Daß ich Schwierigkeiten habe, diesen Eintrag weiter- oder gar fertigzuschreiben? Ja, davon könnte ich erzählen.

Nein, lieber doch nicht. Vergeßt das blöde Vorhaben.

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Christian Genzel

Christian Genzel arbeitet als freier Autor und Filmschaffender. Sein erster Spielfilm DIE MUSE, ein Psychothriller mit Thomas Limpinsel und Henriette Müller, handelte von einem Schriftsteller, der eine junge Frau entführt, weil er sie als Inspiration für sein Buch braucht. Außerdem drehte Genzel mehrere Kurzfilme, darunter SCHLAFLOS, eine 40-minütige Liebeserklärung an die Musik mit Maximilian Simonischek und Stefan Murr. Derzeit entwickelt er seinen zweiten Spielfilm BROT UND SPIELE, eine Komödie mit Thomas Limpinsel, Götz Otto und Steffen Wink über alte Kindsköpfe und noch ältere Computerspiele.

Christian Genzel schreibt außerdem in den Bereichen Film, TV und Musik, unter anderem für GMX und den All-Music Guide. Außerdem hält er Vorträge zu Filmthemen und kuratierte 2014 an der Universität Salzburg eine Filmreihe zum Thema "Erster Weltkrieg".

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2 comments so far,Add yours

  1. ja also.....deshalb schreib ich ja immer so alltagssachen. aber 0bi-wahn tut das ja nicht, weil er is kein nostalgiker. Anyway, die ziele nicht zu hochstecken, nicht "jeden Tag" sagen, weil dann die fans enttäuscht sind. Lieber sagen "öfter als bisher". auch nicht "regelmäßig" weil is definitionssache. Und nur keinen Druck selber machen!

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  2. You may be right. Eigentlich wollte ich jetzt noch über den zweiten Teil der POLICE-ACADEMY-Session bloggen, aber in Anbetracht der vorgerückten Stunde verschiebe ich das wohl auf ... unbestimmt ...

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