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Interview: Michael Ternai (MICA) über den neuen Austro-Pop


Ich habe vor kurzem für GMX einen Artikel über den "neuen Austro-Pop" geschrieben - über die plötzliche Popularität österreichischer Bands wie Wanda und Bilderbuch, die auch im deutschsprachigen Ausland einige Erfolge feiern können. Ich habe dafür mit Michael Ternai vom MICA (Music Information Center Austria) telefoniert, um diesem neuen Austro-Sound auf den Grund zu gehen. Unten findet ihr das komplette Interview, meinen dazugehörigen Artikel findet ihr hier bei web.de.



Glaubst du, daß es so etwas wie den "neuen Austro-Pop" tatsächlich gibt, oder ist das etwas, das wir vom Feuilleton uns so ein bisschen herbeiwünschen?

Nun, das ist eigentlich ein Begriff aus den Achtziger Jahren, der einen bestimmten Stil oder eine bestimmte Interpretation der deutschsprachigen Popmusik abgebildet hat – der klassische Austro-Pop: Ambros, Fendrich und so. "Neuer Austro-Pop", nun ja … es gibt eine Band, die heißt Blonder Engel, die haben gerade vor zwei Wochen ein neues deutschsprachiges Album herausgebracht. Die haben gesagt: Wir machen Pop im österreichischen Dialekt, also machen wir Austro-Pop. Also, man kann das so oder so sehen. Sagen wir's so: Es ist Popmusik aus Österreich. Das ist der Überbegriff, unter dem jetzt alles abläuft.

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SCHMERZENSGELD: Eine (zu) nette schwarze Komödie


Eigentlich sollte man meinen, daß Schmerz und Geld hauptsächlich dann miteinander verbunden sind, wenn es um Adam-Sandler-Filme geht. SCHMERZENSGELD widerlegt diese Annahme: Da findet das glück- und erfolglose, hoch verschuldete Ehepaar Alice (Juno Temple) und John (Michael Angarano) einen magischen Teekessel, der Geld produziert, sobald sich die beiden wehtun. Es dauert nicht lange, bis sich die beiden mit Wonne verprügeln und anderweitig Schmerzen zufügen, um sich ein schickes Haus und ein sorgenfreies Leben leisten zu können. Allerdings sind nicht nur andere Menschen ebenfalls hinter dem Teekessel her, sondern die Methoden der beiden werden auch immer drastischer ...

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NABONGA, DER RIESENAFFE: Von Primaten und Primitiven


Zeit für ein kurzes Filmgespräch! Welches Z-Movie haben der unerschütterliche Don Arrigone und ich diesmal geschaut?

Don Arrigone: NABONGA, DER RIESENAFFE - der Film ohne Riesenaffe.

Christian Genzel: Und dieser normal große Affe hieß auch nicht Nabonga, sondern Samson.

DA: Nabonga war ein Fluß, der im Film vorkam. Der Streifen war eine extreme Belastung, muß ich anmerken.

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HOT DOG - DER TYP MIT DEM HEISSEN SKI: Trickskifahrt mit Schnoddersynchro


In den seligen Videotheken-Achtzigern herrschte ein unglaublicher Optimismus bei Produzenten und Verleihern: Es gab einfach nichts, das man nicht zum Regalerfolg zurechtbiegen konnte. Was macht man als Produzent, wenn man ein paar Ski-Szenen zu einer lahmen Wettbewerbsstory verknüpft hat und das Ganze an den Mann bringen will? Ganz einfach: Man heuert Playmate Shannon Tweed an und baut obendrein einen Wet-T-Shirt-Wettkampf in den Film ein. Und was macht man als deutscher Verleiher, wenn das Vergnügen ungefähr so lustig ist wie der Textteil des Filmplakats? Noch einfacher: Man synchronisiert das Ganze so schnodderig, daß irgendwie doch noch eine Komödie draus wird.

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TWICE UNDER - KANALRATTEN: Vietnam im Gulli


Im Gespräch mit dem videothekenfilmgestählten Gastautor Don Arrigone nähere ich mich der VHS-Gulliglanznummer TWICE UNDER, den wir kürzlich gemeinsam goutiert haben.

TWICE UNDER erzählt die Geschichte eines Vietnamveteranen, der in der Kanalisation einer Stadt sein Unwesen treibt – und gegen einen anderen Vietnamveteranen antritt, der als Chef der Kanalreinigung arbeitet. Unser Mörder war nämlich einst Mitglied einer Untergrund-Einheit namens "Tunnelratten", die vom Kanalchef geleitet wurde. Letzterer ließ unseren Traumatisierten bei einem Sprengstoffeinsatz zurück und dachte, der Mann sei damals ums Leben gekommen – und so entsteht nach einigen namenlosen Opfern ein Kleinkrieg zwischen gutem und bösem Veteran; für ersteren springt nach dessen (vermeintlichem) Tod der Sohnemann ein.

Genzel: Ich finde das ja sehr nett, daß es in einem Film wie TWICE UNDER genau zwei Modelle gibt, wie Vietnamveteranen in die Gesellschaft zurückkehren: Als Kanalarbeiter oder als Psychopathen.

Don Arrigone: Das Motiv ist meines Erachtens nicht neu. Der Hauptcharakter aus DER EXTERMINATOR ist ja braver Arbeiter und Psychopath.

Genzel: Aber ist er dort tatsächlich Psychopath?

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IN 3 TAGEN BIST DU TOT: Ein Alpenslasher trotzt dem Kino seiner Heimat


Was war es doch für eine Sensation, als Andreas Prochaska 2006 den Horrorfilm IN 3 TAGEN BIST DU TOT ins Kino brachte: Nicht nur, daß es sich wahrscheinlich um Österreichs ersten Slasher-Streifen handelte - nein, ganz generell war das österreichische Kino all die Jahre über nie mit allzu aufregenden Filmen gesegnet gewesen. Die Zeiten, in denen hierzulande mit expressionistischem Horror wie ORLACS HÄNDE oder aufwendigen Monumentalepen wie SODOM UND GOMORRHA Filmgeschichte geschrieben wurde, waren lange vorbei - danach kamen hauptsächlich Heimatfilme, Kunstexperimente und jahrzehntelange Tristesse. Ausnahmen standen auf verlorenem Einzelkämpferposten.

Nicht, daß die Tristesse nicht auch Teil von IN 3 TAGEN BIST DU TOT wäre: Das Schwermütige dringt auch in diesen Film ein, der seinen Plot hauptsächlich aus internationalen Horrorerfolgen plünderte und ins Salzkammergut verlegte. Die Bilder sind in dreckigen Farben gehalten, die Stimmung bleibt trüb, das Tempo getragen. Selbst eine Maturafeier sieht hier nach grindigem Partykeller aus und nicht nach attraktivem Freudenfest. Es ist das Erbe der österreichischen Sozialstudien, das hier trotz geschmeidiger Kameraarbeit noch durchscheint: Statt schöner Hollywood-Models kämpfen sich hier völlig normal aussehende Laiendarsteller durch die Handlung, statt internationalem Flair herrscht ganz provinzielle Verankerung inklusive Dialekt.

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Die STAR-WARS-Pläne bis 2040


Der folgende News-Bericht von mir hätte heute auf einer großen Nachrichtenseite erscheinen sollen, aber die Chefredaktion hat sich leider in letzter Sekunde doch dagegen entschieden. Es wurde mir aber genehmigt, den Artikel hier auf meinem Blog zu veröffentlichen.




Die Star-Wars-Pläne bis 2040

Disney-Chef Bob Iger gibt bei einer Pressekonferenz die weiteren Pläne für den KRIEG DER STERNE bekannt: Ein unglaublich ambitioniertes Unterfangen, das STAR WARS mit modernster Technik und vielen weiteren Filmen in die Zukunft tragen wird.


In den letzten Monaten zeichneten sich umfassende Pläne für STAR WARS ab: Abgesehen von einer neuen Trilogie sind auch schon wie bei den X-MEN diverse Spin-Off-Filme in der Mache, die die Abenteuer von Nebenfiguren erzählen. Nebenbei sollen über zwanzig neue Bücher erscheinen, die die Geschehnisse zwischen DIE RÜCKKEHR DER JEDI-RITTER und dem siebten Film erzählen, der Ende 2015 in die Kinos kommt und von den Fans sehnsüchtig erwartet wird.

Bei einer gestrigen Pressekonferenz gab Disney-CEO Bob Iger jetzt die vielleicht ambitioniertesten Vorhaben bekannt, die ein Studio je zu einer Filmreihe hegte. "Die bereits bekannten Titel bis 2019 sind erst der zarte Anfang", tönte Iger gleich zu Beginn seiner Rede. Geplant seien zunächst ab 2020 drei weitere Trilogien, die die STAR-WARS-Geschichte wesentlich weiter in die Zukunft tragen sollen.

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DIE TOLLDREISTEN KERLE VOM LÖSCHZUG 34: Hemmungslos blöder Klamauk


Hab' ich ein Glück! Von den unzähligen Filmen, die die beiden italienischen Komiker Franco Franchi und Ciccio Ingrassia zusammen gemacht haben, sehe ich mir als allererstes einen Streifen mit dem schwungvollen Titel DIE TOLLDREISTEN KERLE VOM LÖSCHZUG 34 an. Ungefähr 76 Minuten und mindestens fünfmal so viele Grimassen später werfe ich einen Blick in mein treues Lexikon des Internationalen Films, wo steht: "In der Serie 'Zwei Trottel' das wohl dümmlichste Produkt". Sehr gut! Das bedeutet, was immer ich mir noch mit den beiden anzusehen wage - vielleicht ZWEI TROTTEL GEGEN GOLDFINGER? Oder WIR, DIE TROTTEL VOM 12. REVIER? - muß zwangsläufig weniger blöd sein. Ich eile aber mal nicht herbei, um das zu überprüfen.

Der titelgebende Löschzug 34 ist der saublödeste Trupp der italienischen Feuerwehr. Der Verein scheint ein eher militärisch organisierter Haufen zu sein, bei der ein Kommandant seine Untergebenen herumscheucht - nur daß die Männer allesamt so ziemlich die letzten sind, die man im Notfall rufen sollte. Bei der Übung pumpen sie schon mal Benzin statt Wasser auf das Übungsfeuer, beim Einsatz sägt der Feuerwehrmann einfach mal, um einen Papagei zu retten, einen Baumast ab, auf dem er auch selber sitzt.

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KARATE WARRIOR: Kampfsport all'italiano


Ich mißtraue meinen eigenen Recherchen. Nach kurzer Prüfung über die Filmdatenbank OFDB erfahre ich, daß es in den Achtzigern 19 Filme gab, die das Wort "Karate" im Titel hatten, in den Neunzigern dann immerhin 23. Da kann doch etwas nicht stimmen? Ergeben die ganzen KARATE KIDs, KARATE TIGERs und AMERICAN SUPER KARATE NINJA FIGHTER FORCE ACADEMYs nicht mindestens 350 einschlägige Titel? Egal: Kampfsportkracher waren damals so richtig in, und wenn Actionthemen in waren und günstig imitiert werden konnten, standen wehenden Fußes die Italiener auf der Matte, um auch ein paar Fäuste über die Leinwand fliegen zu lassen. Das ergibt dann beispielsweise den 1987 erschienenen KARATE WARRIOR von Fabrizio De Angelis, der bis 1993 gleich fünf Fortsetzungen folgen ließ. George Lucas hätte länger gebraucht.

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TAXI INS GLÜCK: Sightseeing in Miami

Ron Cobert und Nicola Amar in TAXI INS GLÜCK.

Zwischen 1987 und 1993 drehte der Italiener Fabrizio De Angelis unter seinem üblichen Regiepseudonym "Larry Ludman" die Filme KARATE WARRIOR, KARATE WARRIOR 2, KARATE WARRIOR 3, KARATE WARRIOR 4, KARATE WARRIOR 5, und - das ist wie mit der offenen Chipstüte - KARATE WARRIOR 6. Ach ja, und ein Streifen namens KARATE ROCK war auch dabei. Unter allen Lesern, die da einen roten Faden erkennen können und einen Kommentar hinterlassen, verlose ich eine Wunschrezension eines kernigen Italo-Rip-Offs nach Wahl.

Jedenfalls schien De Angelis nach dieser schönen Reihe - vergessen wir auch nicht diesen weiblich besetzten Karate-Revenge-Klopper, der aus unerfindlichen Gründen nicht THE KARATE GIRL, sondern THE IRON GIRL heißt! - plötzlich die Lust am Kampfsport verloren zu haben. Er drehte einfach mal so eine Liebesgeschichte namens TAXI INS GLÜCK, in der tatsächlich niemand auch nur im Entferntesten an Karate denkt. Ein höchst ambitioniertes Unterfangen, wo es doch so einfach gewesen wäre, vertrauten Mustern zu folgen und einen anheimelnden Film namens KARATE INS GLÜCK zu drehen. Im Original ist von einem Taxi übrigens gar keine Rede: Der italienische Titel lautet SOGNO D'AMORE (quasi: Liebestraum), unter alternativem Verleihtitel tauchte der Film bei uns auch als THE ROMANTIC RED SUITCASE auf. Weil mal jemand einen roten Koffer packt, ist doch klar.

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SPACE NAVIGATOR: Ein UFO-Ausflug mit Roboterrabatt


Ein Junge wird nach einem Sturz bewußtlos, kommt auf einem Raumschiff wieder zu Bewußtsein, hilft dem freundlichen Außerirdischen beim Navigieren und kehrt dann zurück auf die Erde - wo mittlerweile Jahre vergangen sind, ohne daß der Junge mitgealtert wäre. Theoretisch könnten wir jetzt über den Disney-Film DER FLUG DES NAVIGATORS reden, auf den diese Handlungsbeschreibung voll und ganz paßt - aber das könnte ja jeder. Wir sprechen lieber über die italienische Billig-Variante SPACE NAVIGATOR und brauchen nicht mal einen Grund dafür.

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VORSICHT NACHBARN: Ein Voice-Over für Blinde


Voice-Over-Erzählungen werden bei Filmen gerne als Krücke angesehen - ein Behelf, um das zu erläutern, was Bilder, Plot, Schauspieler und Schnitt nicht von alleine schaffen. In der Tat wird so ein Erzähler auch gerne als Notlösung eingesetzt, wenn alles andere versagt - wenn die Filmemacher im Schneideraum feststellen, daß die Teile einfach nicht aneinanderpassen wollen, daß die Zuseher einfach nicht die nötige Info aus dem Gezeigten ziehen können. Dabei kann das Voice-Over, richtig eingesetzt, als wichtige Erzählebene fungieren - in STAND BY ME beispielsweise formt der Erwachsenenblick eine Erzählung aus der Jugend und sorgt gerade mit seiner narrativen Klammer für zusätzliches Gewicht.

In VORSICHT NACHBARN werden wir permanent von einem Erzähler begleitet, der eine knappe Spur über einem Hörspielsprecher agiert. Der gute Mann plaudert, als wäre jeder Zuseher blind. Das darf er offenbar, weil die Geschichte auf Büchern von ihm basiert - es handelt sich um den Autor Jean Shepherd, der bezeichnenderweise schon als Radiosprecher gearbeitet hat und in Amerika mit einer Buchreihe über seine Kindheitserinnerungen bekannt wurde. Der Kanadier Bob Clark (PORKY'S) adaptierte 1983 Geschichten von Shepherd zu dem Film FRÖHLICHE WEIHNACHTEN, der allgemein als sehr beliebt und wohlig-nostalgisch gilt (was ich bislang nicht überprüfen konnte und dank des vorliegenden Films auch noch eine Zeitlang vermeiden werde).

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BEYOND CLUELESS: Ein Videoessay läßt alle Fragen zum modernen Teeniefilm offen


Der junge Filmblogger Charlie Lyne macht sich in seinem Videoessay BEYOND CLUELESS daran, einen genauen Blick auf die Teenagerfilme ab Mitte der Neunziger zu werfen - eben die, die dem Titel entsprechend nach CLUELESS veröffentlicht wurden. Sein abendfüllender Film ist keine Dokumentation, sondern eine Art Collage mit Erzählstimme - es gibt keine Interviews und kein eigens gefilmtes Material, stattdessen werden Clips aus den entsprechenden Filmen montiert und kommentiert. Die Erzählstimme stellt dafür übrigens die Schauspielerin Fairuza Balk zur Verfügung, die mit DER HEXENCLUB einschlägig vorbelastet ist (aber hier natürlich nur als Sprachrohr für Lynes Text fungiert).

Es ist ein reichhaltiges Sujet, das sich Lyne hier vorknöpft, und seine Fokussierung auf die Jahre 1995 bis ca. 2004 stellt auch sicher, daß hier Filme abgehandelt werden, die bislang selten ernstgenommen wurden. Und doch beginnen die Probleme von BEYOND CLUELESS schon gleich mit der Auswahl: Für Lyne ist ein "teen movie" offenbar alles, in dem irgendwie Teenager vorkommen, und so wirft er die leichtfüßige Romanze EINE WIE KEINE in denselben Topf wie den Retro-Slasher ICH WEISS, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST, die Arthouse-Meditation ELEPHANT oder die Thriller SWIMFAN und THE GLASS HOUSE.

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Interview: Rodja Pavlik über den österreichischen und deutschen Independent-Film


Rodja Pavlik ist so etwas wie der Schutzpatron der Independent-Filmszene: Seit mittlerweile 14 Jahren bricht der Wiener Journalist eine Lanze für unabhängig produzierte Filme. Er berichtet von liebevoll gemachten Amateurfilmen ebenso wie von professionell inszenierten Werken abseits des Mainstreams. Er interviewt ihre Macher, versorgt sie mit Informationen zu Festivals, Wettbewerben und anderen Entwicklungen, und bemüht sich um die Vernetzung der Szene - nicht nur über seinen Blog HomeMovieCorner, sondern auch über Facebook und eigens organisierte Filmabende. So viel Leidenschaft ist selten für eine Filmszene, die anderswo mitunter gar nicht wahrgenommen wird - geschweige denn ausreichend Berichterstattung oder Wertschätzung erfährt.

Ich habe mit Rodja zum ersten Mal Anfang 2012 gesprochen, als ich erste Pläne für meinen zweiten Spielfilm BROT UND SPIELE entwickelte - der Schauspieler Thomas Nash hatte mir empfohlen, ihn zu kontaktieren. Über die Jahre hinweg habe ich nicht nur gesehen, wie sehr sich Rodja für die Szene einsetzt, sondern auch gemerkt, wie oft ich selber anderen Filmemachern empfehle, ihn anzuschreiben. Grund genug, ihn mal ausführlich zu interviewen!

Am 14. Februar 2015 traf ich Rodja im Wiener Café Sperl - ja, dort wurde auch BEFORE SUNRISE gedreht. Zu Kaffee und Apfelstrudel plauderten wir über seinen Enthusiasmus für den Indie-Film und seine Gedanken und Wünsche für die weitere Entwicklung der Szene. Danach ging es noch zum nächstgelegenen Asiaten, wo wir off the record Projektideen und Filmbegeisterung ausgetauscht haben.

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ZOMBIE VS. NINJA: Zwei Filme zum Preis von keinem!


Zombie vs. Ninja, Genzel vs. Don Arrigone: Zwei Schmalfilm-affine Filmfreunde sprechen über wundersames Schnipselkino von Ninja-Verramscher Godfrey Ho.

Genzel: "Zombiefilm oder Eastern", wünscht sich Don Arrigone beim Besuch zum Filmabend im Genzel HQ. Weil ich die Interessen junger Cinephiler ernst nehme, kann ich mit nur einem Film beide Desiderate abdecken: ZOMBIE VS. NINJA, ein Streifen aus dem unendlichen Ninja-Fundus von Godfrey Ho, der meistens alte Ramschfilme aufkaufte und mit ein paar eigens gedrehten Ninjaszenen zu praktisch neuen Ramschfilmen umfunktionierte. Seine Ninjas tragen gerne bunte Klamotten und Stirnbänder, auf denen das Wort "Ninja" steht, und sie haben freilich mit der Handlung der Originalfilme rein gar nichts zu tun, sondern werden irgendwie per Schnitt und Synchronisation ins Geschehen gebracht. Und wenn schon Ninjas das Herz des Videothekenkellerfans höher schlagen lassen, ist die Aussicht auf eine Begegnung zwischen Ninjas und untoten Gesellen geradewegs entzückend.