Paging Mr. Sharkey. White courtesy telephone, please.

Uncategorized / 19. Mai 2005

Da gab’s mal eine tolle Band, die sich Staind nannte. Deren CD DYSFUNCTION habe ich geliebt. Dann kam BREAK THE CYCLE, die war ganz okay, wenn auch ein bißchen kraftloser. Und dann haben die Burschen 14 SHADES OF GREY vom Stapel gelassen, das ich mir im Blindflug sogar in der teuren CD-plus-DVD-Edition gekauft habe, und mit dem sie 14 völlig zugekleisterte, in epischer Pseudo-Melancholie erstarrte Songs auf die Welt losgelassen haben, die allesamt gleich (und gleich langweilig) klangen. Irgendwo stand sicher Scott Stapp um die Ecke und hat sich gefreut, daß auch andere Musiker so viel Pathos mögen. Tief in Ungnade gefallen. Nun, im August kommt ja das neue Album – CHAPTER V – und vorab gibt’s einen Song zu hören, auf dem sich offenbar selbst Aaron Lewis gelangweilt hat:
http://www.myspace.com/staind
Können die nur noch diese zahnlosen Pseudo-Balladen schreiben, wo jede Note nach einem schweren Seufzer klingt?

Ganz kurz gefreut, daß der Union-Underground-Gitarrist und -Co-Songwriter Patrick Kennison wieder in einer Band aufgetaucht ist. Die nennt sich 3Face, bietet auch dem Ex-Methods-of-Mayhem-Bassisten ein neues Zuhause und stellt jede Freude beim Anhören der Songs gekonnt ein, weil die Welt ganz bestimmt nicht noch eine Gruppe braucht, die wie Evanescence klingt.
http://www.myspace.com/3faced
Bryan Scott, bitte melden!

Dann doch lieber hinüber zur Roadrunner-Website geklickt und flott den neuen DevilDriver-Song gesaugt. Da hockt B. Dez Fafara mal wieder wie ein Zombie im Kohlenkeller und wütet auf seinen Bricketts. Gut!
http://www.roadrunnerrecords.com/Music/

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Christian Genzel
Christian Genzel
Christian Genzel arbeitet als freier Autor und Filmschaffender. Sein erster Spielfilm DIE MUSE, ein Psychothriller mit Thomas Limpinsel und Henriette Müller, handelte von einem Schriftsteller, der eine junge Frau entführt, weil er sie als Inspiration für sein Buch braucht. Außerdem drehte Genzel mehrere Kurzfilme, darunter SCHLAFLOS, eine 40-minütige Liebeserklärung an die Musik mit Maximilian Simonischek und Stefan Murr, und den 2017 für den Shocking Short Award nominierten CINEMA DELL' OSCURITÀ. Derzeit arbeitet er an einer Dokumentation über den Filmemacher Howard Ziehm. Christian Genzel schreibt außerdem in den Bereichen Film, TV und Musik, unter anderem für Film & TV Kamera, Celluloid, GMX, den All-Music Guide, 35 Millimeter, Neon Zombie und Salzburger Nachrichten. Er hält Vorträge zu Filmthemen und kuratierte 2014 an der Universität Salzburg eine Filmreihe zum Thema "Erster Weltkrieg".





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2 Comments

on 19. May 2005

Jawoll! 3,88 MB und alle voll auf die 12. B., Dez und Ferrera mischen den Kohlenkeller auf. und der albumtitel the fury of our masters hands lässt auf mehr satirische Feinklinge hoffen!

on 20. May 2005

Zu dem Song hab ich sofort vor meinem inneren Auge das Video gesehen: Am Anfang klingt es ja, als würde ein Hammer beständig auf einen Amboss schlagen und das Schlagzeug hört sich an wie ein Presslufthammer. Man sieht also im Video als erstes einen Schmied, der gerade die beiden Enden einer schwere Kette zusammenschmiedet und damit eine schwere Tür versperrt (ich glaub da bin ich von der Anfgangssequenz von Königreich der Himmel beeinflusst; da sieht man ja auch wie Balian das glühende Eisen malträtiert – und man meint er versucht mit jedem wuchtigen Schlag den Schmerz über seinen Verlust von Frau und Kind aus dem eigenen Körper prügeln zu wollen).
Danach fährt die Kamera im Affentempo durch einen Bergwerksstollen; an seinem Ende finden wir die Bänd. Sie versuchen sich einen Weg nach oben zu bahnen – eben unter Zuhilfenahme eines Presslufthammers, mit bloßen Händen usw – denn sie sind unter Tag gefangen ….

Tja und weiter weiß ich noch nicht – würde das denn überhaupt zum Text passen, den ich ob des wuchtigen Timbres des Sängers weder akkustisch noch inhaltlich verstanden habe? Ich werd jetzt mal herausfinden wie das Video wirklich arrangiert wurde.



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