Der junge, idealistische Anwalt Bill McKay tritt als demokratischer Kandidat bei den US-Vorwahlen an – weil man davon ausgeht, dass er verlieren wird und deswegen ganz klar seine Standpunkte äußern kann. Aber im geschäftigen Wahlkampf ändert sich sein Auftreten nach und nach, und aus den ehrlichen Ansagen werden leere Slogans. Michael Ritchie inszenierte die 1972 veröffentlichte Politsatire mit einem charismatischen jungen Robert Redford – und holte sich für das Drehbuch einen Autoren, der etwas von Wahlkampf verstand: Jeremy Larner, der 1968 als Redenschreiber für die Kampagne von Eugene McCarthy gearbeitet hatte (und auch schon die Vorlage für Jack Nicholsons Regiedebüt DRIVE, HE SAID schrieb, über die wir in Folge #75 gesprochen haben).
In der aktuellen Folge sprechen wir über die Hintergründe und den Zeitkontext des Films, die dokumentarische Inszenierung, den ernüchternden Blick auf das Politsystem und einen der niederschmetterndsten letzten Sätze der Filmgeschichte.
Viel Spaß!
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Die DVD von BILL McKAY – DER KANDIDAT ist leider längst vergriffen. Aber der Film kann über Amazon gestreamt werden. Wer über unsere Links einkauft – egal, was! – unterstützt damit auch den Lichtspielplatz.
Musik: Dominik Nießl (Theaterkonsole)
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