Weil mich das Wolfenstein-Fieber nicht losläßt, muß ich dem aus den Klauen der Finsternis entrissenen Schicksalsspeer noch etwas nachlegen. Und so, schwuppdiwupp, wurde auf eBay das originale WOLFENSTEIN 3D ersteigert, mit satten 60 Leveln und noch viel mehr Nazis zum Umballern. Ich werde mich also schon bald ins Schloß Hollehammer einschleichen, um die Pläne zur Operation Eisenfaust zu stehlen, den bösen Dr. Schabbs umzunieten, Hitlergeister zu vernichten und General Fettgesicht die Stirn zu bieten. Und das selbstverfreilich alles auf Death Incarnate.

Beim Stöbern im Netz bin ich auf Alternativtitel gestoßen, welche in einem Hintbook der Programmierer gelistet wurden. Über die Ernsthaftigkeit der Vorschläge bin ich mir nicht sicher, aber zu meinen Favoriten gehören eindeutig "Luger Me Now", "How Do You Dusseldorf?", "Geruchschlecht", "Tank You Very Much" und natürlich - als obligatorischer Scherz über die Deutschen - "Castle Hasslehoff".

Apropos Hasslehoff: Der hat sich jetzt die Rechte zum KNIGHT-RIDER-Film wieder geschnappt, weil die Firma, die das umsetzen wollte, die Geschichte STARSKY-AND-HUTCH-mässig aufzuziehen gedachte - ohne sprechendes Auto. Jetzt arbeitet David himself an dem neuen Film, der als ernsthafte Geschichte in direkter Fortsetzung der TV-Serie konzipiert ist: Michael Knight mit Auto, Seite an Seite mit seinem Sohn, auch mit Auto. "Ein Mann und sein Sohn und ihre Autos kämpfen gegen das Unrecht." Hat doch einen gewissen Klang, findet ihr nicht? Ganz großes Kino!

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Christian Genzel

Christian Genzel arbeitet als freier Autor und Filmschaffender. Sein erster Spielfilm DIE MUSE, ein Psychothriller mit Thomas Limpinsel und Henriette Müller, handelte von einem Schriftsteller, der eine junge Frau entführt, weil er sie als Inspiration für sein Buch braucht. Außerdem drehte Genzel mehrere Kurzfilme, darunter SCHLAFLOS, eine 40-minütige Liebeserklärung an die Musik mit Maximilian Simonischek und Stefan Murr. Derzeit entwickelt er seinen zweiten Spielfilm BROT UND SPIELE, eine Komödie mit Thomas Limpinsel, Götz Otto und Steffen Wink über alte Kindsköpfe und noch ältere Computerspiele.

Christian Genzel schreibt außerdem in den Bereichen Film, TV und Musik, unter anderem für GMX und den All-Music Guide. Außerdem hält er Vorträge zu Filmthemen und kuratierte 2014 an der Universität Salzburg eine Filmreihe zum Thema "Erster Weltkrieg".

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