Juni 2013

(Inhalt "sponsored by Warner Bros. Pictures").

Seit einiger Zeit schon wird der neue Superman-Streifen MAN OF STEEL angekündigt, und auch wenn meine Superhelden-Begeisterung nach genau abgezählten 575647653 Filmen etwas ermüdet ist, wird dieser neue Stahlmann ganz sicher mit hellwachem Auge begutachtet. Drei Gründe, warum ich auf MAN OF STEEL gespannt bin:

1) Ich finde Zack Snyder, nicht zuletzt dank SUCKER PUNCH, einen visuell sehr interessanten Regisseur. Keine Ahnung, was er uns inhaltlich erzählen will (immerhin weckt eine Interviewaussage, in der er fragt, wie die Werte von einem Dreißiger-Jahre-Helden wie Superman in die Jetztzeit passen, ein gewisses Interesse), aber rein stilistisch wird das Ganze wohl eine lohnenswerte Angelegenheit.

2) Christopher Nolan hat nicht nur produziert, sondern auch an der Geschichte selbst mitgeschrieben. Nachdem Nolan schon aus der Batman-Story spannende Fragen und differenzierte Charakterzeichnungen herausgeholt hat, könnte seine Präsenz auch dem ansonsten als Figur ja etwas faden Clark Kent mit etwas Tiefgang auf die Sprünge helfen.

3) Kevin Costner spielt mit.

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Schaffen wir es, über das Schwarzenegger-Vehikel THE LAST STAND zu sprechen, ohne es zum "Comeback" zu deklarieren? Ach, plagen wir uns doch nicht unnötig ab: Nachdem Arnold acht Jahre lang in Kalifornien den Gouverneur gespielt hatte, konnte er sich nach Ende der Amtsperiode wieder anderen Rollen zuwenden; sein Mitwirken in THE EXPENDABLES 2 war dabei noch eine quasi dem Gastauftritt in Teil 1 geschuldete Ensemblearbeit, aber mit THE LAST STAND tritt der mittlerweile 65-jährige ehemalige Bodybuilder wieder alleine ins Rampenlicht - immerhin zehn Jahre nach seiner letzten Hauptrolle (TERMINATOR 3).

Mittlerweile ist es fast willkürlich, ob ein Bruce-Willis-Actionkracher den Titel STIRB LANGSAM tragen darf oder nicht - wenn Bruce sich bei der großflächigen Zerstörung von Gebäuden, Autos, Hubschraubern, Flugzeugen, Flughäfen, Straßen und sonstiger Urbanität mit dem Namen "John McClane" anreden lassen kann, wird der Spaß halt als DIE-HARD-Sequel etikettiert. Dabei hat die Reihe schon lange nichts mehr mit dem Originalfilm von 1988 zu tun, in der Willis als widerwilliger Held stets die letzten Reserven aktivieren mußte, um sein Ableben doch noch ein wenig aufzuschieben - ganz im Gegensatz zum unverwundbaren Übermenschen, zu dem er im Lauf der Jahre mutierte. Nachdem McClane im (außerhalb des Serienkontextes sehr vergnüglichen) vierten Teil mal eben einen fliegenden Helikopter mit einem mittels einer Rampe in die Luft geschossenen Autos vom Himmel holte und später mit schierer Willenskraft einen Dreißigtonner davon abhielt, von der Straße zu kippen, schickt man die personifizierte Destruktion diesmal nach Moskau, wo er sich aufopfernd um die amerikanische Außenpolitik kümmern darf. Viel bleibt von Rußland nicht über, was hinterher noch aufmucken könnte.