Oktober 2011

Ich glaube, ich habe ein neues Lieblingswesen. Es heißt Trumpy, ist ungefähr einen Meter groß, und sieht aus wie eine Mischung aus ALF und Ameisenbär. Trumpy kann das Gesicht nicht bewegen und leider auch nicht blinzeln, aber dafür kann er Erdnüsse und Milch mit dem Rüssel einsaugen. Er macht Geräusche wie ein resigniert-melancholischer Chewbacca, und er kann Gegenstände durchs Zimmer tanzen lassen.

Aber mal langsam. Trumpy ist der heimliche Star des Films DIE AUSSERIRDISCHEN BESUCHER von Juan Piquer Simón, von dem wir hier schon vor kurzem das Kettensägenhappening PIECES und das Unterwasserepos SIRENE I begutachten durften. LOS NUEVOS EXTRATERRESTRES, wie diese französisch-spanische Co-Produktion im Original heißt, wurde 1983 veröffentlicht, und ursprünglich schwebte Simón eine Story über den Angriff eines bösen Außerirdischen vor - bis dann 1982 ein Hollywood-Film mit einem niedlichen Außerirdischen (hmm - war es DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT? Oder doch DER ZORN DES KHAN?) an den Kinokassen abräumte und die Produzenten anregte, das Alien auch hier knuffig und lieb zu gestalten und einen kleinen Jungen zur Geschichte hinzuzuschreiben, der sich mit dem Außerirdischen anfreundet. Simón war über die Änderungen nicht erfreut, und wenn der Regisseur & Autor von SIRENE I schon mal unzufrieden ist, dann will das etwas heißen.