August 2011

David Finchers THE SOCIAL NETWORK war einer der besten Filme des letzten Jahres. Die dazugehörige BluRay ist nicht minder spannend und bietet in seinem Bonusmaterial viel Substanz. Und vergessen wir mal nicht den fantastischen Score von Trent Reznor und Atticus Ross, von dem ich jetzt fünf Exemplare verlosen kann.


Vor kurzem habe ich schon auf das erste Video zum neuen Kittie-Album hingewiesen - hier - und jetzt gibt's das gesamte Album vorab zu hören. I'VE FAILED YOU heißt das Werk, es wird schön drauf geschrubbt, und Morgan Lander klingt immer noch so wunderbar furienhaft. Kommt am 2. September - hier komplett durchhören und dann gleich hier vorbestellen.



Das grüne Sofa bleibt seit gestern leer: Loriot, 1923 unter dem Namen Vicco von Bülow geboren, ist gestern im Alter von 87 Jahren an Altersschwäche gestorben. Er hinterläßt uns eine üppige Menge an herzhaften Lachern und wissenden Schmunzlern, an verschmitzten Absurditäten und belustigter Alltagsbeobachtung - all das, was ihm schon lange einen Status als intelligenter, feinsinniger Komiker sicherte und viele seiner Sketche in das kollektive Gedächtnis Deutschlands eingravierte. Das zu harte Frühstücksei, das einen Ehemann in die Raserei treibt, gehört in den Olymp jener Dialogfolgen, die seit Jahrzehnten immer noch mit ihrem unnachgiebig logisch aufgebauten Witz begeistern und als veritable Humorschule dienen - und es ist nur ein Kleinod unter vielen, die von Bülow auf dem Höhepunkt seines Schaffens so mühelos aus dem Ärmel zu schütteln schien. Loriot als den besten, witzigsten oder klügsten Komiker Deutschlands zu bezeichnen, geht völlig an seiner Einzigartigkeit vorbei: Loriot ist Loriot, ein Genre, in dem es außer ihm schlichtweg niemand anderen gab.




Am 2. September gibt's ein neues Kittie-Album - ihr mittlerweile sechstes - und deswegen hat sich auch ein neues Video im Internetz eingefunden: "Empires (Part 2)". Guter Song, kratziger Hals, starke Energie. Am besten gleich das Album vorbestellen.


Und die Jungs brennen immer noch unnachgiebig alles nieder, was ihnen in den Weg kommt. Bei AOLMusic läßt sich Chimairas komplettes neues Album THE AGE OF HELL anhören, bei den Amazonen läßt sich das am 26. August erscheinende Werk auch flugs vorbestellen.

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Heute vor zwei Wochen fand ein neuerlicher Flohmarkt hier in Salzburg statt, der zwar eigentlich dezidiert für Bücher ausgeschrieben war, aber trotzdem inmitten Bergen von Rebhoff-, Heintje- und Weihnachten-zum-Davonlaufen-Platten einige schöne Fundstücke in Sachen Musik bereithielt. Es zeigt sich wieder einmal: Hartnäckiges Stöbern lohnt sich. Folgende LPs konnte ich mit nach Hause nehmen:

(Wie üblich führt ein Klick auf die Cover zu Amazon. Wenn ihr dort etwas kauft - ganz egal, was - dann kriege ich einen kleinen Betrag von Amazon. Vielen Dank, daß ihr damit diese Website fortlaufend unterstützt!)


David McWilliams: Don't Do It for Love (1978). Der gute Mann hat mir zunächst einmal gar nichts gesagt, und ich habe ihn aufgrund des Aussehens und der Aufmachung in der Country-Ecke gewähnt. Werch ein Illtum! McWilliams ist ein irischer Folksänger und Songwriter, dessen größter Hit 1967 "Days of Pearly Spencer" war - das ich natürlich kenne, zumal es mit seinem markanten Streicherriff ja auch schon zigfach gecovert wurde, unter anderem von Soft-Cell-Sänger Marc Almond. Später hatte McWilliams keine wirklich großen Erfolge mehr, und aufgrund eines schlechten Vertrages hat er auch nie Tantiemen für "Pearly Spencer" gesehen - aber trotzdem hat er bis zu seinem Tode Anfang 2002 immer wieder Alben veröffentlicht. Dieses Exemplar hier, das so alt ist wie ich (ich habe ein Faible für Platten mit Baujahr 1978!), bietet hörenswerten Folk-Rock - zum Beispiel den Titelsong, aber auch andere Tracks wie "Lady Midnight" und "Farewell to Harlem".


"Schreiben Sie etwas darüber, Genzel!" Die mich hier anblökende Stimme gehört nicht etwa einer unnachgiebigen Chefredaktion, sondern alleine meinem Gewissen, das so streng ist, daß es mich sogar siezt. Dieses Gewissen meldet sich schon vor Start des Films - eigentlich immer, will es doch sicherstellen, daß hier neue Texte entstehen und die verschollenen Perlen der Filmgeschichte per Kommentar konserviert werden - und später natürlich umso lautstärker, als der Film dann läuft und zu jeder Sekunde verdeutlicht, daß mein Gemüt offenbar so schlicht ist, daß ich mir 77 niveaufreie Minuten lang nackte bis halbnackte Frauen am Strand anschauen kann und trotzdem nicht das Gefühl bekomme, ich sollte mir jetzt stattdessen eine Truffaut-Retrospektive ansehen. Und das, obwohl Handlung und Witz in diesem französisch-deutschen Film mit dem schönen Titel HOT DOGS AUF IBIZA noch sparsamer budgetiert wurden als die Kostümabteilung.

Die überraschend große Vorfreude auf das neue Staind-Album geht weiter (vgl. hier und hier): Auf GuitarWorld.com präsentiert die Band einen weiteren neuen Song mit dem Titel "Paper Wings".

Feiner Track und noch ein Zeichen dafür, daß die Band den Biß von früher wiedergefunden hat. Hier auch noch ein kurzes Interview mit Gitarrist Mike Mushok.

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