November 2008
Und noch mehr Spaß aus dem Anzeigenmarkt:

Million Dollar Project
Biete Ideen fuer Film und Fernsehen.


Das ist auch schon der ganze Text. Mann, da schreibe ich sofort hin! Mögliche Antworten, die dann kommen könnten:

- Junge verliebt sich in Mädchen.
- Terroristen besetzen ein Hochhaus und werden von einem einsamen Cop zur Strecke gebracht.
- Mir schwebt da ein Showkonzept vor, in dem Kandidaten unmögliche Wetten anbieten ...
- Seien Sie erfolgreich!
- Imnmer in Farbe drehen!
- Wie wäre es mit einer Sendung im Weltall?
- Ich stelle mir da so ein tägliches Format vor, wo jeden Tag ein anderes brisantes Thema behandelt werden kann.
- Haben Sie schon mal Ihren Fernseher hochkant hingestellt?

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Aus dem Anzeigenmarkt von regie.de:

Suche für ein Theaterprojekt mit schwulem Inhalt einen möglichst schwulen Regisseur in München. [...]

Also, da fallen mir jetzt viele sinnvolle und noch mehr alberne Kommentare ein, aber eigentlich denke ich primär an die Sequenz in THE PRODUCERS, wo sich Gene Wilder & Zero Mostel für ihre Inszenierung den schlechtesten Broadway-Regisseur engagieren: "Der trägt ja ein Abendkleid." - "Und das am Nachmittag!"

Eine Bewerbung für diese Anzeige könnte ja fast einen witzigen Kurzfilm ergeben ... "Zeigen Sie uns doch bitte mal, wie schwul Sie sind." "Bewerbungsunterlagen mitsamt Aufstellung der 10 Lieblings-Streisand-Alben bitte im Produktionsbüro vorbeibringen." "Tut uns leid, so schwul wie Sie ist unser Theater dann doch nicht." ...

Wie hat Ang Lee eigentlich den Job bei BROKEBACK MOUNTAIN gekriegt?

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Gerade im Netz gefunden: Die zwanzig peinlichsten Interviewmomente der Musikgeschichte. Hier.

Meine Favoriten: #8, die Frage an die Corrs, wie sie sich getroffen haben (die vier sind Geschwister) ... #14, Reggae-Drummer Sly Dunbar, der während des Interviews einfach wegpennt ... und natürlich #2, wo The Fall-Frontmann Mark E. Smith wohl einen besonders guten Tag hatte.

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Und weiter geht's mit dem munteren Filmtagebuch, das hier zu führen ich mich zeitweilig entschlossen habe. (War das Deutsch?)

MURDER IN THE FIRST. Den habe ich bei der letzten Auflistung glatt vergessen! Ein Gerichtsdrama über einen Alcatraz-Insassen, der drei Jahre in Einzelhaft verbracht hat und dann einen Mithäftling ermordete. Kevin Bacon spielt den gebrochenen Sträfling, Christian Slater seinen jungen Verteidiger, Gary Oldman ist der sadistische Gefängniswärter. Der Film wirbt damit, daß er "auf historischen Tatsachen" beruht, aber abgesehen davon, daß mal ein Alcatraz-Sträfling gleichen Namens verteidigt wurde, hat die Story hier nicht viel mit der Wirklichkeit zu tun. Ich verstehe durchaus, warum gewisse Freiheiten nötig sind, um eine fesselnde Geschichte zu erzählen (im Gegensatz zu einer Dokumentation über diese Ereignisse), aber warum die Fakten so durcheinandergewirbelt wurden, daß man auch gleich eine fiktive Story daraus hätte machen können, ist schade. Bacon spielt grandios, Slater ist noch der aufstrebende Jungstar (der Film ist von 1994), dem man mit viel Vergnügen zusehen kann, und in Nebenrollen sind Embeth Davidtz, Brad Dourif, William H. Macy und R. Lee Ermey zu sehen. Ein durchaus feines Gerichtsdrama (und ich liebe Gerichtsdramen!) und ein schöner Showcase für die beiden Hauptdarsteller, aber leider doch nicht ganz der große Wurf.



BURGLAR - DIE DIEBISCHE ELSTER. Jaja, eine von diesen enttäuschenden Klamotten, von denen Whoopi Goldberg so viele gemacht hat. Wieviel tolle Filme, in denen sie schauspielerisch glänzen konnte, hat sie gleich wieder gemacht? Genau, mir fällt außer DIE FARBE LILA und HOMER & EDDIE dann auch keiner mehr ein. GHOST vielleicht noch. Jedenfalls fand' ich BURGLAR seinerzeit beim ersten Ansehen schrecklich dumm, beim zweiten Ansehen ein paar Jahre später wenig bemerkswert, aber erträglich, und nun, wiederum viele Jahre später, immer noch eher müde. Es strengt sich ja bei dieser Story um eine Einbrecherin und der Mordfall, in den sie unschuldig verwickelt wird, eigentlich jeder an: Whoopi ist halt eine gute Schauspielerin, auch beim blödesten Skript. G.W. Bailey als korrupter Polizist macht auch Spaß, weil der Kerl (Captain Harris aus POLICE ACADEMY!) vermutlich mit Arschloch-Zertifikat von der Schauspielschule graduierte. Regisseur Hugh Wilson versucht, die fade Angelegenheit in schöne Bilder zu tauchen (die Anfangsszenen im morgendlichen, leicht nebligen Beverly Hills sind sehr stimmungsvoll). Und hey, Bobcat Goldthwait schreit sich gewohnt asozial durch die Gegend und hat dabei sogar ein paar Lacher. Aber es hilft halt alles nichts: Das Skript ist so müde zusammengepuzzelt, witzlos und bemüht, daß halt nur ein witzloser und bemühter Film dabei herauskommen kann.



I-SEE-YOU.COM: Das hier ist doch mal was: Eine Komödie, die in ihrer Witzlosigkeit fast schon als kritischer Beitrag eingestuft werden könnte. Ein Teenager installiert im Haus seiner Familie diverse Webcams, und die intimen Einblicke ins Familienleben geraten zum Hit im Internet. Nachdem die unwissentlich bei Sex, Toilettengang, Masturbation und langweiligem Frühstück gefilmten Familienmitglieder Wind von der Sache kriegen, führen sie den "Spaß" als Großinszenierung fort, um ordentlich Kohle zu verdienen. Ich schätze, irgendwo verstecken sich witzige Möglichkeiten in dieser Geschichte - nur nicht in diesem Film. So waren Beau Bridges, Rosanna Arquette und Shiri Appleby sicherlich auch eher vom Potential der Idee als von der tatsächlichen Ausführung begeistert genug, um hier mitzumachen. Der Anfang quält sich (oder uns) durch verschiedene Sexwitzchen (die da so ablaufen: Hihi, da hat wer Sex!), aber wenn dann der Familienpapa lachend die Website weiterführen will, auf der Millionen Menschen seine 18jährige Tochter nackt masturbieren gesehen haben, wird's richtig unangenehm. (Die Schauspielerin dazu heißt übrigens Baelyn Neff und ist, unerquickliche Handlung mal beiseite, durchaus ein, zwei Blicke wert.) Vielleicht will Autor & Regisseur Eric Steven Stahl etwas zum Verlust der Privatsphäre, zum Internet als nur vermeintlich privater, aber in Wahrheit vollständig öffentlicher Raum, oder zu Reality-Shows oder zum Zynismus unserer Zeit etwas sagen - aber wenn ja, dann was genau?



BLIND WEDDING. Ui, was für ein kunterbunter, abstruser, alberner, beknackter und dann doch eigentlich liebenswerter Klamauk! Jason Biggs, dessen Freundin bei seinem Heiratsantrag an Herzversagen stirbt, macht quasi spaßeshalber ein Jahr später einer völlig fremden Kellnerin (Isla Fisher, die durchgeknallte Schwester aus den WEDDING CRASHERS) einen Heiratsantrag - und die sagt ja. Biggs spielt ja den peinlich berührten Tolpatsch wie kein zweiter - das kennt man schon aus so ziemlich allen anderen Filmen, die er gemacht hat - aber Fisher hat einen unglaublich mitreißenden Charme, der viel rausreißt. Da macht's eigentlich nichts, daß das Verhalten der Figuren nicht immer ganz nachvollziehbar ist und im Laufe des Films auch immer abstruser wird - irgendwo inmitten des merkwürdigen Humors verbirgt sich eigentlich ein sehr knuffiger, süßer Film. Und außerdem ist dieser wunderbare Song auf dem Soundtrack, in den ich mich prompt verliebt habe:



"Inches & Falling" von The Format heißt der Song, und das Video ist ebenso knuffig wie der Song.



SCHLAGZEILEN. Schon zigfach gesehen, diesmal mit Herrn Schwarz - einer meiner absoluten Lieblingsfilme, würde ich sagen. Eine mit enorm vielen Details gefüllte Ensemblestory über einen Tag in der Redaktion einer Tageszeitung - mit Michael Keaton, Randy Quaid, Marisa Tomei, Robert Duvall, Glenn Close, und sogar Geoffrey Owens (Alvin aus der COSBY SHOW). Starkes Tempo, grandiose Mischung aus Komik und Drama, alles fühlt sich sehr echt an und bietet selbst beim x-ten Ansehen noch neue Aspekte. Vermutlich Keatons beste Rolle - man sieht ihm hier dauernd beim Denken unter Adrenalin zu - und auch Duvall ist in bester Form. Größter Lacher? "My doctor found nicotine in my urine", beschwert sich ein ständig sudernder Reporter beim zigarrequalmenden Chef Duvall - der erwidert: "Then leave your dick out of my ashtray".



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Technik ist den Menschen ja ganz selten geheuer. Ominöse Kästen arbeiten auf simplen Knopfdruck wie mit Hexenmagie und geben dabei verstörende Geräusche und manchmal sogar Worte von sich. Urplötzlich klingelt das Telefon und Computerstimmen betteln um Kontoinformationen. Das eigene Auto weiß auf einmal besser, wo man langfahren sollte, als man selbst. Wenn schon die Technik stets furchteinflößend ist, dann sind es deren Hersteller natürlich umso mehr: Wie umtriebige Schwarzmagier basteln die an Geräten, die uns vermeintlich helfen sollen, aber vielleicht wollen die ja etwas ganz anderes? Meine Dateien öffnen? Mein Haus leerfuttern? Die Katze per Fernsteuerung entführen und Lösegeld erpressen?

Das Mißtrauen gegenüber moderner Technik nährt seit längerer Zeit ein schönes cineastisches Subgenre: Den Techno-Thriller. Hier ist der futuristischen Technik nicht nur alles zuzutrauen, sie ist auch tatsächlich zu all diesen schlimmen Dingen fähig, und von Verschwörungsgedanken angefeuert entspinnen sich feine, paranoide Geschichten, in denen der Mensch ganz ohne Strom dann doch wieder am besten auf dem Planeten aufgehoben wäre. Manchmal resultiert ein solcher Techno-Thriller in einer meisterlichen und stets aktuell bleibenden Utopie der Machtlosigkeit (WARGAMES von 1983), manchmal greift ein solcher Film einfach die endlos scheinenden Möglichkeiten aktueller Entwicklungen auf (TRON von 1982). Mitunter kommt aber auch leidlich unterhaltsames Fastfood-Kino wie STARTUP (Original: ANTITRUST) heraus, bei dem man einfach möglichst wenig über den tatsächlichen Inhalt nachdenken sollte.


Von allen Momenten, die Handlung von STARTUP wiederzugeben, ist dieser hier wohl der geeignetste. Also: Der blitzgescheite Computerprofi Milo will mit ein paar Freunden eine kleine Firma gründen, wo sie Software für freie Verwendung (also: OpenSource) entwickeln und somit das Monopol des Microsoft nicht ganz unähnlichen Giganten NURV und dessen Chefs Gary Winston (Tim Robbins) bekämpfen wollen. Winston wirbt Milo (Ryan Phillippe) mitsamt seiner Freundin (Claire Forlani) aber per jovialer Demonstration seiner progressiven Firma ab, damit der an einem neuen Kommunikationssystem namens Synapse arbeitet, für das NURV zwar schon ein Release-Date, aber noch keinen rechten Plan hat. Dummerweise stolpert Milo recht flott über finstere Machenschaften bei NURV, mit denen deren Vormachtstellung am Markt gesichert wird: Die Firma überwacht Computerhacker, klaut dann deren Code und beseitigt die Hacker dann unauffällig. Also mal ganz knapp: Gute gegen böse Hacker. Jaja.

Gleich von Anfang an trüben ein paar Details die Glaubwürdigkeit des Films. Schwergeniale Computergeeks sehen selten aus, als wären sie Mitglieder der UCLA-Volleyballmannschaft. Schwergeniale Computergeeks haben auch keine Freundinnen. Und selbst wenn sie welche haben, sehen die nicht so aus wie Claire Forlani.


Vergessen wir einmal für einen Augenblick die Tatsache, daß es unsagbar schwer ist, Codebrocken von verschiedenen Programmierern einfach aneinanderzustückeln und zu einem lauffähigen Programm zu machen, oder daß der NURV-Mensch, der den Code klaut, so brillant sein muß, auf einen schnellen Blick einen genialen Code zu erkennen, der ein bislang ungelöstes technisches Problem überbrückt, aber gleichzeitig nicht in der Lage ist, diesen Code auch nur annähernd selber zu schreiben. Wenn die Programmierer, von denen NURV den Code klaut, an die Open-Source-Philosophie glauben, warum muß man ihnen den Code dann überhaupt klauen und diese Programmierer ermorden? Es wäre legal, den Code zu verwenden! Und warum werden diese Morde eigentlich in eigenen Videoclips irgendwo auf dem Server gespeichert? Schaut der Firmenchef sich die einmal im Jahr als Jahresretrospektive an?

Nicht ganz einsichtig auch das Synapse-System, an dem gearbeitet wird, und das angeblich alle Kommunikationsgeräte auf der Welt verbindet - PCs, Handys, Fernseher. Man kann dann Audio- und Videodaten über diese Geräte verschicken - na schön, vielleicht hat das 2000 noch aufregend geklungen, als noch nicht jedes Null-Euro-Handy eine eingebaute Videokamera hatte. Aber potzblitz: Synapse ermöglicht es tatsächlich, daß alle Geräte auch zu diesem Zwecke verwendet werden können - wer also noch so ein klobiges 90'er-Jahre-Handy hat, das keine mp3s abspielen kann und bei kleinen Pixelanimationen grausam scheppert, kriegt offenbar per Synapse das Hardwareupdate gleich mitgefunkt.


Nachdem Milo nun auf die Mordbeweise gestossen ist, heckt er einen Plan aus, wie er diese Videos der ganzen Welt auf einmal zugänglich machen kann. Total genial: Er stellt das Synapse-System fertig und schickt über den NURV-Satelliten das Video um die Welt. Er hätte das Video natürlich auch einfach ins Internet stellen können, aber dann hätten ihn die brutalen NURV-Schläger nicht so nervenaufreibend verfolgen können. Apropos nervenaufreibend: Die Inszenierung ist der festen Ansicht, daß Spannung deutlich gemacht werden muß, und so resultiert ein Schlüsselsatz von Winston, anhand dessen Milo erkennt, daß er in die Hackermorde verwickelt ist, in einer tripähnlichen Sequenz, in der Flashbacks und Farben und ein Vertigo-Effekt in Stakkatogeschwindigkeit zusammeneditiert werden. Man hätte das "aha"-Erlebnis der 10 Minuten auseinanderliegenden Sätze ja sonst vielleicht verpassen können.

Aber gut, seien wir mal nicht allzu miesepetrig. STARTUP kann schon durchaus Spaß machen (wenn man, wie man es bei allen Filmen tun sollte, sämtliche Computerkenntnisse mal einfach ignoriert). Es gibt ein paar hübsche Wendungen im Plot, der oberflächlich gesehen auch durchaus unterhaltsam und spannend ist. Ebenso angenehm ist es ja, daß die Computerwelt nur aus schönen, ansehnlichen Menschen besteht, und Tim Robbins hat sichtlich Spaß in seiner Bill-Gates-Rolle. Oh, schade, jetzt ist das Popcorn alle.





Startup (USA 2001)
Originaltitel: Antitrust
Regie: Peter Howitt
Drehbuch: Howard Franklin
Kamera: John Bailey
Filmmusik: Don Davis
Darsteller: Ryan Phillippe, Claire Forlani, Rachael Leigh Cook, Tim Robbins, Richard Roundtree
FSK: 12


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Ein paar kurze Gedanken zu den Filmen, die ich zuletzt gesehen habe ...


KRABAT. Den habe ich im Kino gesehen, und zwar während des wunderbaren, spannenden, wohltuenden Berlin-Wochenendes, um das es in diesem Eintrag überhaupt nicht gehen soll. KRABAT ist die Verfilmung eines sehr bekannten Ottfried-Preußler-Buches, das mir bisher völlig ungeläufig war (ich kenne nur die Preußlersche Dreifaltigkeit: Hexe, Räuber und Gespenst) und das ich mir nach Ansehen dieser Verfilmung nun auch nicht mehr durchlesen werde. Die Story spielt während des 30jährigen Krieges, aber der ist eigentlich völlig irrelevant - es geht um eine Gruppe von Gesellen in einer abgelegenen Mühle, die bei einem gruseligen alten Meister schwarze Magie lernen. Marco Kreuzpaintner (Regisseur von SOMMERSTURM, der mir ebensowenig gefiel) inszeniert alles in fantastischen Bildern - vor allem für eine deutsche Produktion schwer beeindruckend - aber völlig schwerfällig und aufgesetzt. Selbst Daniel Brühl, ansonsten ja mühelos einer unserer Besten, sieht man in jeder Szene nur beim ganz offensichtlichen Schauspielen zu. Irgendwo tauchen Soldaten auf, mit denen gekämpft wird, und dann glaubt Kreuzpaintner auf einmal, er sei Ridley Scott, und läßt die Bilder kantig ruckeln und schneidet wie Edward und läßt die bösen Menschen beim Herunterfallen vom Pferd kurz in Zeitlupe einfrieren, als wär's ein Werbespot. Und mal ehrlich: Wenn ich jemals einen Satz wie "Du also bist der Freund, den mir Tonda vorhergesagt hat" schreiben sollte und einen Erzähler dröge Überflüssigkeiten wie "Die Stille war gespenstisch" (als würde diese Erwähnung in einem Film die Stille tatsächlich gespenstisch machen!) von sich geben lasse, dann sagt mir bitte, daß die Finanzierung restlos gestrichen wurde.



QUANTUM OF SOLACE. Ebenso in Berlin gesehen, und ebenso mit Mike zusammen geschaut, der schon in den ersten paar Minuten - einer atemberaubenden, beeindruckenden Autoverfolgungsjagd - genauso wie ich mitgegangen ist. Viele Leute ärgern sich ja über den Film, weil die Bond-typischen Elemente fast völlig wegreduziert wurden, aber mich - der ich selbst den größten Bond-Unfug wie MOONRAKER noch mit Freude mehrfach sehen und vehement verteidigen kann - hat's gar nicht gestört: Der "neue Realismus" bringt frischen Wind in die Reihe, und Craig ist nach dem Herrenausstatter Pierce Brosnan endlich mal ein Darsteller, dem man sowohl den kaltblütigen Killer wie auch den weltmännischen Gentleman abnimmt. Es gibt mehrere große Actionsequenzen, die allesamt mitreißend inszeniert sind, und man hat wahrlich das Gefühl, daß Bond - der selbst 2002 noch wie ein Sechziger-Relikt wirkte, wo sich die Welt noch in Gut, Böse und Schön unterteilte - nun wahrlich im Hier und Jetzt plaziert ist; in einer Welt, wo Geheimdienste Mafia-ähnlichen Organisationen eher hilflos gegenüberstehen, wo sich private (= wirtschaftliche) und politische Interessen vermengen, und wo der Schurke kein megalomanischer Weltbeherrschungsfanat oder ideologisch motivierter Mensch ist, sondern ein eigentlich unscheinbarer blasser Großganove, der halt schlichtweg auf seinen eigenen finanziellen Vorteil bedacht ist. Ich bin wirklich gespannt, was als nächstes kommt!



DIE CASTING COUCH. Tja, Genzel guckt nicht nur großes Kino, sondern auch billiges Dodelzeugs. Thomas Ian Nicholas (der wird billig) gründet mitsamt zwei seiner Kumpels eine falsche Casting-Agentur, um fesche Frauen kennenzulernen. Hey, eine Konzeptkomödie! Sie läßt sich in einem Satz niederschreiben! Wenigstens waren auch ein paar Lacher drin - zum Beispiel der superspulige Glen, der das klingelnde Telefon einfach nur abhebt, aber nichts sagt, denn: "Did the phone stop ringing on your end? Then you can assume that somebody answered it." Aber hey, es klebt der "National Lampoon"-Sticker auf der Cheapo-Produktion, und das ist seit den Neunzigern ja eigentlich eher ein Warnsignal für Leute, die nicht gerade so einen ausgeprägten schlechten Geschmack (verbunden mit einem schnell erheiterten schlichten Gemüt) wie ich haben. Immerhin habe ich nicht nur gelernt, daß es "Brrrrronski" heißt, wenn man sein Gesicht zwischen den üppigen Brüsten einer Frau vergräbt und dann prustend den Kopf hin- und herschüttelt - ich weiß jetzt auch, daß Frauen sowas total mögen. Nicole Eggert ist auch drin, und ein paar Punkte gibt's für die supersympathische Jenny Mollen, die vielleicht Sandy in HOLD YOUR BREATH sein könnte ...


IT'S A BOY GIRL THING: Noch mehr ganz leichte Kost, aber diesmal fein gemachte - zumindest, wenn man wie ich Bodyswitch- und Gender-Bender-Komödien mag. Klar, daß der Highschool-Footballspieler und die benachbarte (eigentlich schnuckelige) Bücherwurm-Streberin Körper tauschen, ist wenig originell, und da sie sich überhaupt nicht ausstehen können, weiß man auch, wie die Geschichte ausgehen wird ... aber wie es halt so ist bei solchen Genrestreifen: Es kommt drauf an, ob die Blaupause mit Witz und Charme ausgefüllt wurde. Samaire Armstrong spielt den Jungen im Frauenkörper nicht unbedingt subtil, aber dafür liebenswert, und die Sache macht durchweg ganz einfach Spaß. Auch wenn's hinterher nicht viel dazu zu sagen gibt.



THE MOTHMAN PROPHECIES. Den habe ich ja eigentlich schon eine ganze Zeitlang im Auge, obwohl Richard Gere (grusel) mitspielt - aber dafür ist er von Mark Pellington, der auch den meisterlichen ARLINGTON ROAD inszeniert hat. Der Mottenmann basiert auf einem Buch, das über einen angeblich wahren Vorfall berichtet - eine Häufung von merkwürdigen Sichtungen einer mottenähnlichen Figur in einer Kleinstadt namens Point Pleasant in den Sechzigern, die der Legende nach Unheil verkündet. Nachdem mehrere Leute mehrfach dieses Wesen gesehen haben wollen, geschah dann auch ein tragisches Unglück in der Stadt, bei der viele Menschen ums Leben kamen. (Notiz an mich selbst: Buch beschaffen. Spannendes Thema!) Also ... uaaaah, war das unheimlich. Ehrlich. Die Musik von tomandandy (die auch den fiesen, effektiven Score für das THE HILLS HAVE EYES-Remake gemacht haben) allein ist eine unglaublich nervenzerrende Ambient-Untermalung, und die Bilder, die Pellington dazu schafft, tun ihr Übriges. Es passiert über weite Strecken nicht viel - es geht viel mehr um Suggestion und Stimmung als um einen zielstrebig voranschreitenden Plot - was auch der Grund dafür sein könnte, daß der Film im Kino und bei der Kritik nicht sehr gut ankam. Der Schluß ist dann ein wenig zu greifbar und eigentlich auch etwas unbefriedigend, aber zumindest holt er die bedrückende Stimmung wieder auf ein gesundes Maß herunter und funktioniert somit durchaus. Und Gere macht sich sogar richtig gut in der ganzen Sache (neben Laura Linney und Will Patton). Trotz Schwächen schwer empfehlenswert.




ZOOLANDER. Natürlich schon icksmal gesehen und jedesmal auf's Neue fröhlich gegluckst bei diesem wunderbar abgedrehten Anarcho-Schwachsinn. Aber diesmal war's ein historischer Tag: Kollege Schwarz, der sich seit ungefähr zwei Jahren standhaft weigert, den Film zu sehen, hat mitgeschaut und tatsächlich gelacht. "Der ist eh witzig", konstatierte er danach, als wolle er mich jetzt dazu überreden. Bestimmt arbeitet Herr Schwarz jetzt auch an einem neuen Look für seine Show und tritt gegen die schlimmen Songwriter-Konkurrenten in einem von zufällig anwesender Prominenz moderierten Duplicate-Elaborate-Duell an. Zack!


DER WOLFSMENSCH. Und weiter geht's mit den klassischen Universal-Monstern. Dieser Film mit Lon Chaney Jr. als Werwolf aus dem Jahre 1941 ist nicht der erste Werwolf-Film - diser Status gebührt WEREWOLF OF LONDON von 1935. Aber dieser hier ist für den Großteil des "Wissens" verantwortlich, das wir über Werwölfe haben: Die Verwandlung bei Mondschein, die Verwundbarkeit durch Silberkugeln, und so weiter. Interessante Erwähnung in der Doku: Da der Werwolf sein nächstes Opfer dadurch erkennen kann, daß er auf dessen Handfläche eine Art Pentagramm sieht, wird eine gedankliche Parallele zum Dritten Reich gesponnen, aus dem Drehbuchautor Curt Siodmak nach Hollywood geflüchtet war. Neben Chaney - der ein wenig steif spielt, aber einem dafür in seinem tragischen Schicksal auch wirklich leid tut - spielen Claude Rains (den ich immer mehr zu schätzen lerne) und Bela Lugosi (leider nur in einem kleinen Auftritt - und ich habe immer noch nicht herausgefunden, ob Lugosi ein guter Schauspieler ist oder nicht). Wunderbare Stimmung, interessante Bilder - der 67 Jahre alte Streifen vermag durchaus noch zu fesseln, auch wenn er natürlich nicht mehr gruselig ist und das Werwolf-Makeup eher knuffig aussieht.


 


KING KONG. Und zwar der aus dem Jahre 1976. Ich weiß, ich weiß: Der von 1933 ist der Klassiker (den ich unverzeihlicherweise noch nie gesehen habe), und der von Peter Jackson ist der hyperdrüberüberwahnsinnig tolle geniale bildgewaltige Brocken Superkino, den Jackson ja immer so abliefert, selbst wenn er nur mal die Kamera an seinem Handy antestet (nein, ich habe auch seine Version noch nie gesehen). Die hier ist meine: Die habe ich nämlich als Kind gesehen und geliebt. Damals hat es mir natürlich noch nichts bedeutet, daß Jeff Bridges die Hauptrolle spielt (dem man einfach bei allem mit Freude zusehen kann), oder daß in Nebenrollen Charles Grodin (der selbst als schmieriger Großkapitalist irgendwie zum Grinsen anregt) und René Auberjonois zu sehen sind. Immerhin habe ich mir schon damals Jessica Lange gemerkt - vermutlich, weil meine Eltern irgendwas zu ihr erzählt haben. Die Effekte dieser De Laurentiis-Produktion mögen heute ein wenig angestaubt sein (offensichtliche Bluescreen-Effekte, ein noch offensichtlicherer Mann im Gorillakostüm - der sich flott hinter einem Hochhaus versteckt, um den herumfliegenden Suchhelikoptern zu entgehen - und einige Probleme mit den Größenverhältnissen), aber hey, was kümmert's mich. Die Geschichte funktioniert immer noch fein, die "Beziehung" zwischen Jessica Lange und Kong ist ein schönes Element, und der tragische Aspekt dieses Monsters ist immer noch gut herausgearbeitet. Mein Kong! Uaaah!

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Ein solides, aber weitesgehend überraschungsfreies Unterfangen der christlichen Rocker.

Es ist wohl das Schicksal der meisten Rockbands, daß sie über die Jahre hinweg gefälliger und formatfreundlicher werden. Unter der Phrase "besseres Songwriting" verbirgt sich ja stets eine Konzentration auf konventionellere Strukturen, unter dem Wort "gereift" ist zu oft nur eine Mäßigung zu verstehen, mit der das Altbekannte ohne das frühere Feuer aufbereitet wird. WHEN ANGELS & SERPENTS DANCE, das fünfte Album der christlich angehauchten (ehemals Nu-, jetzt vielleicht Alternative)-Metal-Gruppe P.O.D. - oder das siebte, wenn man die frühen Independent-Releases hinzurechnet - ist trotz Wiederkehr des früheren Gitarristen Marcos Curiel und somit erstmals seit dem '01er-Album SATELLITE reformierter Originalbesetzung eine weitesgehend harmlose, professionell und sauber eingespielte Angelegenheit, die auf gröbere Aufregungen großteils verzichtet.

Nun ist die Mischung aus Heavy-Gitarren, donnerndem Rock und chilligem, melodischem Reggae ja eigentlich eine reizvolle Angelegenheit - und die Band schüttelt nach wie vor ohrenschmeichelnde Songs aus dem Ärmel, die sich schnell im Kopf festsetzen. Die Melodien sind catchy, wie man so schön sagt, und der Rhythmus großteils mid-tempo, aber durchaus mitreißend. Wo liegt also das Problem? Vielleicht darin, daß man schon beim ersten Song "Addicted" stets den Refrain zur 7 Jahre alten Single "Alive" mitsingen möchte. Oder darin, daß "Shine with Me" und "Condescending" perfekte Arbeiten sind, die völlig überraschungsfrei bleiben, sofern man seit 1999 auch nur eine Handvoll P.O.D-Songs gehört hat. Vielleicht auch darin, daß die Akustikgitarren-und-Streicher-Ballade "Tell Me Why" recht anbiedernd klingt und mit der, hüstel, Message ein wenig plump aufträgt ("Tell me why? / Why must we fight? / And why must we kill in the name of what we think is right? / No more! No war!"). Unvorhergesehenes (oder wäre das Unvorhergehörtes?) wird eher selten geboten: zum Beispiel in einer plötzlichen Hardcore-Attacke auf "Kaliforn-Eye-A" mit Suicidal-Tendencies-Frontmann Mike Muir, oder in dem kantig-harten "God Forbid" mit Page Hamilton von Helmet, oder auch in dem Gitarrensolo auf dem letzten Track, "Rise Against", wo plötzlich munter mit dem Effektgerät gespielt wird.

Aber gut, seien wir mal nicht ungnädig. P.O.D.-Fans werden mit WHEN ANGELS & SERPENTS DANCE sicherlich exakt das bekommen, was sie wollen - und alle anderen hören ein fein produziertes Album ohne Aussetzer, auf dem viele Songs durchaus gefallen können. Kann ja nicht immer jede CD gleich bahnbrechend sein.






Dieser Text erschien zuerst am 19.11.2008 bei meinSalzburg/Salzburger Nachrichten.

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Nonnen der Oper, Phantome auf der Flucht! Bei Amazon schmeißen sie schon seit einiger Zeit superbillige DVDs aus dem Lager, von denen die meisten auch aus sehr gutem Grunde nichts kosten. Ein paar schöne Schnäppchen kriegt man aber immer wieder, und drum konnte ich mich Donnerstag über DVDs zu NONNEN AUF DER FLUCHT (mit Eric Idle), DIE SIEGER (mit Kevin Costner) und der Grunge-Doku HYPE! freuen, allesamt um knapp drei Kronen. Zack!


NONNEN AUF DER FLUCHT ist einer von diesen Streifen, die ganz amüsant sind und recht unterhaltsam und letzten Endes völlig belanglos und unwichtig. Eric Idle und Robbie Coltrane befinden sich als Kleinganoven mit zwei großen Geldkoffern auf der Flucht vor ihrem ehemaligen Auftraggeber und der chinesischen Mafia und müssen sich als Nonnen verkleidet in einem Kloster verstecken. Jup, der Film ist ungefähr so grandios, wie es die Inhaltsangabe erahnen läßt (und die Erinnerung an die letzten beiden Male Ansehen bestätigt). Idle und Coltrane geben natürlich zu keiner Sekunde auch nur im Entferntesten glaubwürdige Frauen ab, die Witze sind teils amüsant, teils müde, die Handlung bietet halt sehr viel Obligatorisches - Flucht vor Gangstern! Verdachtsmomente! - aber offenbar hatten die Beiden Spaß an der Arbeit. Camille Coduri hat einige amüsante Momente als superkurzsichtige Freundin von Eric Idle, die restlichen Darsteller mühen sich halt mit den üblichen funktional gehaltenen Figuren ab. Was soll's, immerhin ist der Film von Jonathan Lynn, der einen meiner persönlichen Favoriten (SGT. BILKO) inszeniert hat und außerdem mit MEIN VETTER WINNIE einen weiteren urkomischen Film auf dem CV hat - also sagen wir doch einfach mal: Für 3 Euro ist er nett zu haben und kann in ungefähr 5 Jahren wieder mal begutachtet werden.


Eine der schönsten Anschaffungen der letzten Zeit ist die Universal Monster Legacy Collection, in der 18 Filme aus der ersten großen Ära des Horrorfilms (und danach) zu finden sind. Ein schmuckes Stück, das mit Büsten von Karloff (Frankenstein), Lugosi (Dracula) und Chaney (Wolfsmensch) aufwartet, massig Audiokommentare und Dokumentationen zu den wichtigsten Werken bietet, und außerdem diverse Fortsetzungen beinhaltet (DRACULAS TOCHTER usw.), die einzeln nicht erhältlich sind. Kurzum: Ein schönes Stück Filmgeschichte.

Als dritten Film aus der Box (nach DIE MUMIE und FRANKENSTEIN) habe ich mir also Donnerstag PHANTOM DER OPER mit Claude Rains angesehen, der mit Baujahr 1943 dem Großteil der anderen Filme schon recht modern gegenübersteht. In ganz bunten Technicolor-Farben (die wie gehabt stets unecht aussehen) huscht hier also Rains als verrückt gewordener Musiker durch das Opernhaus, um seine große Liebe, eine aufstrebende Sängerin, zu Ruhm und Ehren zu bringen. Das macht er natürlich nicht mit wohlfeil formulierter Pressearbeit, sondern mit Mord an der Konkurrenz. Es wird - welch Überraschung - extrem viel gesungen, und dies wie in vielen US-Operndarstellungen schwer bombastisch, aber Rains ist wunderbar in seinem Part; die Kabbeleien des Inspektors und des Opernsängers, die beide um besagte Sängerin buhlen, sind sehr unterhaltsam; das Finale ist aufwendig und aufregend inszeniert; und die Bilder der Katakomben unterhalb des Opernhauses sind beeindruckend. Alles in allem: Lohnenswert!

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Von der Website The Onion:

Black Man Given Nation's Worst Job
November 5, 2008 | Issue 44•45

WASHINGTON—African-American man Barack Obama, 47, was given the least-desirable job in the entire country Tuesday when he was elected president of the United States of America. In his new high-stress, low-reward position, Obama will be charged with such tasks as completely overhauling the nation's broken-down economy, repairing the crumbling infrastructure, and generally having to please more than 300 million Americans and cater to their every whim on a daily basis. As part of his duties, the black man will have to spend four to eight years cleaning up the messes other people left behind. The job comes with such intense scrutiny and so certain a guarantee of failure that only one other person even bothered applying for it. Said scholar and activist Mark L. Denton, "It just goes to show you that, in this country, a black man still can't catch a break."

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Genzel trinkt!
Ich schau' mir ja total gern Dodelcomedies an. Ach, das wußtet ihr schon? Na dann. So hab' ich mir also gestern BIERFEST gegeben, der von der fünfköpfigen amerikanischen Komikertruppe Broken Lizard ... inszeniert? verbrochen? geschaffen? ... wurde. Was erwartet man bei einem Titel wie BIERFEST (im Original ebenso BEERFEST)? Na klar: Schwerste intellektuelle Unterhaltung. Und das gibt's denn auch mal. Zwei amerikanische Brüder kommen nach München, um die Asche ihres Großvaters (Donald Sutherland!!) auf der Theresienwiese zu verstreuen, und geraten in die geheimen Keller unterhalb des Oktoberfests, wo fiese Deutsche bei einem FIGHT-CLUB-ähnlichen Bierfest die Teams anderer Nationen unter den Tisch saufen. Anführer der Deutschen ist übrigens Jürgen Prochnow, im Team der Deutschen trinkt Ralf Moeller mit. Und natürlich wird überall wundervolles, teils sinnfreies Denglisch gesprochen, alle Deutschland-Klischées werden genüßlich zelebriert, ein paar blanke Möpse hüpfen über den Schirm, ein Herr Schniedelwichsen wird wegen Verrats erschossen, und es wird gesoffen bis zum bitteren Ende, unter anderem aus einem Bierstiefel ("das boot", haha).

Nach der Niederlage ziehen sich die Amerikaner zurück und trainieren fürs nächste Jahr (ihr bester Mann ist ein alter College-Kumpel, der jetzt auf dem Straßenstrich Teile seiner Anatomie für einen Dollar herzeigt), während die Deutschen mit dem U-Boot in Colorado anrücken, um eine geheime Bierformel zu klauen. Eine Hauptfigur stirbt ganz unversehens, wird beerdigt, und dann kommt derselbe Schauspieler als Zwillingsbruder und bittet darum, mit demselben Namen angesprochen zu werden - genau, wenn schon absurd, dann mal so richtig. Der Humor ist größtenteils schwer bierselig, oft sehr tief, mitunter sehr witzig, Cloris Leachman (Frau Blücher!) läuft im Dirndl herum und erzählt Anzüglichkeiten, und zum Schluß gibt Willie Nelson dann noch beim Kiffen einen Witz zum Besten: Der Vater erwischt seinen Sohn beim Masturbieren und sagt: "Du weißt doch, daß man davon blind wird". Der Junge erwidert: "Papa, ich bin hier drüben". Prost!
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Außerdem witzig: Dieser Werbeclip mit Günther Brenner, der dank zahlreicher Besuche von Schlaflos-Aufführungen und sehr herzlichem Enthusiasmus quasi schon zur Ghost-Light-Familie gehört (obwohl er in noch keinem meiner Filme aufgetaucht ist - ein Umstand, den ich bei Gelegenheit zu beheben gedenke):



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