August 2008
Wir erinnern uns: Als Peter L., der junge Trashfilmschüler der zwölften Kammer, das letzte Mal obskures Material in Genzel Manor vorgeführt hat, durften wir DIE RACHE DER BONZEKÄMPFER bestaunen, der auch Wochen später noch für hysterisches Kichern sorgt bei jedem Versuch, die Handlung auch nur annähernd zu begreifen oder gar wiederzugeben ("Warum haben die gefürchteten Reiter keine Pferde?"). Beim gestrigen Besuch in meinem Schundlabor brachte Peter nun einen Tierhorrorfilm namens DIE FRÖSCHE mit, auf dessen Cover ein gigantischer Frosch mit abgebissener Menschenhand im Maul prangt, was ich natürlich kein bisschen verwunderlich finde, da ich nicht Biologie studiert habe und mich also dementsprechend auch gar nicht frage, wie Frösche denn überhaupt irgendwelche menschlichen Körperteile abknabbern können. (Eine kurze Google-Suche verrät mir, dass die meisten Froscharten Zähne im Oberkiefer haben. Probiert mal, ohne Unterkiefer euer Schnitzel zu kauen.)


Wo waren wir? Ach ja! Der Film beginnt mit dem Fotoreporter Smith, von dem in der deutschsprachigen Fassung jeder glaubt, dass man ihn "Smiß" nennen müsste. Smith wird gespielt vom jungen Sam Elliott und fotografiert in irgendwelchen Sümpfen die Vegetation und herumliegenden Müll. Vermutlich sollen die im Wasser schwimmenden Abfälle schwerste Umweltverschmutzung suggerieren, aber leider sieht es nur so aus, als hätte jemand nach dem Dschungelpicknick seine McDonald's-Tüten liegenlassen.

Smith und sein Kanu werden flott nach dem Vorspann von zwei motorbootfahrenden Leuten niedergemäht, von denen der eine (finstermienig, recht betrunken) am Steuer kurbelt und die andere (blond, zuviel Kleidung) Smith zur Wiedergutmachung zu ihrer Familienfeier auf ihrem Sumpfanwesen einlädt. Dort hat sich die gesamte Blase auch schon versammelt, um den Geburtstag ihres Großpapas zu feiern. Richtige Feststimmung will aber gar nicht aufkommen, weil so viele Frösche um das Anwesen herum versammelt sind und das Quakkonzert den Anwesenden die Nachtruhe raubt. Abgesehen natürlich mal davon, dass nacheinander die Familienmitglieder dem im Sumpf hausenden Viehzeugs zum Opfer fallen. Ganz ominös klebt schon am ersten Abend ein dicker Frosch an der Scheibe der Villa, was natürlich sehr gruselig aussieht. Ich verstehe nicht, warum Peter da gelacht hat.


Überhaupt arbeitet der Film sehr geschickt mit seinen Tieraufnahmen: Nehmen wir mal an, der Film hieße "Die Schnecken" oder "Die Kampfhühner" oder "Angriff der Schmetterlinge", dann fänden wir die ganzen Einstellungen von finster am Boden herumkrauchenden Fröschen gar nicht unheimlich. Wenn ein Film aber nun schon einmal "Die Frösche" heißt, dann ahnt man doch gar Schreckliches, wenn sich die grünen Hüpfer über die Wiesen bewegen. Schnell schält sich heraus, dass es offenbar zwei Oberfrösche gibt, die immer nebeneinander sitzen und total böse schauen (so böse Frösche eben schauen können ohne teures schauspielerisches Coaching), und viele kleinere Frösche, die von den Obernazifröschen offenbar telepathisch herumkommandiert werden. Übrigens handelt es sich bei den meisten Tieren nicht um Frösche, sondern um Kröten, und das Internetz verrät mir, dass Kröten überhaupt keine Zähne haben. Wem die vier bis fünf springenden Finsterfrösche also zu unheimlich werden, den können wir schnell beruhigen: Alles nur Film!

Es stellt sich flott heraus, dass die Frösche zwar offenbar die Drahtzieher der Racheaktion an den in ihrem Sumpf hausenden Menschen sind, aber anderes Kroppzeugs die Schmutzarbeit machen lassen. Ein Mann mit Jeep, der Michael heißt (wenn Figuren namens Michael Auto fahren, erwarte ich immer, dass sie auch mit ihrer Armbanduhr reden und gelegentlich "Hilf mir, Kumpel" sagen), wird von sinistren Spinnen angegriffen, woraufhin er stolpert und sich selbst ins Bein schießt. Ein anderes Familienmitglied wird von Eidechsen in einem Gewächshaus eingeschlossen (unsere Nachforschungen haben bislang noch nicht erklären können, wie die Eidechsen die Tür zum Gewächshaus haben schließen können – aber wir haben es mit eigenen Augen gesehen!). Dort schmeißt die Obereidechse dann große Flaschen mit Chemikalien zu Boden (die Flaschen sind hilfreich mit "Poison" beschriftet). Die Chemikalien vermischen sich, giftige Dämpfe steigen auf, der nette Mann erstickt, aber die Eidechsen kratzt das bisschen Qualm eigentlich gar nicht.



Während da nun also Schlangen, Krokodile, Vögel und anderes Gesocks die Cast verspachteln, haben wir ein wenig Zeit, über die Figurenkonstellationen zu reden. Da der Film altmodisch ist, hat die nette weiße Familie in ihrem großen Anwesen auch noch richtige schwarze Hausdiener. Ein Mann erklärt seiner Frau ihren Part in seinem Plan, die Millionen des Großvaters zu erben: "Du hältst die Klappe". Die attraktiveren weiblichen Mitglieder des, räusper, Ensembles weigern sich leider beharrlich, Kleidung zu verlieren. Dafür wird eine von ihnen auch von einer völlig bösartigen Schildkröte angefallen, die ja bekanntlich eines der widerlichsten und gefährlichsten Raubtiere ist.

Schade eigentlich, dass der Regisseur auf ein ganz offensichtliches Stilmittel weitestgehend verzichtet hat: Die Froschperspektive. Danke für den Hinweis, Peter. Und danke für den Film, der eigentlich nur noch unterhaltsamer hätte sein können, wenn die eingeblendeten Froschgeneräle Untertitel bekommen hätten: "Kompanie nach links! Kreis bilden! Aufreihen zum Anknabbern von arbeitslosen Schauspielern!"
 




Die Frösche (USA 1972)
Originaltitel: Frogs
Regie: George McCowan
Drehbuch: Robert Hutchison, Robert Blees
Kamera: Mario Tosi
Musik: Les Baxter
Darsteller: Ray Milland, Sam Elliott, Joan Van Ark
Länge: 86 Minuten
FSK: 16

 
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Ambient-Schulze

Klaus Schulze, deutscher Elektronikpionier, mit Dead-Can-Dance-Sängerin Lisa Gerrard und einem soliden, wenn auch nicht zwingenden Ambient-Album.

Klaus Schulze ist einer der wichtigsten deutschen Elektronik-Pioniere. Er spielte 1969 auf ELECTRONIC MEDITATION, dem allerersten Album der Gruppe Tangerine Dream, die mit ihren Klangexperimenten und hypnotischen Sequencer-Rhythmen nicht nur die elektronische Musik nachhaltig beeinflußten. Später veröffentlichte Schulze eine Reihe eigener Soloalben mit Namen wie IRRLICHT und CYBORG, deren Ambient-Musik wie bei Tangerine Dream mindestens so surrealistisch und unwirklich erschien wie die Albumcovers. Nicht selten dauerte ein Stück eine halbe Stunde und füllte eine ganze Plattenseite aus, und die Musik entfaltet sich dabei so langsam, daß man die Entwicklung nur dann ganz bewußt wahrnimmt, wenn man in ganz großen Schritten durch den Track springt. Auch wenn Schulzes Musik selten pompös klang - sie war eher dunkel, geheimnisvoll, deutete eher etwas Unausgesprochenes an als etwas deutlich zu zeichnen - so hat der bekennde Wagner-Liebhaber von seinem Vorbild doch das Epische geerbt: Stücke heißen "Bayreuth Return", einige Alben erschienen unter dem Pseudonym Richard Wahnfried. Natürlich komponierte und spielte Schulze auch jenseits der Siebziger eine große Anzahl von Alben ein, aber ein Pionier ist er schon lange nicht mehr.

Für sein aktuelles Doppelalbum FARSCAPE lud er Lisa Gerrard, die ehemalige Sängerin von Dead Can Dance, in sein Privatstudio in der Lüneburger Heide ein. Sechs Tage waren für die Produktion vorgesehen, aber das Duo komplettierte die Aufnahmen innerhalb von zwei Tagen: Eine Session für "Farscape I", die erste CD, und eine zweite für "Farscape II". 150 Minuten spielt also das komplette Album, das rudimentär in sieben Tracks unterteilt ist - "Liquid Coincidence", eins bis sieben - aber natürlich ist es nicht als Song-Kollektion zu verstehen, sondern als ein großes Stück.

Natürlich funktioniert Ambient nicht nach songbasierten Hörgewohnheiten: Ambient existiert außerhalb der Zeit, außerhalb von Strukturen. Im wahrsten Sinne des Wortes ist Ambient ein Klang- und Raum-Ambiente, wie ein Ort oder ein Bild, durch das man sich durchbewegt. Ambientkompositionen sind quasi Klangskulpturen, die bestimmte Eigenschaften aufweisen, und die Länge des Stückes gibt nur grob an, wie lange man sich der Skulptur widmet. Nicht bei allen Ambient-Stücken entwickelt sich etwas: Manche bleiben statisch, füllen einfach den Raum, bis er von den Stimmungen und Bildern durchzogen ist. Andere Tracks verschieben sich langsam, als würde man die Skulptur von einem anderen Blickwinkel aus betrachten, oder als würde sich im Raum unmerklich etwas verändern.

So ist denn auch FARSCAPE ein Klangteppich, der sich über den Raum legt. Flächige Synthesizersounds wechseln fast unmerklich mit rhythmischeren Sequencer-Texturen ab, und darüber schwebt Gerrards geheimnisvolle Stimme, ganz abstrakt, ohne Worte. Zum gezielten Zuhören mäandert das Album das natürlich zu sehr vor sich hin, zum Fallenlassen und Sich-Tragen-Lassen produziert die Musik interessante Bilder und mysteriöse Stimmungen. Wo man einsteigt oder ausblendet, bleibt einem selbst überlassen: Die Musik existiert einfach.

Schade nun eigentlich, daß wir dem Hörer, der jetzt vielleicht Ambient-neugierig geworden ist und sich mit der Musik auseinandersetzen mag, eine ganze Reihe von Alben viel eher ans Herz legen müssen als FARSCAPE. ZEIT von Tangerine Dream beispielsweise. IRRLICHT von Schulze selbst. Die Klassiker von Brian Eno. Oder die DISTILL-Compilation, die unter dem Divination-Logo veröffentlicht wurde. FARSCAPE ist ein solides Album und eine durchaus inspirierte Zusammenarbeit zwischen Schulze und Gerrard - und doch ein wenig zu esoterisch-luftig angehaucht, um wirklich ein starkes, auf Dauer faszinierendes Bild zu zeichnen.





Dieser Text erschien zuerst am 16.8.2008 bei meinSalzburg/Salzburger Nachrichten.

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Oh Mann. This really sucks.

Quer durchs Netz findet man heute morgen die Nachricht, daß Soul-Legende Isaac Hayes gestorben ist. Am 20. August wäre er 66 geworden; man hat ihn tot bei sich zu Hause aufgefunden, neben seinem Laufband liegend. Die Todesursache ist noch ungeklärt, aber es wird nicht vermutet, daß "foul play" im Spiel war.

In letzter Zeit kamen schon manchmal Nachrichten, nach denen Hayes' Gesundheit angeschlagen war. Im Musikexpress stand vor einiger Zeit ein kurzes Review eines Konzerts von ihm, wo er offenbar nach einem Schlaganfall (den seit Management dementierte) die Worte vergaß und in seinen Bewegungen eingeschränkt war. Unlängst saß er in einer Talkshow und hat offenbar ziemlich gestammelt und einige Fragen gar nicht verstanden - wieder wurde darauf getippt, daß durch einen Schlaganfall sein Sprachzentrum beeinträchtigt sei. Bei jeder solchen Nachricht kommen einem die Tränen.

Und jetzt ist er gestorben. Es kommt einem ganz plötzlich vor, auch wenn er vielleicht schon gesundheitlich angeschlagen war. 65 ist ja auch kein Alter! Aber bei Isaac Hayes ist es wie mit Freddie Mercury: Seine Musik ist so vital, kraftvoll und energiegeladen, daß man irgendwie das Gefühl hat, sie wären unsterblich. Zumindest in ihrer Musik sind sie das ja auch.

Isaac Hayes war eine absolute Legende, einer der einflußreichsten Soul-Musiker überhaupt. Er hat in den 60'ern zig Hits für Stax geschrieben und arrangiert, darunter "Hold On I'm Coming" von Sam & Dave. Dann hat er mit seinen übergroßen Arrangements, seiner wie selbstverständlichen Kombination aus Soul & Funk die Musik nachhaltig verändert. Seine tiefe Stimme hätte nicht mehr Soul haben können. 1971 gewann er dann für seinen Soundtrack zu SHAFT einen Oscar - ein episches Doppelalbum, das sich als wesentlich nachhaltiger als der Film gezeigt hat, obwohl der Streifen zwei Fortsetzungen und 2000 ein Remake fand (für den Hayes seinen Tophit "Theme from Shaft" auch wieder auflegen durfte). Und als wäre das alles nicht genug, hatte er eine erfolgreiche Karriere als Schauspieler - die meisten dürften sich als erstes an seinen Duke von New York in John Carpenters DIE KLAPPERSCHLANGE erinnern.

Ich habe Hayes entdeckt, weil ich mit 14 Jahren den zweiten SHAFT-Film gesehen habe, LIEBESGRÜSSE AUS PISTOLEN. Und ich wollte unbedingt den starken, funkigen Soundtrack haben, den ein gewisser O.C. Smith komponierte. Natürlich gab's den beim WOM nicht, aber dafür Hayes' Soundtrack zum originalen SHAFT. War mir auch recht.

Den Soundtrack habe ich dann so oft gehört, daß jede Note darauf sich für mich vertraut anfühlt. Ich lege die CD auf und bin zuhause. SHAFT ist ein Epos, das gerne auf die funkigen Wah-Wah-Gitarren des Titeltracks reduziert wird (zweifellos ein fantastischer Track), dabei steckt so viel mehr drin: Hayes vermischt Jazz, Soul, Funk und Rock, jeder Track hat Klasse und Eleganz und dabei doch das bißchen Dreck, ohne den Soul wie eine Haushaltsrollenwerbung klingt. Diese Erdigkeit kann man gar nicht richtig beschreiben, aber bei Hayes kann man jeden Track spüren. Hinten auf dem Soundtrack ist dann das 19-Minuten-Monster "Do Your Thing", das als straighter Funk anfängt und dann mit psychedelischen Gitarren und Hammond Orgel und diversen Effekten immer mehr aus dem Ruder läuft - ein gewagter Trip, der als spannender Höhepunkt des Albums zeigt, wie experimentierfreudig und "out there" Hayes sein konnte. Und es auch mit den "normalen" Tracks oft war.

Natürlich mußte mehr Hayes her, und so habe ich mir diverse andere Alben seiner Diskographie zugelegt. Nicht alles, was er gemacht hat, ist ein Muß: Die Alben der Achtziger sind, wie bei den meisten 70's-Ikonen, eher Fansache. Aber die frühen Alben sind fantastisch: Nicht selten dauert bei ihm ein Track 15 Minuten oder länger, und er arbeitet so lange mit dem Groove und seinen vielschichtigen Arrangements, daß ein hypnotischer Effekt eintritt. Die Musik ist so massiv und entfaltet sich so ungezwungen, daß die Lauflänge gebraucht wird. "Joy", "The Look of Love", "Hyperbolicsyllabicsesquedalymistic": allesamt perfekte Epen. Auf "By the Time I Get to Phoenix" redet er die ersten 8 oder 9 Minuten einfach nur, aber wenn sich der Track dann öffnet, ist er seine 18 Minuten voll und ganz wert. Vor meinem ersten Date habe ich mir zur Beruhigung Isaac Hayes angehört.

So ausufernd, wie er seine Songs arrangierte, inszenierte sich Hayes auch selbst: Das Cover seines zweiten Albums ziert sein kahlrasierter Kopf, der zu seinem Markenzeichen wurde. Dazu trug er einen dunkelschwarzen Vollbart, mitunter eine Sonnenbrille, behang sich mit riesigen Goldketten und trug exzentrische Klamotten, packte die Worte "Black Moses" über sein Bild. Wie in seiner Musik war er larger-than-life.

In den Nachrufen wird fleißigst erwähnt werden, daß Hayes Scientologe war, und daß er jahrelang bei SOUTH PARK den "Chef" synchronisierte und sich dann mit den Machern zerstritt. Das könnte beides nicht irrelevanter sein. Es ist wie bei James Brown, über den auch lieber geschrieben wurde, daß er verhaftet wurde, als darüber, was er uns und der Musikwelt gegeben hat. Und das ist das, was uns bleiben wird.

Noch vor einer Woche habe ich auf dem Wasserburger Nachtflohmarkt Hayes' TOUGH GUYS-Soundtrack für sparsame 3 Euro ergattern können. Meine Schwester hat mich gefragt, ob er überhaupt noch lebt. Natürlich tut er das: Ich höre ihn gerade, und er klingt so lebendig und kraftvoll wie eh und je.

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Don't you just hate it when the first song on an album is not only its highlight, but every song which follows disappoints? That's the case on LIEBE MACHT TAUB ("Love Makes Deaf"), Ina Müller's follow-up to her Gold-winning album WEIBLICH LEDIG 40. The opening song is what the record could have been -- the story of a friendship between two women, told in retrospect, both fun and melancholy, and with a witty chorus where time is measured by the number of relationships they've had: "That was three men ago." Unfortunately, the rest of the album isn't as exciting: While the production tries really hard to make its guitar-based radio pop interesting, with stylistic appropriations of country ("Mark") and rockabilly ("Zurück in Muttis Bauch"), with '60s easy listening flutes ("Maxi-Cosi") and psychedelic keyboard effects (the title song), the fact remains that if you took away the lyrics, nobody would want to listen to the background music anyway. Lyrically, Müller switches between somewhat ironic songs and sincere ballads, and the transition is a bit awkward at times. The more lighthearted songs are funny and feature a couple of witty lines, even though complaining about small talk at parties isn't a terribly original notion, and Müller doesn't find anything terribly original to say about it, either. On "Zurück in Muttis Bauch," a song about a mid-life crisis, the fun is somewhat diminished by the fact that she addresses the man, telling him "I used to enjoy meeting you" -- which gives her the same slightly arrogant edge her approach in "Smalltalk" does. Some of her lines are quotable, also on the love songs -- "You don't need a reason to leave when you don't have one to stay," on "Der Grund" ("The Reason") -- but of course, a few good lines don't make a good song. LIEBE MACHT TAUB is a competent pop album, but it's not nearly as deep as it thinks it is -- which means that if you're looking for enjoyable, radio-friendly guitar pop of no great consequence, you could do much worse.




This review was written for the All-Music Guide on August 5, 2008.

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