Mai 2007

Eine traurige Nachricht, die vermutlich in meinem kompletten Freundeskreis nur für Schulterzucken sorgen wird: Bruno Mattei ist vor ein paar Tagen im Alter von 76 Jahren an Krebs gestorben. Mattei, der unter den verschiedensten Pseudonymen (das beliebteste war "Vincent Dawn", in Anlehnung an Romeros Zombiestreifen) seit den Siebzigern einen unglaublichen, albernen, haarsträubenden, zusammengeflickten, megabilligen Trashfilm nach dem anderen inszenierte, mag mit seinen Rip-Offs nie Oscar-verdächtiges Zelluloid abgeliefert haben, aber - wie Fan Paul Cooke es in seinem Nachruf so schön ausgedrückt hat - "if there were an award for high octane silliness and low budget escapism then Mattei would have had a carbon copied cabinet full".

Zur Erinnerung an Mattei, dessen Filme in mir immer ein diebisches Vergnügen ausgelöst haben, hier zwei meiner Reviews auf dem Dachboden: ROBOMAN und CONTAMINATOR. Ein Gedenk-Videoabend mit beiden Streifen ist zusammen mit Ef und C2 für die nächste Zeit geplant.

So, einen noch, und dann ist's wieder genug für heute: Besagter Paul Cooke hat sich auch meinen Kurzfilm MYSTERY PROJECT angesehen, den er bislang nicht kannte. "A complete & unforgiveable oversight by me", schreibt er, aber: "That has been rectified & I watched with great pleasure". Paul gibt zu, daß er den Twist am Schluß schon vorhergesehen hat, was sein Vergnügen nicht trübt: "Hey ... I'd have been disappointed if the guy in the restaurant didn't turn out to be the professor." Für das Forum HorrorHQ hat Paul eine Kurzkritik verfaßt, die ich hier in ihrer Gesamtheit zitieren darf:

''The first Zombie movie without Zombies'' starring Georg Busch !. A short movie that's not set in the Whitehouse but will win your vote , and the only casualty is a muffin !. Director Christian Genzel serves up a short treat that calls upon his love of the mysterious , with more than a tongue in cheek wink to the camera. A quirky pastiche of a generic genre , ladled with love by its creator Christian Genzel. bb

Danke, Paul! Link zum Film auf YouTube: hier.

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"It's just what you'd expect from the producer who brought you BODY PARTS, SPECIES and FRIDAY THE 13TH – PARTS III-V", frohlockt das DVD-Cover. Und ja, sie haben recht, und somit gibt es für mich eigentlich gar nichts mehr zu tun. DIE HORROR-PARTY ist genau das, was man von dem Typ erwartet, der diverse Teile von FREITAG DER 13. produziert hat. Ende des Reviews.

Okay, reden wir noch kurz darüber. 1986 hatte der – unbeabsichtigt – von Carpenter und Cunningham initiierte Slasher-Boom nicht mehr allzuviel Energie; die stets gleichen Filme, die im Fahrwasser von HALLOWEEN und FREITAG DER 13. auftauchten, zeigten schon seit Jahren Ermüdungserscheinungen, aber die Maschine rannte weiter und melkte das letzte Quentchen Geld aus dem zahlungswilligen Publikum. Gemäß den Parametern des Genres ist auch DIE HORROR-PARTY um einen Feiertag herumgestrickt (im Original: APRIL FOOL'S DAY, der erste April), an dem eine Handvoll austauschbarer schöner junger Menschen einer nach dem anderen das Zeitliche durch die Hand eines Wahnsinnigen segnen.

"Erstmal gab es den originalen, französischen EMMANUELLE-Film, und der hatte richtig Geld gemacht. Und so dachten wir, das können wir auch machen ... und haben einfach nur ihre Hautfarbe verändert." (Joe D'Amato, Interview mit Splatting Image)

Nach dem Erfolg der geschmäcklerisch ästhetisierten Softsex-Begegnung EMMANUELLE von Just Jaeckin - eine Verfilmung eines Skandalromans einer französischen Diplomatenfrau, die unter dem Pseudonym Emmanuelle Arsan exotisch-erotische Abenteuer niederschrieb – traten Produzentenscharen auf den Plan, die ein Stück des libidinösen Kuchens mitnaschen wollten. In Italien wurde eine Reihe namens BLACK EMANUELLE gestartet, die aufgrund der alternativen Schreibweise (mit nur einem "m") rechtliche Schwierigkeiten umschiffte, und obwohl der obig zitierte Schundfilmer Joe D'Amato (eigentlich: Aristide Massaccesi) die Serie nicht initiierte (der erste Film mit der dunkelhäutigen Emanuelle wurde 1975 von Alberto Albertini inszeniert), war er doch bald eng mit ihr verbunden. Das liegt einerseits daran, daß er fortan zahlreiche Filme mit der Hauptdarstellerin der Reihe drehte – der exotischen Schönheit Laura Gemser, die mit transzendentem Lächeln gänzlich unaufgeregt durch die Kulissen schwebte und sich geradezu pathologisch zu jedweger Gelegenheit ihrer Kleidung entledigt, um ihren makellosen Körper zu präsentieren – andererseits aber hauptsächlich daran, daß D'Amato die Serie alsbald auf einen düsteren, abgründigen Weg führte, auf dem die zur Schau gestellte Sexualität auf alle denkbaren Formen von Gewalt trifft und somit in einer unangenehmen Vermischung niederer Instinkte letztendlich pervertiert wird. NACKT UNTER KANNIBALEN, in dem blanke Haut mit abstoßendem Ekelhorror verknüpft wurde, ist nur ein Beispiel der unglaublichen Untiefen, in die D'Amato seine Reihe gelotst hat.
Ich könnte an meinen Drehbüchern schreiben, an meiner Diss, oder aufräumen und abwaschen, aber stattdessen zähle ich: 2.146 CDs befinden sich in meiner Sammlung - Bootlegs, Promos und Mix-CDs usw. nicht mitgezählt. Jede CD wurde als eine gezählt - egal, ob Maxi-CD oder 8-CD-Boxset. Mann, was waren das noch für Zeiten, als ich ungefähr 14 war und alle meine CDs (ganz viel Hancock, ein bißchen Blues und ein wenig dies und das) in ein 90-CD-Regal mit verschließbarer Lade gepaßt haben ...!

Meine Schallplatten zähle ich ein andermal.

Ich brauche eine größere Wohnung.

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In letzter Zeit lief SCHLAFLOS ja an verschiedenen Orten, was mich sehr freut, weil der Film ja schließlich zum Herzeigen da ist und nicht zum Verstauben in der Schublade.

Freitag lief er im Nürnberger KommKino, und dafür geht ein herzliches shout out an die beiden Jungs, die dieses kleine, abgefahrene Programmkino betreiben: Gerry und Jochen. Man merkt, daß dieses Kino eine absolute Herzblutangelegenheit für die beiden ist, und Geld dürfte da überhaupt keins herausspringen. Das Kino selbst ist in einem Künstlerhaus/Filmhaus versteckt - wir Ortsunkundigen sind auch erst eine Zeitlang durch die Nürnberger Bahnhofsgegend geirrt, bis wir das Kino im ersten Stock des besagten Gebäudes ausgemacht haben - außen angebrachte Hinweisschilder hätten die Freude an der Suche frühzeitig verdorben.

Ein Blick auf das sonstige Programm des Kinos zeigt einen Sinn fürs Trashige, Schräge, Abgefahrene: Besondere Begeisterung rief die Herbert-Fux-Retrospektive hervor, die die Filme GEISSEL DES FLEISCHES (in dem Fux einen Frauenmörder spielt) und HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT umfaßt. Als Gerry mitbekommen hat, daß auch ich einen Hang zum Schundkino habe (was man meinem eigenen Film ja hoffentlich nicht ansieht), haben wir begeistert über die ollen Italo-Meister gequatscht und kritische Reihungen der Troma-Filme vorgenommen. Ehrlich, wenn Nürnberg nicht so weit weg wäre, würde ich da richtig oft vorbeischauen. Jedenfalls schickt mit Gerry seinen eigenen Spielfilm, JIMMY TORNADO, auf DVD, und den kündigt die Website als "Science Fiction Kung Fu Film Noir" an. Wir sind gespannt!

Die Aufführung - mitsamt RUNDWELTMÄDCHEN GESUCHT! (im Kinoprogramm salopp als RUNDMÄDCHEN GESUCHT angekündigt, was in unserer Gruppe einige Diskussionen darüber auslöste, ob "Rundmädchen" vielleicht einfach nur eine nette Umschreibung für "dicke Frau" sein könnte) und THE KISS und Schwarzens musikalischer Darbietung - kam richtig gut an, und zwar bei fast jedem der insgesamt zehn Besucher (uns selber haben wir da nicht mitgerechnet). Wenigstens sehen 16 Menschen in einem 60-Sitze-Kino nicht ganz so traurig aus, wie wenn die sich im 200er-Saal vom Das Kino verstecken würden, aber natürlich wäre es nett gewesen, wenn mehr Leute gekommen wären. Der Abend war trotzdem super - wir haben 5 CDs verkauft und 2 eMail-Adressen für den Newsletter bekommen, was eine statistische Ausbeute von 50% bzw. 20% ausmacht. Jetzt stellen wir uns mal vor, wir hätten 1000 Besucher und würden 500 CDs verkaufen! Jedenfalls sind die Leute noch recht lange geblieben, wir haben mit den meisten sehr nett geredet, und gefallen hat's ihnen auch - die Nürnberg-Fahrt hat sich also durchaus gelohnt.

Sonntag lief SCHLAFLOS in Tübingen auf dem "Plattform NoBudget #5"-Festival, aber das hat ohne mich stattgefunden. Zu Tübingen fällt mir ja immer nur ein, daß man dort Parapsychologie studieren kann, und ich möchte gerne jemanden treffen, der das auch tut, weil ich ihn dann fragen will, ob man dort solche Kartenexperimente macht wie Bill Murray in GHOSTBUSTERS.

Gestern wurde SCHLAFLOS auf der Filmparty in München gezeigt - zusammen mit Jean-Lucs THE FEST. Zwinn und Seck der Filmparty ist es, ein wenig Networking zu ermöglichen und andere Filmschaffende zu treffen, und dabei dann eben auch noch seine Werke präsentieren zu können. Da waren also ungefähr 20 Leute, und auch hier ist der Film gut angekommen. Irgendwer hat bei der Diskussion um THE SOUND OF MUSIC herzhaft gelacht, was mich sehr freut, weil da außerhalb von Salzburg eigentlich nie Reaktionen kommen. Jean-Luc durfte auch zu THE FEST wieder ein wenig reden und begann einmal mehr, seine Inspiration zu erläutern: "Ja, da war ich besoffen ..." (selbige Inspiration gab er in Nürnberg zu THE KISS an, und dort lief er dann auch auf einmal im Kino herum und schnorrte sich von den Besuchern eine Zigarette). Gebt dem Mann eine Bühne, nötigenfalls noch einen comic foil, und laßt ihn ein Stand-Up-Programm machen.

SHOPPEN-Darsteller Thomas Limpinsel (Egon, der Koch) war mitsamt seiner Freundin auch auf der Filmparty, aber weil sie zu spät gekommen sind, haben sie meinen Film natürlich verpaßt. Thomas' Freundin ließ mich aber wissen, daß ihr jemand erklärt habe, daß der Film total gut sei, und deshalb lief sie dann auch herum und gab immer zu Protokoll, daß SCHLAFLOS total gut sei. So kann das natürlich auch funktionieren. Mit Thomas habe ich dann noch über die Probleme eines 40-Minuten-Films geredet, den man auf den meisten Festivals einfach nicht unterkriegt (zu lang für einen Kurzfilm, zu kurz für einen Langfilm), und da sind zwei Lösungsansätze aufgetaucht:

1. Beim Einschicken an Festivals, die - sagen wir mal: - eine 30-Minuten-Obergrenze haben, schreiben wir einfach "30 Minuten" auf die DVD. Vielleicht merken sie gar nicht, daß der Film länger dauert.

2. Wir organisieren unser eigenes Festival, wo nur 40-Minuten-Filme gezeigt werden. Die ganzen Kurzfilmer mit ihren popligen 25-Minuten-Werken und die Langatmigen mit den 43-Minuten-Dingern können zuhause bleiben. Vorteile hierbei ist nicht nur, daß es sehr leicht ist, den Film hier unterzubringen, sondern auch die Tatsache, daß hier sehr viele Preise abgestaubt werden können:

- den Preis für den längsten 40-Minuten-Kurzfilm
- den Preis für den kürzesten 40-Minuten-Kurzfilm
- den Preis für den vierzigminütigsten 40-Minuten-Kurzfilm
- den Preis für den bestausgeleuchtetsten 40-Minuten-Kurzfilm
- den Preis für den meistgezeigtesten 40-Minuten-Kurzfilm (auf besagtem Festival)
- den Preis für den 40-Minuten-Kurzfilm mit den meisten Besuchern (pro Kopie)

Alle Preise können dann noch in Publikums- und Jurypreis aufgeteilt werden. Heißa, das füllt den Lebenslauf.

Zwei Filmschaffende haben mich übrigens im Anschluß gefragt, ob der Film auf Film (also, Zelluloid, nicht Video) gedreht wurde. Das gebe ich als großes Kompliment einfach mal an Hasi weiter - die waren nämlich schwer beeindruckt, was wir aus so wenig Geld herausgeholt haben.

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Die DVD des zuverlässigen Obskuritäts-Archäologie-Verleihs Anchor Bay wirbt mit den Worten "The second-best uncontrollable-farting movie in drive-in history!", dem Online-Review eines Menschen mit dem Namen Joe Bob Briggs entnommen. Es mag mancherorts tatsächlich ein Kaufanreiz sein, den zweitbesten Furzfilm in der Geschichte des Autokinos in den Händen zu halten – zugegebenermaßen fallen mir persönlich auf Anhieb aber auch wenig Konkurrenzprodukte in dieser Sparte ein, obwohl (wie treue Leser meiner Expeditionen ins Unglaubliche schon wissen) ich dem Geschmacklosen ja nicht abgeneigt bin. LES PATTERSON RETTET DIE WELT bietet einen derben Furzwitz, disqualifiziert sich aber aufgrund mangelnder konsequenter Fortführung ähnlich konzipierter Schmähs im Rennen um den besten Furzfilm in der Geschichte des Autokinos – wo ja auch erst einmal überprüft werden müßte, ob besagter Film überhaupt im Autokino lief. Vertrauen wir also einfach dem Urteil von Joe Bob und prüfen, was es mit diesem Spitzenkandidaten auf sich hat.

"A Bill Osco Production". "Written and Directed by Jackie Kong". Da knabbert die Maus kein Review kurz: Es muß weit ausgeholt werden, wenn diese Buchstaben in den Credits eines Films auftauchen – vor allem, wenn es sich dabei um den ersten Film handelt, den diese beiden Menschen zusammen gemacht haben: THE BEING, entstanden im Jahre 1980 als EASTER SUNDAY, fertiggestellt 1981, aber erst 1983 unter neuem Titel auf die Öffentlichkeit losgelassen.

Fangen wir also bei William Osco an, der lange Zeit von sich behauptete, dem Osco-Clan zu entspringen, welchem wiederum die amerikaweite Drogeriemarktkette Osco Pharmacy gehört. Osco gründete Ende der Sechziger zusammen mit Howard Ziehm die Firma Graffitti Productions, die zunächst ganz billige Sexfilmchen produzierte, bis sie 1970 den weltersten Porno-Kinofilm auf die Beine stellte: MONA. Weil Pornographie seinerzeit noch nicht legalisiert war, tauchten ihre Namen im Film nicht auf – die Wahrscheinlichkeit, verhaftet zu werden, war weitaus geringer, wenn die Polizei nicht wußte, wer man war.

Blicken wir der Wahrheit einmal direkt ins Auge: Kein ernstzunehmender Kritker mag die Teeniekomödien und Romantic Comedys mit Freddie Prinze jr. – außer mir natürlich. Selbstverständlich muß vorher ein gewisses Terrain abgesteckt werden: Wer etwas Tiefschürfendes über das Menschsein erfahren will, sieht sich Filme von Ingmar Bergman oder (bei höherem Heiterkeitsbedürfnis) Woody Allen an. Wer sich mit den Komplexitäten zwischenmenschlicher Beziehungen beschäftigen mag, ist bei Cameron Crowe viel besser aufgehoben. Und wer sich mit dem Erwachsenwerden auseinandersetzen will, sieht sich am besten gar nichts an und liest Salinger.

Ein Seitenprojekt mit Mitgliedern aus Mudvayne, Pantera und Nothingface: Hellyeah rocken ganz schnörkellos das Haus.

Das sogenannte "Seitenprojekt" ist ja ein rein musikalisches Phänomen - da haben Musiker zuviel Zeit, andere Interessen oder eventuell mehr Mitteilungsbedürfnis als ihre Bandkollegen, und schon entsteht ein Seitenprojekt, oder zwei, oder drei. Woanders ginge man wahrscheinlich einfach davon aus, daß die Verantwortlichen bei der Arbeit schlichtweg nicht ausgelastet sind - "Ich arbeite beim Magistrat, aber als Seitenprojekt bin ich noch Kassierer im Hofer" - aber Musiker ist eben kein 08/15-Job, und wenn sich im Kopf mehr Musik formt, als man mit den Menschen, die zum "Hauptprojekt" gehören, verarbeiten kann, dann ist es ja durchaus legitim, sich andere Ventile zu suchen bzw. zu schaffen.
Nach langer Pause gibt Marilyn Manson endlich wieder Laut. Die erste Single vom neuen Album EAT ME, DRINK ME samt verstörendem Video gibt's auf seiner Homepage zu sehen - www.marilynmanson.com, auf "Video Premiere" klicken - ein längeres Interview mit MTV dazu gibt's hier. Jesus, der Kerl klingt ja völlig fertig. Wie gehabt ist es in Mansons Welt schwierig abzuschätzen, wie ernst Statements gemeint sind, aber andererseits ist er auch jemand, der die Dinge vermutlich so extrem und entrückt wahrnimmt, wie er dort zu Protokoll gibt. Der Song ist jedenfalls ein feines, düsteres Stück für die Nacht, und allem Anschein nach hat das Album dazu kein Stück der Leichtigkeit, die noch auf THE GOLDEN AGE OF GROTESQUE entdeckt wurde - "Heart-Shaped Glasses" klingt hypnotisch und schwer und kriecht mit ganz reduziertem Tempo dahin. Das Album erscheint am 5. Juni - ich freue mich drauf.

Ebenfalls wieder aufgetaucht sind 2 Mitglieder von 40 Below Summer - Gitarrist Jordan Plingos und Drummer Carlos Aguilar - und die machen jetzt Musik mit einer Tirolin namens Anja, die laut ihrer MySpace-Biographie schon im Alter von sechs Jahren voll Inbrunst verkündet hat, daß sie mal in Amerika singen würde. Ich wollte damals noch Bauarbeiter werden oder Computerspieleprogrammierer! Anyway, ich freue mich immer, wenn Musiker Beschäftigung finden, aber ich frage mich mal wieder, ob es eventuell an mir liegt, daß die ganzen Within-Nightwish-Evanescence-Temptation-Neugothic-Kapellen mit fröhlichem Metal hinten und dramatischer Walkyre vorne absolut gleich klingen ...? Der Vollständigkeit halber: Anja auf MySpace.

Erinnern wir uns kurz an downthesun, diesen Haufen Losgelassener, deren erstes Album die Musik so extrem abgefackelt hat, daß die Band gleich mitverbrannt und im Nirgendwo verschwunden ist. Einer der, hihi, "Sänger" - Aaron Peltz - ist jetzt in einer Gruppe namens On a Pale Horse, zusammen mit dem ganz frühen Slipknot-Gitarristen Josh Brainard. Bei downthesun - einer der heftigsten Adrenalinkicks 2002! - war's ja immer recht schwer, die beiden Schreihälse auseinanderzuhalten (Peltz war der total durchgeknallte, im Gegensatz zu dem völlig überdrüber durchgeknallten Satone), hier singt Peltz etwas mehr - aber so richtig zünden die Alt.Metal-mp3s auf der MySpace-Seite der Band nicht. Im August gibt's ein neues Album, das vom Slipknot-Bassisten Paul Gray produziert wird. Vielleicht wächst die Geschichte ja.

So, jetzt wird gefrühstückt.

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