Juli 2005
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Haben die treuen Leser dieses Blogs es schon vermißt? Die Rede ist natürlich von meinem beständigen Kult um ALIAS und LOST. Schon bald wird wieder öfter über diese beiden Serien berichtet: Am 21.9. startet LOST wieder, am 29. geht ALIAS in die fünfte Staffel. Die Insider-Berichte überschlagen sich: Wir erfahren bei LOST, was im Hatch ist (hätten wir ja schon im Finale sollen), und das, was drin ist, ändert die Lebensweise der Insulaner. Ein wichtiger weiblicher Charakter wird früh sterben. Die Nummern tauchen wieder auf, und vor Season-Schluß erfahren wir, warum das Flugzeug abgestürzt ist. Naja, das ist ja eigentlich alles nicht so spannend. Viel bunter wird ALIAS: Nadia ist raus, kommt aber vielleicht in ein oder zwei Folgen wieder. Sydney trainiert jetzt junge Agenten, Sloane ist wieder böse (Überraschung!), Dixon wird ein bißchen böse, Rambaldi ist raus, oder drin, Vaughn ist schwanger, und es ist Sydneys Kind, oder Rambaldis, der ja gar nicht mehr drin ist, und es gibt einen Neueinsteiger, der von Rachel Nichols und einem bislang unbekannten männlichen Schauspieler gespielt wird. Steigt noch jemand durch?

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Heute nacht, hinter geschlossenen Augenlidern, passierte folgendes: Ich hatte eine neue LOST-Folge, und die war urkomisch. Hat zwar nix weitererzählt, aber gelacht habe ich viel. Dann habe ich Schwarz angerufen, der die Folge auch hatte, aber er hatte sie noch nicht angeschaut, weil er gerade dabei war, ein steiles Album von irgendeinem ausgefallenen Free-Jazzer herunterzuladen, das ich ihm empfohlen hatte. Entzückt ob dieser überraschenden Wendung in Schwarzens Musikkonsum habe ich mich gleich an mein eigenes CD-Regal geworfen und festgestellt, daß ich ein Buddy-Miles-Album namens SACHERTORTE habe. Das hatte übrigens ein grünes Cover, und in der Band war Stanley Turrentine. Dann wies mich Schwarz noch auf einen neuen Blog einer anonymen Person hin, der da "graesslicheschmerzen.blogspot.com" lautete ("Das 'p' und das 'm' sind vertauscht", so Schwarz), und in dem der erste Eintrag aus vier Worten bestand: "Genzel, es ist aus!".

Bin ich froh, daß ich meinen Drogenkonsum mittlerweile unter Kontrolle habe. Schwarz, get out of my dreams, get into my car.

Gestern: Seit langer Zeit mal wieder durch Rosenheim geschlendert und ins dortige Müller geschaut. Mann, ich scheine mich wirklich an die kleine Auswahl vom Freilassinger Müller gewöhnt zu haben, aber in Rosenheim gibt's so viel mehr ... Jedenfalls habe ich mir das neue Bob-Mould-Album BODY OF SONG gekauft, wie ich's mir vorgenommen habe (sowie ein paar DVDs, of course). Und bei der Heimfahrt habe ich dann festgestellt, daß ich gar nicht gewußt habe, wie sehr mir Mould abgegangen ist. Aber der Sound war gleich wieder da, die Erinnerung, die Begeisterung. Hey, ich gehöre schließlich zu den paar Leuten, die sich selbst in sein verwurschteltes 2002er-Album MODULATE reingehorcht haben (in einer Kritik schrieb ich damals, daß MODULATE ein Album sei, das man trotzdem mag). Die Flipperautomaten sind weg, die Elektronik-Spielereien noch durchzuhören, aber viel besser im Zaum gehalten. Es sind wieder ein paar andere Musiker dabei - darunter David Barbe von Sugar! - und der Sound ist ein wenig aufgeräumter: wenig Gitarrenwände, kein exzessiver Reverb, keine zigfach überlappenden Stimmen. THE LAST DOG & PONY SHOW mag Klang und Wut sein, BODY OF SONG atmet mehr durch. Das bedeutet freilich, daß es nicht mehr die verzweifelten Kanten von damals hat. Egal: Mit Mould kann man ruhig alt werden. Guter Kauf.

NATION OF REBELS ist fertig, jetzt folgt William Faulkners THE SOUND AND THE FURY. Damit die Laune nicht zu gut wird. Morgen hat übrigens mein Darben ein Ende, da kommt Sibille zurück in die Zivilisation, und ich werde pünktlich um 18:10h am Flughafen stehen und sie empfangen. Wie im Kino.

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"If Diane were here right now, I'd ask you to marry me", sagt Kiefer, als ihn seine neue Freundin zur Rede stellt. Seine alte ist seit drei Jahren verschwunden, und weil Kiefer nie normale Typen spielen kann, entwickelt er eine schwere Obsession und tapeziert seine Wohnung mit Karten und Hinweisen für die Suche nach ihr. Zählt dieses "right now" jetzt oder nicht?

Irgendwie ist's ja mittlerweile in den Büchern so festgehalten: Das Original - der holländisch-französische SPURLOS VERSCHWUNDEN - ist der Überhammer, das US-Remake THE VANISHING eine Beleidigung. Zugegebenermaßen ist das Ende des ursprünglichen Films ein absoluter Schlag in die Magengrube, während das US-Remake die Geschichte dann einfach zu einem Happy-End weitererzählt. Aber lassen wir das mal beiseite: Das Original wartet nämlich nicht mit einem obsessiven Kiefer und einem unheimlichen Jeff Bridges auf - besonders die Leistung des letzteren kann man eigentlich zu den besten seiner Karriere rechnen (alleine schon, was der Kerl mit seiner Stimme macht!). Aber die Beziehungen zwischen den Figuren ist auch anders, und durchaus interessant, und die neue Freundin der Kiefer-Figur ist viel besser ausgearbeitet als im Original. Wie sie dann Bridges nervös macht, ist gut gemacht. Vielleicht wird der Film ja irgendwann aus dem Tal des Kritikertodes gerettet und neu betrachtet ...

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Als würden 2 Bands nicht reichen! Daryl Palumbo hat jetzt noch ein Projekt namens Cardboard City - klingt nach einer HipHop-Version von Head Automatica. Den Song "Betty Smith" gibt's hier. Daryl hat auch mit den Jungs von MTV gesprochen und verspricht neues Material von Head Automatica und von Glassjaw für 2006. Und zig tausend Nebenprojekte. Hier.

Die neue Powerman 5000-CD wird erstmal auf nächstes Jahr verschoben. Spider verspricht eine "unterproduzierte" Platte, wo man auch alle Fehler & Ungenauigkeiten hört, weil die Kinderchen von heute das gar nicht mehr kennen. Unter den Songs wird einer sein, der sich "Treat me like a stranger" nennt - cooler Titel. Spider redet hier.

Korn haben für ihre nächste Europa-Tournee den Ex-Otep-Gitarristen als Head-Ersatz, aber er soll nicht auf der Bühne stehen: "Wir sind noch nicht soweit", sagt Jon Davis.

"Do not eat this record", warnt mich übrigens die Mr. Oizo-Single, die ich mir auf eBay ersteigert habe. Keine Bange. Aber verdammt cool ist das Ding schon ...

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Es tritt ein: Der schwarze Cop, der seine Mannen ermahnt, daß bei der Detroiter Polizei gefälligst nicht gestreikt wird, und mit harter Stimme und ernster Miene befiehlt er dem Bullen-Haufen, ihren Job zu tun. "Ein guter Chef, der seine Mitarbeiter zu motivieren weiß," spricht Ef. "Für die Rolle hätten sie auch Urs Baumann nehmen können".

Kein Filmabend ohne Baumann-Joke. Aber das wirklich Sensationelle, neben ROBOCOP und dem dritten Teil von LEXX: THE DARK ZONE (was ist Rutger Hauer abgestürzt!), war Efs Fund im Internet: Da hat ein Bastler, dem das Lüftergeräusch seines PCs schon immer zu laut war, eine Art Aquarium gebaut und den Rechner in Speiseöl getaucht. Besagtes Öl leitet ja bekanntlich nicht, und so ist seine Kiste jetzt völlig geräuscharm. Wir haben dann gegrübelt, wie man in so einen Rechner CD-ROMs einlegt (eventuell könnte man das Laufwerk isolieren oder ein externes verwenden) oder USB-Geräte ansteckt - man mag ja nicht immer ins Öl greifen. Offenbar hat der Versuch die anderen Nerds aber angeregt, und jetzt diskutieren sie im relevanten Forum darüber, welches Öl denn am besten geeignet ist. Biskin?

Gestern mal wieder FLATLINERS geschaut - das ist der Film, wo Jack Bauer mit seinen Kumpels toter Mann spielt, um das Jenseits zu erforschen. Die toppen sich gegenseitig mit der Dauer des Todeszustandes, bis Jack dann sagt: "Anything under 4 minutes right now would be redundant." Schnaps! Beim Wiederbeleben seiner Kollegen sagt er dann auch einmal: "It's the only way. It's our last chance", und beim Reanimieren schreit er auch einmal beim Kloppen auf die Brust: "I'll bring him back!". Der Verdacht erhärtet sich also, daß in 24 schlichtweg die Quintessenz aller Kiefer-Rollen zu sehen ist. Dagegen spricht freilich TAKING LIVES, in dem Kiefer kein einziges Mal "now" oder "only" sagt, aber in den 2,7 Sekunden, die er zu sehen ist, hat er dafür wohl auch gar keine Zeit gehabt.

Heute durfte ich endlich einmal diesen Satz anbringen, den ich so oft sagen wollte, und zwar nicht erst, seit ich THE PAPER gesehen habe. "Ich muß noch einen Artikel schreiben, um 4 ist Redaktionsschluß." Mit diesen Worten beim Chinamann aufzustehen hat durchaus etwas Filmreifes, auch wenn ich nicht zur SN fahren mußte und in deren Druckerei "Stoppt die Maschinen" brüllen konnte. Dafür habe ich 20 Minuten am Telefon mit meinem Chefred jedes Wort des Artikels besprochen, weil eine Handvoll Wörter wegen des Layouts herausgekürzt werden mußten. O-Ton Chefredaktion: "Aufgrund deiner Herkunft arbeitest du natürlich sehr genau." Samstag kann man dann in der SN böse Worte zu Pressemitteilungen lesen.

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Sobocops neues Projekt hat jetzt auch einen Titel: NUR EIN EINZIGER KUSS. Momentan bestehen Bestrebungen, den Film nach Salzburger Dogma-Regeln zu inszenieren: Für die Hauptrollen ist das Traumteam Haslecker-Genzel-Tröbinger im Gespräch, während Schwarz (a.k.a. das einzige "C", das kein "Christian" ist) sich um einen Song kümmern soll. Wenn dann noch Otto Neumaier zum Gasablesen in die Wohnung kommt, sind alle zufrieden. Vielleicht kann Jean-Luc noch am Set vorbeischauen und "Fuckin' amateurs" murmeln.

Einstweilen weiß ich gerade nicht so genau, was ich zuerst machen soll - irgendwie steht so vieles gleichzeitig an. Skript für ALPHABET CITY verfassen? Skript für WARUM verfassen, bei dem ich als Script Consultant strenge Kritik am first draft habe walten lassen? SCHLAFLOS schneiden? Das Musikvideo für Betty und ihre Wohnung organisieren? Die philosophische Übersetzung angehen? Den Carpenter-Artikel für den Görtsch-o-maten fertigstellen? Die CD-Kritiken für die SN verzapfen? Oder vielleicht doch endlich mal meine Doktorarbeit schreiben?

Seufz. Schön, dann tun wir halt sicherheitshalber gar nichts (dann besteht auch nicht die Gefahr, daß man der falschen Sache Vorzug gibt) und hören die limpbizkit-Single "Behind Blue Eyes", die sich ab sofort in meinem CD-Regal befindet. Jaja, habt ihr richtig gelesen. Da ist nämlich dieses coole "Just Drop Dead" drauf, das der durstige Mann gleich nach der Britney-Spears-Affäre auf die Menschheit losgelassen hat. Schön bald muß ich mir eingestehen, daß ich mehr Limp-Bizkit-Krempel zu haben scheine als Mama Durst. Gruselig, oder?

Es gibt übrigens einen zweiten Song vom neuen Cold-Album zu hören - und zwar hier. Klingt ... anders ... hm. Zündet vielleicht nicht beim ersten Mal.

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Jetzt wird ihm dann wohl wirklich fad: Manson baut seinen Weinkeller zur Opiumhöhle um, filmt brennende Affen und eine Lesbensex-Variante von ALICE IN WONDERLAND, und wartet mit der Veröffentlichung seiner neuen Songs darauf, daß die Welt bereit ist. Wofür? Hm. Sachdienliche Hinweise bitte in den Comments hinterlegen. Indiziensammlung hier.

"Kid Rock hat immer ganz tolle B-Seiten!" Das jedenfalls hat heute im Traum jemand zu mir gesagt. Stimmt so natürlich nicht, und vielleicht habe ich davon geträumt, weil ich gestern die 2 Kid-Rock-Singles gekriegt habe, die ich (zusammen mit einer alten Limp-Bizkit-Single) auf eBay für insgesamt €1 ersteigert habe. Auf "Only God Knows Why" ist wenigstens eine Live-Version von "Wasting Time", aber "I am the Bullgod" ist eigentlich eine Frechheit: Der Song in zwei Fassungen (einmal Album-Version, einmal kürzerer Edit) sowie ein weiterer Song vom Album. Das war's. Wer immer mir also heute nacht von den tollen B-Seiten von Kid Rock vorgeschwärmt hat, kriegt eine auf die Zwölf und wird von mir dazu verdonnert, alle Linkin-Park-Singles zu sammeln. Zack.

Zum neuen Album von Ill Niño gibt's hier einen Vorab-Track. Fein, fein. Da passiert richtig viel drauf. Keine B-Seite.

Hergehört, alle Freunde von Sobocop's Blog! Irgendjemand wird sich doch jetzt noch angesprochen fühlen ... nicht? Jedenfalls hat S'cop zwar schon seit über einem Monat nicht mehr geupdatet, aber dafür bereitet er gerade ein neues Filmprojekt vor, das Anfang August gedreht wird. Gab's da nicht noch ein altes Filmprojekt, das noch nicht fertig war? Mal im Archiv nachsehen. Jedenfalls werde auch ich beim neuen Kurzfilm mitspielen, und wir versuchen, Tröbinger für eine Rolle zu gewinnen. Jetzt hoffen wir mal, daß der Film trotz Zeitdruck keine B-Seite zu diesem RUNDWELTMÄDCHENREPORT wird. "Teil 2: Jetzt eckig".

Gestern habe ich meinem Dad THE HITCHER vorgeführt, und so aufmerksam, wie er geschaut hat, merkt er sich jetzt vielleicht Rutger Hauer. Der Streifen ist aber auch jedesmal gut, und jedesmal fies, weil Rutger so kalt und brutal ist, daß man nie wieder Anhalter mitnehmen möchte. Einer von diesen Filmen, bei denen man sich immer merkt, daß sie extrem brutal und grausam waren, und dann beim erneuten Ansehen merkt, daß gar nicht so viel zu sehen war - die Stimmung macht's aus. Gibt's irgendwo eine Petition gegen das Michael-Bay-Remake ...?

So, und jetzt wird Musikexpress gelesen. Und nebenher Audiovent hören, die mich einen sagenhaften Euro gekostet haben.

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"If you ever want to see Star again, you'll have to come with us - NOW!" Schnaps! Das schreit geradezu nach einer Studie: Gibt es Filme, in denen Kiefer Sutherland nicht irgendwo so ein ganz dringliches, superbreites "Now!" von sich gibt? Jedenfalls war das gestern einer der Höhepunkte an THE LOST BOYS ... abgesehen von Corey Haims "Death by stereo!" freilich. Jetzt wissen wir wenigstens, wo diese Band ihren Namen herhat.

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Mehr ...

25. Juli - Bob Mould: Body of Song
22. August - Black Rebel Motorcycle Club: Howl
19. September - Korn: Souvenir of Sadness

Und im Herbst stehen dann auch noch Alben an von den Deftones, Rob Zombie, P.O.D., und dann steht das langerwartete (kicher) THE UNQUESTIONABLE TRUTH (PART 2) von Limp Bikzit im Regal. Jawoll, meine Herr'n, darauf könn'n Sie schwör'n.

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Dieses Jahr wird noch teuer ...

26. Juli - Dope: American Apathy
26. Juli - Mushroomhead: Volume 1 (DVD)
9. August - Chimaira: Chimaira
16. August - 30 Seconds to Mars: A Beautiful Lie
16. August - Taproot: Blue-Sky Research
30. August - Cold: A Different Kind of Pain
20. September - Soulfly: Dark Ages
27. September - Ill Nino: One Nation Underground
27. September - System of a Down: Hypnotize
11. Oktober - Sevendust: Next
8. November - Nonpoint: To the Pain

Wann kommt das neue Album von Ui Black Rebel Motorcycle Club? August? Und dann gibt's ja noch Alben, die bislang keinen fixen Termin haben, z.B. Powerman 5000, ....

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Nachdem Schwarz sich ja letzten Monat zum ersten Mal in seinem Leben eine Ausgabe von VISIONS gekauft hat und von denen jetzt darüber belehrt wird, was man gut finden darf und was nicht mehr Underground ist, habe ich eine langwährende Verweigerungshaltung aufgegeben und gestern mein erstes VISIONS-Heft seit März 2004 gekauft. Und, Junge, das schlägt ja gleich wieder rein. Die sich wie stets in Delirium schwafelnde Fan-Redaktion entnimmt der Tatsache, daß Paul Hinojos von Sparta zu The Mars Volta gewechselt ist, sensationelle Tendenzen (weil die sich ja eigentlich gar nicht lieb haben) und läßt in einem Anflug umwerfender Sensibilität verlauten, Hinojos ersetze den "an einer Überdosis Heroin krepierten" Jeremy Ward. Die letzten paar Zeilen loben die devoten Autoren dann den "umwerfenden Musikgeschmack" von Mars Volta und listen zig Bands auf, die von der Band endorst werden.

Spitze auch der Rezensionsteil, wo die neue Static-X-CD als "schlimm" bezeichnet wird, denn: "Kaum eine andere amerikanische New-Metal-Band kommt einer Selbstparodie so nahe wie Static-X". Natürlich nehmen sich auch wenig NuMetal-Bands so wenig ernst wie besagte Gruppe, aber das muß Herrn Staude, dem Verfasser der Kritik, wohl entgangen sein. "Angst macht [...] die Selbstverständlichkeit, mit der diese Band durch die Welt geht", schreibt er - und wir wissen nicht genau, was er meint. Gibt es da ein moralisches Problem mit der Gruppe - oder vielleicht mit seinem Weltbild? Eventuell ist auch sein Selbstverständnis als aufrechter, kritisch-unabhängiger Underground-Journalist vom Selbstverständnis einer x-beliebigen Band, die machen, was sie wollen, und das dann verkaufen wollen, schwer herausgefordert. "Man wird in einigen Jahren schwer nachvollziehen können, warum sich Menschen Platten wie diese gekauft haben." Im Zweifelsfall, lieber Herr Staude, rufst du dann mal bei mir an - ich erklär's dir gerne.

Und wie jedes Magazin hat auch VISIONS Leser, die Briefe schreiben und sich als geistige Schrebergärtner outen. Einer besorgten Leserin in dieser Ausgabe entgeht offenbar ein gewisser Zwiespalt zwischen Form und Inhalt, wenn sie eine Aussage von Jonathan Davis moniert (er hat in einer Art Interview - das wohlgemerkt mit der Frage "Titten oder Ärsche?" anfing - verlauten lassen, daß man Katzen einfach abknallen sollte) und ihn dann als "Geistesamöbe" beschimpft, als "primiviten, plumpen Depp", dessen "herausgerülpste, gequirlte Scheiße" nicht abgedruckt werden sollte.

OK, die nächste Ausgabe wird dann wohl im November 2006 fällig. Bis dahin bin ich mit Kopfschütteln auch schon fast fertig.

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Gestern saß ich zum einhundertzwanzigtausendfünfundneunzigsten Mal vor STAND BY ME, diesem 6-Sterne-Film über das Erwachsenwerden, und er war natürlich immer noch genauso wundervoll wie die Male zuvor. Aber etwas war anders. Nicht nur, daß ich den Film gestern zum ersten Mal auf englisch geschaut habe, sondern es ist auch das erste Mal, daß ich Kiefer Sutherland in dem Streifen so richtig bewußt wahrnehme, und zwar in a post-24 frame of mind. Da glaubte ich doch Helge Schneider sagen hören: "Willkommen in der Twilight Suuuuuuhn": Nicht nur, daß der Erzähler im Voice-Over darauf hinweist, daß für Kiefers Figur Ehrenworthalten keine top priority sei (natürlich nicht, denn wichtiger sind thousands of innocent people), sondern dann bellt Kiefer seine Gang auch noch an: "Get in the fucking car - NOW!". Schnaps!

Ernest Lehman ist gestorben. Das erwähne ich jetzt nicht, weil der gute Mann das Drehbuch zu SOUND OF MUSIC geschrieben hat, sondern weil er für zwei feine Hitchcock-Streifen geskriptet hat: NORTH BY NORTHWEST und FAMILY PLOT. Nachdem ich den PLOT letztens erst wieder angesehen habe (und William Devane war damals auch schon grandios), muß ich mir wohl zum Gedenken am Wochenende nochmal NORTHWEST ansehen. Schönste Dialogzeile:
Eve Kendall: I'm a big girl.
Roger Thornhill: Yeah, and in all the right places, too.


Schwarz fährt ins Kinderlager (inklusive Button "Man of Patience"), aber vorher hat er mir noch die Photos gezeigt, die wir für seine EP und seine Homepage geschossen haben. Rock'n'Roll! Hoffentlich sind bald ein paar davon online, sonst packe ich welche auf meine Seite. Mann, wird das eine grandiose CD!

Aus irgendeinem Grund liegt derzeit bei mir dauernd RESULTS MAY VARY von Limp Bizkit (falsch: 2003 war die korrekte Schreibweise "limpbizkit") im CD-Player. Warum nur? Das ist ein Album von katastrophalem Größenwahn, schlechtem Stadion-Rock, peinlichen Texten und ideenlosem Songwriting. Aus rein wissenschaftlichem Interesse heraus kann ich's mir nicht erklären (schließlich muß das Album für meine Dissertation gründlichst seziert werden). Ob's mal wieder das Verkehrsunfall-Prinzip ist? Oder muß ich mir schön langsam eingestehen, daß die CD aus irgendeinem (bislang nicht erforschten) Grund Spaß macht? Uhhh. Aber vielleicht bin ich einfach nur ein derart devoter NuMetal-Fan und sollte mich sofort beim Bizkit-Fanclub einschreiben (ab Herbst trete ich dann nur noch mit rotem Baseballkäppi auf).

So, genug für nun. Sibille kommt nachher vorbei, und dann fahre ich sie mitten in der Nacht zum Flughafen. Dem Münchner Flughafen, wohlgemerkt.

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Auch mit neuer Freundin bleibt immer noch ein bißchen Zeit für Powerman 5000. Die haben einen neuen Song im Netz, zwei neue Gitarristen - Terry Corso von ALIEN ANT FARM und Johnny Rock von HALF-COCKED - und Spider sieht so aus, als sollten wir ihm zum Geburtstag einen Rasierer schenken. Der Song rennt hier gerade, und Spider klingt irgendwie so anders ... Neues Album im Oktober, neuer Song hier.

Oh, und ab 9. August ist die totale Verwüstung der Welt nur noch eine Frage der Zeit - nämlich jener Zeit, die es braucht, das neue selbstbetitelte Chimaira-Album in den CD-Player zu legen. Drei Hörproben auf der offiziellen Website.

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Sevendust sind wieder da! Naja, weg waren sie eh nie, aber das letzte richtige Album (SEASONS) ist schon 2003 erschienen. Danach kam das feine Live-Set mit DVD, aber dann ist Gitarrist Clint Lowery ausgestiegen (der ist jetzt in einer Band namens Dark New Day, in der auch Ehemalige von Skrape, Stereomud und Creed zu finden sind), und die Band stand plötzlich ohne Label da. Verstärkung kam natürlich verläßlich aus den schier unerschöpflich scheinenden Reihen von Amen, und mit Sonny Mayo an Bord und neuem Label im Rücken erscheint am 11. Oktober ein neues Album. Das soll viel härter sein als letzten paar Aufnahmen, was der erste Track zu bestätigen scheint. Und MTV hat gerade sogar einen Artikel über das selbstproduzierte Album online.

Noch ein Tip: Vor kurzem haben wir ja schon erfahren, was Nothingfaceler Bill Gaal heute so tut. Aber auch Tom Maxwell und Tommy Sickles haben eine neue Band, die laut Website in "Hell, USA" ihren Sitz hat und ganz feine Musik macht. Blessed In Black, so der Name der Gruppe, sind hier zu hören.

Und für diejenigen unter euch, die darauf gewettet haben, daß ich erst im Herbst zur Wissenschaftstheorie-Prüfung gehe, habe ich eine herbe Enttäuschung. Ich bin heute hingegangen, und hab's geaced. Schahaha!

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