Juni 2005
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"This time around, we decided to get drunk and try to not confine ourselves to trying to write great songs. We wanted to get some cool riffs going, start screaming again and have a good time." -- Wayne Static über das neue Static-X-Album.

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Dieses ist der letzte Eintrag über die adrenalinförderndste Fernsehserie ever, 24, zumindest für absehbare Zeit - denn erst 2006 fängt die fünfte Staffel an, und ich habe gestern in einer 7-Folgen-Marathonsitzung die vierte abgehakt.

Ich sag's ja immer wieder: Wahnsinn! Schwarz bemängelt ja gerade bei der dritten Staffel diverse Punkte (siehe Schwarzblog), die eigentlich in den ersten beiden Staffeln ebenso zu finden waren. Klar werden fast alle Charaktere, die nicht mehr "benötigt" werden, weggeputzt. Aber das wurden sie ja auch in #1 und #2: Jenny, ihr Vater, der Typ, der sich als ihr Vater ausgegeben hat, Dan (der Fahrer des Vans), der Undercover-Cop, die Schnalle, die Mia Kirschner hilft, Michael Massee himself, die Rothaarige bei CTU, der Psychoanalytiker vom Sohn des Präsidenten, Dutzende von Henchmen und Rothemden-Agenten. Und das war nur die erste Staffel. Nicht zu vergessen, daß Folge 1.01 damit endet, daß ein Flugzeug mit zig Passagieren in die Luft gesprengt wird. Und Jack Bauer hat auch damals schon stets herumgebrüllt, geschwitzt, geblutet, gekeucht und alles alleine gemacht. Seinem Vorgesetzten George Mason schießt er in einer der ersten Folgen einen Betäubungspfeil ins Bein, um ihn zu umgehen. Mein Punkt? 24 war schon immer komplett auf der Kante und meistens auch darüber, Jack schon immer jemand, der keine Befehle entgegennehmen kann und als vollkommen Besessener seinen Job ausführt, und in der Welt, in der sie leben, ging es noch nie zimperlich zu.

Was gibt es also Neues, Aufregendes und Erleuchtendes von der vierten Staffel zu berichten? Zeit für eine Liste! Was gefällt?


  • "I don't think we have time for your personality disorder, Chloe." Die nervige Chloe, die es immer irgendwie schafft, ungut zu den Leuten zu sein, obwohl sie das vielleicht gar nicht immer will, ist wieder dabei, schnauzt wieder eine Reihe von Leuten ganz schräg an und darf sogar mal bei einem Einsatz mitfahren, dessen Ende sich dann als totaler Brüller entpuppt. Und weil ein Nerd bei CTU noch nicht genug Reibungspotential bietet, hocken die Autoren diesmal den Dicken Mo Edgar Stiles hinein, der genausowenig mit Leuten umgehen kann. Die beiden kabbeln sich dann wie im Kindergarten: Chloe will Edgars System benutzen, Edgar mag's nicht hergeben, also rennt Chloe zu ihrem Vorgesetzten und petzt. Super!


  • "You've broken every major protocol in the last 24 hours, Jack." Ehrlich: Jack kriegt diesmal ein (extern arbeitendes) Gewissen. Seine neue Freundin wird irgendwie in die Welt von CTU gezogen und ist völlig entsetzt über die Abläufe - und vor allem über Jacks Irrsinn. Der kennt mal wieder kein Pardon und foltert im Interesse der nationalen Sicherheit zuerst ihren Ex-Ehemann und steht dann schon mit dem ganz harten Equipment bei ihrem Bruder bereit. "Jack, you received an order from the President. You're counteracting the President of the United States!" (Jack, eher unbeeindruckt, antwortet hier mit: "Trust me, no one understands the consequences better than me.")


  • William Devane! Mann, der Kerl ist klasse. An dem ist irgendwie alles breit, vor allem die Aussprache, diese geile resonante Stimme mit dem leicht schleppenden Rhythmus. Nach zig Folgen kam ich dann auch endlich darauf, woher ich ihn kenne - nämlich aus FAMILY PLOT, Hitchcocks letztem Film, wo er eigentlich ganz anders aussah. Gute Figur auch irgendwie: "Take every means necessary to find out what my son knows."


  • Knüller: Besuch von Amnesty Global! Obermöpp Vosloo hält den CTU-Betrieb auf, indem er ihnen Amnesty auf den Hals schickt, die dann Evan Handler (die Glatze, die dann Charlotte in SEX AND THE CITY heiratet!) vorbeischicken. Das hält CTU leider davon ab, ihren Zeugen effektiv zu befragen, aber Jack holt ihn dann halt einfach raus aus CTU und bricht ihm im Auto einzeln die Finger. Was wissen schon die Wixer von Amnesty?


  • Von den Überraschungen will ich mal nicht berichten, weil es da ein paar gibt und die ziemliche Bringer sind. Nummero Uno: Die Mission von Mitch Anderson. Nummero Dos: Das Finale, bei dem man das Setup für Staffel 5 kaum erwarten kann.


  • Der Vizepräsident der USA - was für ein unangenehmer Kerl! Null Rückgrat, keinen blassen Schimmer, und sagenhaft gespielt von Gregory Itzin. Armes Amerika.



Ich glaube, das war's erstmal. Werter Obi-Wan, dear Schwarz: dringend anschauen!

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Ich habe am Wochenende vorm Spiegel festgestellt, daß ich schon einige graue Haare habe. "Wer ärgert dich denn da so?", wollte mein Papa wissen. Aber, blicken wir der Tatsache ins Gesicht, man wird halt nicht jünger. Wenn ich dann erstmal 30 bin, sehe ich vielleicht schon aus wie Steve Martin. Um den mitfühlenden oder hämischen Rückmeldungen aber gleich vorzubeugen, soll hier nicht unerwähnt bleiben, daß ich sehr stolz auf meine grauen Haare bin: Die habe ich mir hart erarbeitet.

So, und im Fenster nebenan beobachte ich eine eBay-Auktion: RESULTS MAY VARY von den Weichkeksen in der Bonusedition mit DVD. Jaja, Klappe auf den billigen Plätzen. Ich will's haben, um die Sammlung zu vervollständigen. Viel werde ich eh nicht dafür zahlen. Sorge macht mir allerdings, daß der Höchstbietende (bei zwei Euro fuffzich) schon wieder User "freddurst24689" ist. Der dürfte doch schön langsam den ganzen Scheiß zusammengekauft haben, oder?

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Ein steter Quell der Heiterkeit: Die Leserbriefseiten, auf denen sich mißverstandene und entrüstete Konsumenten zur Äußerung berufen fühlen. Vor mir liegt die neue Ausgabe vom Musikexpress, und auf Seite 4 (früher waren die Leserbriefe ganz hinten, und es kann nicht an der Qualität des Geschriebenen liegen, daß sie nach vorne verlegt wurden) zeigt sich ein Oasis-Fan sehr empört, daß die Redaktion die neue Oasis-Single nicht verstanden habe, und überhaupt seien Oasis ja viel besser als die Gorillaz. Natürlich kann der betreffende Redakteur die Single gar nicht gehört haben, sonst wäre ihm deren ausufernde Meriten ja ins Auge, bzw. Ohr, gesprungen - so die vielfach vollzogene Schlußfolgerung. Ehrlich: In jeder Ausgabe schreibt so jemand mit derart brillianter argumentativer Schlüssigkeit, und vielleicht ist es immer die gleiche Person unter stets neuem Namen. Überaus heiter auch ein besorgter Leser, der vor einem "unehrlichen Hype" warnt, und vermutlich ist der Teil des Briefes, in dem er uns ehrliche Hypes vorstellt, einfach nur von der Redaktion gekürzt worden. Den Vogel schießt ein Herr Zoppelt aus Wien ab, aber weil ich gerade gefrühstückt habe, bleibt sein Brief zum Thema Eigenurintherapie einmal unkommentiert.

Ähnlich spannend geht es auf den Leserbrief-Seiten der Cinema zu: Everybody's a fucking director. Stärker noch als bei der Musik ist beim Film schlichtweg jeder Mensch ein Experte und weiß, wie es hätte gemacht werden sollen. Dieses Phänomen trifft freilich nur auf wenige Kunstformen zu - im Museum habe ich bislang noch niemandem vor einem Bild stehen sehen, der sich beschwert hätte, daß man den Hund weiter nach links oder den Farbtupfer ein bißchen größer hätte malen sollen.

In der diesmaligen Ausgabe der Cinema reden sehr viele Menschen über KINGDOM OF HEAVEN, und natürlich ist einer dabei, der den Film "unrealistisch" findet. Vermutlich redet er eigentlich nicht vom Realismus, sondern von der Glaubwürdigkeit, aber schön langsam finden wir uns ja damit ab, daß da nicht unterschieden wird. Sagenhaft die Beobachtung von Herrn Bollinger, der uns wissen läßt: "Die historischen Fehler würden eine CINEMA-Ausgabe füllen." Soso. Daß Ridley Scott himself schon vorab darauf hingewiesen hat, daß er sich nicht zwangsläufig an den historischen Fakten orientiert hat, und daß es ihm eigentlich um etwas anderes geht als um ein detailgetreues Re-enacting durch Bunnies, mag Herrn Bollinger vielleicht entgangen sein.

Weiters wird von den Lesern bemängelt, es gäbe "schöne Bilder", aber keine Story (seufz), und zu schlechter Letzt echauffiert sich ein Herr Hubert, ihn habe die "aufgesetzte Moral" gestört. Denn: "Es gibt gute und böse Christen, wie es gute und böse Muslime gibt." Lieber Herr Hubert, die von ihnen als aufgesetzt bezeichnete Moral scheinen Sie nicht einmal ansatzweise im Film entdeckt zu haben. Zum Nachdenken darf ich noch Steve Arlo aus dem Film ZERO EFFECT zitieren: "There aren't evil guys and innocent guys. It's just... It's just... It's just a bunch of guys."

Frieden schaffen dann freilich die Zuschriften zur EPISODE III: "Dies ist nicht nur die beste Episode der neuen Trilogie - es ist die beste von allen," schreibt ein anonymer eMailer, und ich vermute die Autorenschaft bei Alex Sobocop.

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Filmschauen dauert manchmal ganz schön lange. Das wissen nicht nur die Fans von HEAVEN'S GATE, sondern auch jene Gestreßten, deren Aufmerksamkeitsspanne knapp über MTV-Niveau liegt und die deshalb nach 30 Minuten prinzipiell das Ende des Films herbeisehnen. Aber, oh Freude, Hilfe ist nah! Zum Glück gibt es die Website Angry Alien, wo man Klassiker in 30-Sekunden-Fassungen ansehen kann. Ach ja, und alles ist "re-enacted by bunnies". Gerade neu auf der Seite: PULP FICTION. Der absolute Knüller: Die TITANIC-Fassung, wo man sich viel Drama ersparen kann. Sehr empfehlenswert, und filmisch gesehen durchaus lehrreich, weil sogar klassische Kameraeinstellungen in die Hasenversionen übernommen werden!

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Freunde des in unseren Kreisen so beliebten Selbstfilms (darunter Werke wie DER NEUE LAGERCHEF, DAS GESPRÄCH und HARLEM NIGHTS) sei das neue Forum von Jörg Z. empfohlen. Köln mag unter der Aussicht auf die Zusammenarbeit mit einem stilistischen Genie durchaus eine Reise wert sein. Im Forum kündigt Jörg den Abschluß seiner Lagerchef-Trilogie an, der uns den "Abschied von den 2 legendären Figuren Bernd Meyer und Thomas Fritz" nahebringt. Weitere Informationen über die Produktion sind dem Forum verständlicherweise nicht zu entnehmen (wegen "Ideenklau, oder Verschwiegenheitsklausel"), aber die Crewliste zeigt, daß sich Jörg jetzt auch mit bislang verschmähten Posten wie Tonassistenz, Bühnenassistenz und "Produktionsaufnahmeleiterassistenz" befaßt. Für die weitere Zukunft kündigt der ambitionierte Einzelgänger einen No-Budget-Film in Spielfilmlänge an, der als "Leichtverdaulicher Spielfilm" geplant ist. Wir sind gespannt. Und was ist dein größter Wunsch als Schauspieler? "Ich als Kriminalbeamter in einer Nebenrolle mit meinen tollen Hemd, dies wäre sicherlich der beste Renner," erklärt uns der bodenständig gebliebene Nonkonformist und führt aus, dies "würde garantiert Einschaltquoten bringen, wenn in der Fernsehzeitung ein Foto und in der Filmvorschau in einen Ausschnitt ich mit den Hemd zu sehen wäre."

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Wenn man älter wird, wird auch die Musik gemütlicher. So scheint's zumindest bei den Verantwortlichen für die heutigen beiden Musiktips zu sein. Ich selbst warte ja noch darauf, daß sich der Nicht-mehr-so-laut-Effekt einstellt, aber bislang zeige ich mich nicht allzu gesetzt, was die Wahl meiner CDs beim Autofahren angeht.

Chad Benekos war mal bei (hed) p.e., aber 2002 oder 2003 ist er ausgestiegen, um eigene Pfade zu gehen. Jetzt ist er wieder mit einer Band aufgetaucht, die superfein klingt und dem gewöhnlichen (hed)-Fan wahrscheinlich viel zu brav sein wird. Zu hören gibt's was bei http://www.duressmusic.com.

Nach dem Nothingface-Split hat auch Bill Gaal wieder ein bißchen Luft zum Atmen, und deshalb klingt sein Kingdom of Snakes auch wieder viel melodiöser, und gar nicht so angefressen wie die frühere Band. Vier gute Demos findet man hier.

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Geheimtip: Die Band Nightmare of You ist gerade als Vorband von Head Automatica unterwegs und veröffentlicht im September ihr erstes Album. Die beiden Songs, die auf der Webpage http://www.nightmareofyou.com/ zu hören sind, laufen heute bei mir in Dauerrotation.

Schnitzelreport: Die Fageralm hat wieder offen und serviert auch wieder brav große Kaliber der Marke "Nur Ben kann hinterher noch etwas essen". Die Schnitzeltester Genzel und Obi-Wan jedenfalls sind nach dem gestrigen Besuch sehr zufrieden. Auf der Heimfahrt hat Obi-Wan dann übrigens seine erste Begenung mit Korn gehabt, aber ich glaube nicht, daß er zum momentanen Zeitpunkt beim Müller steht und alle Alben der Band kauft.

Bauarbeiten: Auf der Anglistik wird gerade heftigst renoviert. Das sorgt für Unruhe, gelegentliche Lärmbelästigung und Sorge, daß der Neubau dann doch wohl nicht so bald kommt, wenn jetzt noch viel Geld in das längst nach dem Abriß rufende Haus gesteckt wird. Wie wir aus zuverlässigen Quellen erfahren haben, wurde ja schon 1975 den Studenten der Akademiestraße gedroht, sie könnten bald im Container landen, und wir gehen davon aus, daß auch wir unseren Kindern das noch erzählen können.

Bauer-Schauer: Gestern habe ich leider nur 2 Folgen von 24 schauen können, aber langsam mache ich mir Sorgen um Jack Bauer. Der Typ wird ja immer irrer. Ein bewaffneter Raubüberfall, nur um einen Verdächtigen festzuhalten, bis die (nicht genehmigte) Satellitenübertragung eine Verfolgung garantieren kann? Tief durchatmen, Jack. Du hättest dem Kerl vielleicht auch einfach die Reifen aufstechen können. Jedenfalls bleibt die Serie definitiv so lange unterhaltsam, wie sich Jack innerhalb von drei Sekunden stets auf 180 bringt.

Gummialiens: Was für ein wunderbarer, aufregender Film EXPLORERS (von 1985) doch ist. Die ersten zwei Drittel lang. Mit gerade magischer Unschuld erzählt Joe Dante da die Geschichte von drei Jungs (darunter der blutjunge Ethan Hawke sowie River Phoenix), die dank eines unglaublichen Fundes ein Raumschiff bauen, um das All erkunden zu können. Problematisch wird der Film dann, wenn sie tatsächlich im All sind und die Aliens treffen, die sie hergelockt haben. Als wäre man plötzlich in einem anderen Film! Da wackeln dann Alien-Karikaturen in Gummikostümen herum und sprechen wie game show hosts, weil sie seit Jahren nur amerikanisches Fernsehen schauen und glauben, daß die Menschen alle so reden. Was für eine Enttäuschung, daß ein solches Abenteuer dann mit einem derart blöden Witz (denn darauf läuft es letztendlich ja hinaus) enden muß. Auf dem Papier war das vielleicht noch witzig, und Joe Dante wollte vielleicht wieder ganz subversiv sein - ähnlich wie in GREMLINS oder in SMALL SOLDIERS - aber dann müßte der gesamte Film ironisch aufgezogen sein, und nicht so (im positiven Sinne) naiv. Man könnte vielleicht einfach nach 60 Minuten ausschalten, dann hat man ein grandioses Abenteuer gesehen, dessen Fortführung man sich dann selber ausmalen kann.

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Mal ehrlich: Wenn im Flugzeug neben mir George Kennedy sitzen würde, würde ich sofort aussteigen. Das kann ja nur schiefgehen! Schließlich war Kennedy in allen 4 Teilen von AIRPORT, ganz zu schweigen von seinem Erscheinen in ERDBEBEN. Der Mensch zieht ja Katastrophen förmlich an. So auch gestern abend auf Kabel 1, wo DER FLUG DES PHÖNIX dank ihm nicht ganz so glatt verlaufen ist. Mit an Bord übrigens auch der nicht ganz unverdächtige Ernest Borgnine - neben Flugzeugabstürzen (THE GHOST OF FLIGHT 401) hat der ja auch einen gesunkenen Luxuskahn auf dem Kerbholz (POSEIDON INFERNO).

Aber gut, die PHÖNIX flog 1965, wo das noch keiner wußte, und deshalb ist auch vorher keiner ausgestiegen. Ich glaube, daß ich den Film mal als ganz kleines Kind gesehen habe, aber an viel konnte ich mich nicht erinnern. Gestern sind mir aber wieder einmal die Augen aufgegangen, und trotz des angestaubten Charmes alter Filme bleibt die PHÖNIX ein spannendes, exzellent gemachtes Abenteuer. Jimmy Stewart ist wie gehabt so verläßlich und so gut, daß man sich wünscht, es würde ihn immer noch geben. Zeit, den Giganten Jimmy in den Heldenpantheon zu befördern, wo er aber eigentlich schon immer saß.

Größte Überraschung: Gabriele Tinti flog auch mit. Der hat dann 1976 Laura Gemser geheiratet und war in (räusper) großartigen Filmen wie EMANUELLE UND DIE LETZTEN KANNIBALEN zu sehen. Stets angezogen, versteht sich.

Nun, da muß ich mir das Remake mit Dennis Quaid (der eigentlich auch immer verläßlich ist) wohl auch ansehen. Aber ohne die herbe, maskuline Regie von Robert Aldrich wird das wohl nur halb so schön.

Der eine oder andere Leser fragt sich jetzt sicherlich, warum in diesem Eintrag 24 nicht erwähnt wird. Das liegt wohl daran, daß ich gestern nur die ersten 3 Folgen der vierten Staffel geschaut habe und mir die längeren Schwafeleien über Jack und seine Gang für später aufhebe. Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, daß mir langsam scheint, daß Jack ein großes Problem mit Autorität hat.

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OK, die letzten paar Tage habe ich mir wohl wirklich eine Überdosis 24 verpaßt. Heute nacht habe ich ja wieder von Jack Bauer geträumt, aber diesmal war ich Jack, und es ging auch nicht um gemütliches Drehbuchschreiben. Die Story kriege ich nicht mehr so ganz zusammen, aber es gab mindestens eine Schießerei, bei der ich eine Kugel ins Bein abgekriegt habe - das hat mich aber natürlich nicht davon abgehalten, meine Patriotenpflicht zu erfüllen. Dann war da ein Angriff von einer Reihe Messerstecher, und ich habe drei von den Burschen gleichzeitig mit bloßen Händen in Schach gehalten. Einem habe ich schlichtweg mit der Hand das Messer festgehalten, das war sicher auch schmerzhaft, aber irgendwie nötig, und dann flog der Bösewicht auch schon über das Geländer ein paar Stockwerke nach unten.

In irgendeinem Altenheim hatten wir dann so eine Überwachungsaktion, wo die ganzen Baddies nicht wissen durften, daß wir da sind, und ich habe unsere junge Praktikantin ins oberste Stockwerk geschickt, wo sie dann auch prompt von irgendeinem langhaarigen Henchman erledigt wurde. Die Gewissensbisse hielten sich aber in Grenzen, schließlich mußte ja die Leiche versteckt werden, damit unsere Operation nicht auffliegt. "Negative. If we don't hide the body, he will know CTU is watching him," habe ich dann meinen Untergebenen am Funk erklärt. Wer "he" ganz genau war, weiß ich nicht mehr so genau, aber er war wirklich total böse und hatte einen ganz ausgeklügelten Plan, viel Unheil zu stiften und mich dabei zu erledigen. Oh, und dann kam ein Altenheimbewohner, der mir sagte, daß wir die Leiche doch da nicht einfach in den Schrank packen können. "Right now," habe ich ihm dann erklärt, "there are terrorists in the building. Our main priority is to bring them down." Ich denke mal, ich hab's auch geschafft, dabei so ein Gesicht zu machen wie Kiefer, wenn er solche Sachen sagt. Der alte Mann hat sich dann verständnisvoll gezeigt und mir erklärt, er wäre ja früher mal Polizist gewesen, dann hat er mir seine Dienstmarke gezeigt, die er in seinem Altenheimbewohnerbademantel wohl immer mit sich herumträgt, und mir viel Glück gewünscht. Durchs Fenster habe ich dann die Wagenkolonne der schlechten Menschen abfahren sehen, und es gab einen dramatischen Kamerazoom auf den Langhaarigen, weil der mich in einem dramatischen Moment fast gesehen hätte - er schaut nochmal nach oben zum Fenster, ich dahinter, und einen Moment lang glauben alle Zuseher, er merkt etwas.

Der fiese Obermöpp saß übrigens mit Nina und irgendeiner anderen Frau im Wagen, und einen kurzen Moment lang habe ich dann nachgedacht, ob wir einfach einen air strike befehlen sollen, der den Wagen wegputzt.

Das große Finale bei einer Dinnerparty kriege ich leider nicht mehr zusammen, aber vielleicht war's ja bloß ein Cliffhanger. Der wird dann heute nacht aufgelöst.

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Mal wieder hart gearbeitet die letzten Tage, aber von nichts kommt ja auch nichts: Die dritte Staffel von 24 mußte fertig geschaut werden. Vorgestern 5 Folgen, gestern 3 Folgen, heute die letzten 4. Da kriegt man schnell so einen Flash, wo man dauernd auf die Uhr schaut und bedrohliches Ticken erwartet, und heute nacht habe ich von Jack Bauer geträumt, der jetzt in einer Produktionsfirma arbeitet und dringend über Nacht ein Drehbuch fertigschreiben mußte. "I can do this," bellte er irgendwen an, der gerade in charge war, während ihm Schlafmangel und sonstige körperliche Mängel schon ins Gesicht geschrieben standen. Er hat sich dann schnaufend und mit schmerzverzerrtem Gesicht an seinen Schreibtisch gesetzt, sehr schwarzen Kaffee getrunken und auf seiner Tastatur herumgeklopft. Tick, tick, tick.

Jedenfalls war die dritte Staffel der absolute Wahnsinn. Nicht so gut wie die zweite, weil die Geschichte nicht ganz so stringent erzählt wird, aber genug Höhepunkte und Irrsinnsideen, um einen glaubhaften Alptraum zu kreieren. Die Autoren waren diesmal besonders gnadenlos, es beißen Haupt- und Nebenfiguren sowie eine Hundertschaft von Zivilisten reihenweise ins Gras, und es geht mal wieder alles schief, bevor irgendetwas erreicht wird. Besonders gut diesmal: Paul Schulze als Ryan Chappelle. Jetzt wartet natürlich die vierte Staffel auf mich, und dann ist der Irrsinn bis Herbst erstmal ausgestanden. Dann kommt Nummero fünf.

Heute war übrigens der erste Tag unseres alljährlichen Bücherbazars, und ich erinnere mich nicht genau, warum ich darauf bestanden habe, gleich früh morgens ab 9 mitzuhelfen. Nachdem ungefähr 157 Kisten mit Büchern geschleppt und verladen wurden, kam der gemütlichere Teil des Aufbauens und Auspackens. Ich habe mich freilich gleich über die Schallplatten hergemacht, einiges sofort zurückgelegt und alle Reinhard-Mey-Platten für Schwarz heraussortiert. Da waren aber diesmal auch wirklich Schmankerl dabei: Zum Beispiel ein Album von Etron Fou Leloublan, zwei von Stan Getz, eines von David Bowie, ein paar ECM-Scheiben. Fein, fein.

Als Interlude zwischen den 24-Episoden habe ich auch gleich zwei von den Platten gehört. Stanley Turrentines WHAT ABOUT YOU! ist, wie zu erwarten war, ein relativ unaufregendes Disco-Jazz-Album, aber es stand schon eine ganze Zeit auf meiner Suchliste. Abgehakt. Richtig toll ist TEMPLE OF BIRTH von Jeremy Steig, einem Flötisten, der hier zusammen mit Alphonse Mouzon, Johnny Winter und ein paar anderen Profis ein sehr aufregendes Jazzrock-Album eingespielt hat.

Im Hintergrund rennt übrigens gerade Limp Bizkit, und weil die auf der Website nur "The Truth" zum Anhören anbieten, rennt der jetzt schon zum ungefähr neunten Mal. Aus!

Faulkner war heute im Briefkasten. Aber zunächst mal muß ja noch Salinger fertiggelesen werden, und vor dem deprimierenden Süden würde ich noch ganz gerne das Buch über den Mythos der Counterculture lesen. Auf dem Bazar heute habe ich mir gleich auch noch zweimal Hemingway mitgenommen, weil ich ja sonst nichts zu tun habe, und jetzt schwirrt mir der Kopf.

Ich sollte eine Liste machen mit den Dingen, die ich ganz dringend tun muß. Erstens: SCHLAFLOS schneiden. Zweitens: Meine Übersetzungen erledigen. Drittens: Den Carpenter-Essay überarbeiten.

Was denn, ihr lest immer noch? Schluß ist jetzt! Ich gehe jetzt heim und mache mir etwas zu essen. Gute Nacht!

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Schwarz + Wochenende ohne Dusche = kilometerlange Blogeinträge. Jetzt stellen wir uns mal vor, er wäre bei so einer Tournee noch krank, dann könnte er locker den nächsten großen amerikanischen Roman in Blogform schreiben. Jedenfalls habe ich mich gerade durch die Festivalberichte durchgeackert, bin ein klein bißchen neidig, und finde die Mötley-Crue-Erkenntnis jetzt nicht so gravierend, denn wie die Burschen drauf sind, wußten wir ja vorher auch schon.

Gestern abend konnte ich endlich die ersteigerte Hadley-Caliman-LP auf den Plattenteller legen und war sehr glücklich. Aus seiner Gruppe kenne ich keinen einzigen Musiker, aber die Jungs sind fantastisch. Das Wichtigste aber ist Calimans Tenorsaxophon, sein dreckiges Spiel, seine Hingabe, die diese Platten zu gutem Stoff werden lassen: Man will mehr, man fühlt sich gut, und man weiß, daß es irgendwann vorbei sein wird. Jetzt fehlt mir nur noch ein Album von Caliman, aber zum Glück gibt's noch ein paar Alben, auf denen er als Gast mit von der Partie ist. Hallo eBay!

Oh, und dann habe ich mir ja gestern - als Interlude zwischen zwei Folgen von 24 - wieder einmal HARLEM NIGHTS angesehen, den ich jetzt mittlerweile auf DVD besitze. Gemeinhin hält man ja Jörg Zimmermann für den Erfinder des Selbstfilms, aber andere können das auch: Eddie Murphy hat bei HARLEM NIGHTS Drehbuch, Regie, Hauptrolle und ausführende Produktion übernommen, und sich selbst auch. An einer solchen Omnipräsenz sind schon andere gescheitert (denken wir mal an das bizarre Regiedebüt von Dan Aykroyd), und Murphy scheint auch völlig überfordert zu sein. Dabei wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, das Harlem von 1938 so steril und antiseptisch wie möglich im Studio nachzustellen und mit einer leblosen Story und traurigen Gestalten anzureichern. Murphy spielt ohne Charakterkonsistenz, mal grimmig, mal wütend, mal witzelnd, mal cool, aber nie überzeugend. Richard Pryor steht meist in der Gegend herum und wirft Murphy ein bewunderndes Lächeln zu. Jasmine Guy schafft es immerhin, ihre Bodenmarkierungen zu beachten. Und Arsenio Hall brüllt sich durch eine komplett hysterische Rolle, die so unglaublich bescheuert ist, daß er seinen Manager dafür hätte feuern sollen. Dazwischen versteckt sich Danny Aiello, der einzig wirklich gute in dem Ensemble, aber sein schleimig-korrupter Cop kann die Chose auch nicht mehr retten.

Sollten übrigens Zweifel aufgekommen sein: Der Film ist nicht komisch. Die Figuren ergehen sich in einem endlosen Redefluß, der nur aus Obszönitäten und F-Wörtern besteht (es erübrigt sich wohl, darauf hinzuweisen, daß kein Mensch 1938 so geredet hat wie ein Komiker in den 80ern). Der schlechte Geschmack zeigt sich aber auch anderswo: Zum Beispiel in der völlig abstrusen Szene, wo sich Murphy mit einer alternden Hure prügelt (!) und ihr dann den kleinen Zeh wegschießt. Oder in einer anderen Szene, wo Murphy Jasmine Guy nach dem Liebesspiel das Gehirn wegpustet. Es ist ja stets überraschend, wieviele Comebacks Eddie Murphy in seiner Karriere schafft, aber das Sabotieren selbiger beherrscht er auch wie kein anderer.

Warum also, höre ich jetzt Schwarz fragen, kaufe ich mir den Film auf DVD (und sei's nur für schlappe €4,99) und sehe ihn mir zum mittlerweile dritten Mal an? Easy: 1. Die Musik ist von Herbie Hancock. 2. Als Filmliebhaber muß man die besten und die schlechtesten Streifen mit gleicher Aufmerksamkeit betrachten, um daraus zu lernen. Und 3. Ich habe eine beinahe morbide Ader, mit der ich die Tiefpunkte meiner Lieblinge wie Verkehrsunfälle ansehen muß, weil es eine tragische Komponente hat und sie dadurch menschlich werden. Und deshalb werde ich mir auch ANOTHER YOU zulegen, diesen Schwanengesang der einstmals großen Komiker Gene Wilder und Richard Pryor, der nicht nur erbärmlich schlecht ist, sondern auch Pryors Krankheit so gar nicht verbergen kann, daß einem die Tränen kommen. Nennt mich ruhig masochistisch, ich nenne es mitfühlend.

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Stillstand im Bloggerland: Es tut sich gar nichts im Web. Schwarz rockt ja wohl gerade im Park (oder am Ring, ich kann mir das nie merken) und wird mir hinterher wieder erzählen, wie toll es war, aber fragen, ob ich mitwill, würde er mich natürlich nie. Obi-Wan bastelt vermutlich an seinem vierten Blog, in dem er über seine anderen Blogs reflektiert und eine Übersicht erstellt. Sobocop hat die mündliche Abschlußprüfung am Freitag wohl derart mitgenommen, daß die Äußerungsfähigkeit gelitten hat. Da bleibe nur ich als aufrechter, stets präsenter Berichterstatter im Netz, auch wenn es gerade gar nichts Aufregendes zu erzählen gibt.

Eben gerade habe ich meinem Dad eBay (wieder) erklärt, und er will sich das dann mal anschauen. Eben kurz zur eBay-Geschichte meines Dads: 2003 wurde er Mitglied, hat erfolglos versucht, zwei Drucker zu verkaufen, und erwarb dann bereits 2005 seinen ersten Artikel - ein Buch über eBay. Weil das aber sehr dick ist, drückt er sich momentan noch um eine intensivere Auseinandersetzung mit der Materie und hat mich einstweilen gebeten, die Ersteigerung seines zweiten Objekts (ein Buch namens HAUPTMANN SORRELL UND SEIN SOHN) in die Wege zu leiten.

Ich selbst bin ja momentan in der elektronischen Bucht wieder verstärkt tätig. Erst kürzlich habe ich eine feine Sevendust-Single ersteigert (WAFFLE), auf der 4 Live-Tracks zu hören sind, und das für nur einen Euronauten. Teurer, aber dafür auch schon viel länger auf der Suchliste, ist die erste Platte von Hadley Caliman, die auch nie auf CD erschienen ist. Gestern habe ich von einem Burschen in Österreich einen ganzen Stoß Limp-Bizkit-Singles ersteigert - freilich nur aus Arbeitseifer. Eine davon ist mir durch die Lappen gegangen, weil sie zu teuer wurde, aber das ist zu erwarten, wenn man gegen einen User namens "freddurst27832" bietet. Das Gruselige daran ist dann wohl, daß es noch mindestens 27831 weitere "freddurst"s bei eBay gibt.

Weil das Ende von Salinger (bzw. das seines Oeuvres) schon abzusehen ist, habe ich mir gleich einen dicken Schinken von Faulkner geordert - THE SOUND AND THE FURY. Meine Mom wird's zeitgleich lesen, weil wir gestern darauf gekommen sind, daß wir beide noch nie etwas von W.F. gelesen haben. Potzblitz! Wir bereiten uns auf einen schweren Downer vor, aber offenbar gibt es bei Faulkner nichts Erheiterndes im Gesamtwerk. Heute habe ich von Salinger "Pretty Mouth and Green My Eyes" gelesen, eine weitere feine Kurzgeschichte, bei der mir aufgegangen ist, daß Salinger mitunter deshalb so toll ist, weil er das Offensichtliche nicht ausspricht und stets mit einer frischen Idee überrascht.

Apropos überraschend: WILD PALMS ist immer noch so gut wie vor 12 Jahren. Damals habe ich diesen TV-Mehrteiler zum ersten Mal gesehen, und heuer haben sich meine Mama und ich entschieden, die Palmen zu revisit-en. Die von Oliver Stone produzierte Serie war damals als TWIN-PEAKS-Konkurrent ins Rennen geschickt worden, obwohl sich immerhin zum Schluß irgendwie alles einigermaßen aufklärt. Dennoch ist's höchst verwirrend, der komplexen Handlung zu folgen, und immer noch spannend und faszinierend. Gute Cast: Jim Belushi (bevor er dick wurde), Kim Cattrall (bevor sie doof wurde), Brad Dourif, David Warner, Angie Dickinson. Weniger gut ist Ben Savage, der kleine Bruder vom WONDER-YEARS-Fred, der völlig ausdruckslos spielt, und die Effekte sind eben doch etwas billig, weil Fernsehen 1993 noch ganz anders aussah als heute. Schade, daß es die Serie nicht auf DVD gibt - aber damals ist sie einigermaßen gefloppt. Wahrscheinlich, weil die Geschichte zu viel Aufmerksamkeit erfordert und der ganze Spaß auch einigermaßen brutal ist. Damals habe ich mir ja noch den Comic, den fantastischen Soundtrack (von Ryuichi Sakamoto) sowie das Buch gekauft. Das Dankesschreiben von Ollie ist sicher in der Poststelle Pfaffing verschlampt worden.

Ui, und meiner Mom hat WHITE PONY von den Deftones so gut gefallen, daß sie die auch gleich haben will. Und von Nothingface war sie einigermaßen weggepustet, hat aber dann gefordert, ich soll die CD nächstes Mal auf jeden Fall wieder mitnehmen. Hihi.

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... und auf irgendein'm Gipsbein steht mein Autogramm. Okay, die Autogramme halten sich noch in Grenzen, wenn auch am gestrigen Abend eine mir völlig unbekannte Frau mit großen Augen unbedingt meine Telefonnummer und eMail-Adresse haben wollte (ersteres blieb unter Verschluß) und mich dann noch gefragt hat, wo ich eigentlich herkomme: "Das frage ich jeden Künstler".

Die letzte Performance war, wie es so üblich ist, ein Mordsspaß, wo wieder überall kleine und große Gags eingebaut waren. Der Bringer waren natürlich die Hosen samt Danksagung, die den Insidern vor lauter Lachen beinahe Urlaub unterm Sauerstoffzelt beschert hätten. Tja, und dann ist's vorbei, alles wird abgebaut, die Garderobe wird geräumt, und lange, harte Arbeit löst sich mehr oder weniger in Luft auf. Natürlich gibt es noch ein paar Nachbeben: Nach wie vor sprechen mich die Leute auf das Stück an, auf meine Darstellung, und die Rückmeldungen sind sehr positiv. Da ist natürlich schon so manches dabei, was dem Ego schmeichelt - zum Beispiel, wenn man tatsächlich fünf Minuten am Stück von jemandem hört, wie gut man war. Da ist dann das Pflichtlob schon lange vorbei und man merkt, daß scheinbar doch etwas dahintersteckt.

Naja, jetzt wird erstmal gründlich gefeiert. Diesen Monat gibt's ja noch unsere Grillfeier bei Ilse, wo sich die Truppe trifft, und weil sicher wieder jemand nicht kann, wird noch eine Feier hinterhergeschoben, und dann gibt's sicher noch Abschiedsfeiern für den Einen oder die Andere - zettbee für Lizzie, unsere Regieassistentin, die jetzt bald nach Bristol geht und dort eine Triphop-Band gründet. Oder was man halt sonst so in Bristol macht. Ui, und bald haben wir auch sicher die Fotos, wo wieder ein paar Knüller dabeisein werden.

Ben freut sich jetzt sicher, daß ich ihm nicht mehr jeden Abend in die Nüsse schlagen kann. Ich halte ja gar nicht so viel von Method-Acting, aber irgendwie habe ich trotzdem fast immer richtig getroffen. Autsch. Alles für die Kunst.

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Cold, die sehr explizit in meinem Film SCHLAFLOS besungen werden, haben ja am 30. August ihr neues Album A DIFFERENT KIND OF PAIN im Laden. Die erste Single ist okay - freilich nicht so ein Bringer wie "Stupid Girl", aber das war ja auch ein einmaliger Wurf. Wird sicher ein gutes Album, der gute Scooter hat uns ja noch nie enttäuscht. Hier hören: http://www.myspace.com/cold

"Raindrops" vom MACHINA-Album ist einer meiner liebsten Pumpkins-Songs, was vielleicht daran liegt, daß ich nur zwei ihrer Alben habe und eins davon nicht ausstehen kann. Aber die formidablen theSTART haben für eine upcoming tribute CD ein Cover aufgenommen, dessen Eighties-Elektro-Chic beinahe an den New-Romantics-Trance von Ultravox zu Zeiten von RAGE IN EDEN erinnert. Händedruck an Aimee Echo und rübergesurft zu: http://www.myspace.com/thestart

Sind Wayne Statics Haare wieder gewachsen? Grandios! Neues Video hier: http://www.warnerreprise.com/asx/staticx_imtheone_450-v.asx

Heute lag übrigens die EP von Septembre im Briefkasten, und sie trägt den schönen Titel RULE 3: CONCEAL YOUR INTENTIONS. Septembre ist die neue Gruppe von Ex-Vex-Red-Frontmann Terry Abbott, und dessen Stimme ist immer noch der Hit. Hab' mir ein paar Songs angehört bei http://www.myspace.com/septembre und dann gleich die EP bestellt. Christian glücklich!

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Der Theaterreport, Teil 3: Was Schauspieler gar nicht mögen. Heute morgen hatten wir eine Matineevorstellung für einen großen Haufen Schüler, und die waren ganz zach. Es ist jedes Jahr eine Aufführung dabei, wo das Publikum irgendwie gar nicht reagiert und selbst bei den größten Brüllern eher ruhig bleibt. Wir vermuten mittlerweile, daß einfach jedes Jahr die gleiche Schulklasse vorbeikommt, und die ist voll mit Schülern, die wegen Englisch sitzengeblieben sind. Nun, zu ihrer Verteidigung muß man sagen, daß sie im 2. Akt ein wenig aufgetaut sind, und daß ihnen die schmuddeligen Witze natürlich ganz enorm getaugt haben. Wie's halt so ist. Inmitten der Schüler saß meine Mama, die am Montag wegen der Sintflut nicht kommen konnte, und der hat's sehr gut gefallen, aber sie hat sich nicht getraut, laut zu klatschen, weil man ihr ja Befangenheit unterstellen könnte. Die beste Performance heute morgen stammte aber von unserer Regieassistentin Lizzie, die beständig als slow clapper versucht hat, das Publikum anzuheizen. Mein Vorschlag: Lacher vom Band. Die heutige Jugendgeneration weiß ja dank Sitcom-Lacheinspielungen nur beim Erklingen konservierten Gekichers, daß etwas komisch ist.

Naja, heute Abend wird das sicher wieder schmissiger. Ab irgendeinem Punkt kommen einem die Aufführungen freilich wie der Murmeltiertag vor, aber nach den 2 Aufführungen morgen sind wir ja auch schon wieder fertig. Und morgen abend wird eh noch mal der Bringer, und anwesende Prominenz unter den Gästen (darunter Doktor Vokal, mein Dad und Obi-Wahn) verleiht der letzten Performance natürlich eine spezielle Note.

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