Mai 2005
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Schon wieder Theater? Aber freilich. Schließlich ist das diese Woche das Ereignis, und weil bei so vielen Aufführungen nicht so viel Zeit (und Aufmerksamkeit) für Anderes bleibt, wird halt jetzt dauernd über unser Stück gebloggt.

Gestern war ja die "richtige" Premiere, und die hatte es in sich. Nicht zuletzt, weil die Wassermassen, die sich da über Salzburg ergossen, die Arge teilweise unter Wasser gesetzt hatten und Ilse & ihre Mädels zunächst mal schwer mit Feudeln beschäftigt waren. Der Weg in die Arge ließ den Wunsch nach einem Ruderboot aufkeimen, und mit sommerlichen Sandalen macht das viel Freude, über das Wasser zu wandeln. Michael telefonierte mit seinem Freund, der im Festspielhaus festsaß, wo schon die Feuerwehr im Einsatz war: "Ruf einfach ganz laut 'Hiiilfe', dann kommt sicher ein schöner, starker Feuerwehrmann, der dich dann übers Wasser trägt". Hihi. Voll war's dann irgendwie trotzdem, und die halbe Anglistik saß in der ersten Reihe und hat sich groß amüsiert. Auch mein Herr Papa war da und war mal wieder ganz stolz. Weil er einer größten Fans ist, kommt er am Donnerstag auch gleich nochmal. Ebenfalls zugegen: Der Troeb-meister mit Hellermann-Frisur, und umgekehrt. Und schon wenig später hat sich Fanpost in meiner Mailbox eingefunden.

Ach ja, es sind übrigens ÖH-Wahlen. Ich bin meiner Studentenpflicht freilich schon nachgekommen und habe einen Zettel für die UV ausgefüllt. Mir war auch so, als wären da noch andere Studenten, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Potzblitz! Daß das mal nicht einreißt.

Und jetzt sollte man ganz flott zu Betty's Apartment herübersurfen und sich den Song aus dem Soundpark anhören. Der ist nämlich ruhig und klein und doch ganz groß. Mehr muß her! Ui, und im Hintergrund läuft bei mir gerade Eve's Plum mit CHERRY ALIVE - eine neue Folge aus "schnuckelige Perlen, die man auf eBay für einen Euro ersteigern kann".

In der nächsten Folge: Warum Piloten größere Gehirne haben als Murmeltiere.

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Heute abend ist opening night bei uns im Theater - obwohl wir unsere Feuertaufe (beziehungsweise die Vorpremiere) ja schon gestern hatten, weil bei der Generalprobe an die 100 Zuseher zugegen waren. Das war ein ziemlicher Schlauch gestern - einen kompletten Durchlauf für uns selbst, und dann die Generalprobe, und in der Arge hat's bei dem schönen Wetter drinnen ungelogen 75° ohne Klimaanlage, und wenn man dann mit Anzug und Krawatte herumlaufen muß und mehr Kostümwechsel hat als ein durchschnittliches Supermodel, dann schwitzt man ganze Bäche. Nach dieser Woche - immerhin sechs Aufführungen - wiege ich sicher nur noch die Hälfte. Egal: Die Generalprobe lief bestens, dem Publikum hat's gefallen, und die Eröffnungsnacht heute wird sicher ein Knüller. Ich sollte mich wohl schon mal auf die Feierlichkeiten danach vorbereiten, die sicherlich wieder ein wenig ausufern werden. Ach ja, meine Eltern und meine Schwester werden heute abend auch zugegen sein, und vielleicht sammelt mein Dad dann wieder Autogramme von den Schauspielern, so wie er das letztes Jahr gemacht hat. Ui, und am Donnerstag verpflegt uns die Arge mit Schnitzeln, weil demokratisch abgestimmt wurde und viel weniger Leute Nudeln oder sonst irgendeinen Unfug haben wollten. Was für ein Leben!

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Jetzt muß ich doch mal mein Lob an die Ehrentrudisalm aussprechen. Zunächst mal sind die Schnitzel dort nämlich sehr anständig und schmecken gut. Dann sitzt man auch sehr gemütlich dort und kann sich nach dem Essen beim Ausblickspunkt auf ein paar Bänke oder einfach ins Gras setzen. Angenehm zum Lernen (wie euch C2 sicher bestätigen wird) oder zum Salinger-Lesen (dessen Kurzgeschichte "The Laughing Man" eine weitere fantastische Story ist).

Und dann brütet man dort noch ganz tolle Filmideen aus. Zumindest hat's den Anschein, denn unsere Story IN STOCKHOLM KANN MAN PFERDE GEWINNEN wird ein ganz skurilles, leichtes Abenteuer, das uns beide beim Erfinden völlig begeistert hat. Obi-Wan, dem ich die Story gerade verklickert habe, sah weniger hingerissen aus und blieb vielleicht einfach nur höflich, aber ich werde im Laufe der nächsten Tage einfach selber für mich herausfinden müssen, ob die Geschichte etwas taugt oder nicht. Nach den Theateraufführungen, of course, die mich diese Woche jetzt erstmal auf Trab halten werden. Go, Ninja, Go!

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Zwei Kurzmitteilungen erinnern uns heute daran, Chevy Chase in den Heldenpantheon aufzunehmen. Jaja, der gute Chevy hat seit ungefähr 13 Jahren keinen richtig guten Film mehr gemacht - zumindest keinen, in dem er länger als 3 Sekunden zu sehen war. Egal: Allein für den unterkühlten, nie beeindruckten Reporter FLETCH ("Fletch F. Fletch. Ich bin Schafhirte."), der immer einen beknackten Spruch als Gegenantwort auf den Lippen parat hat ("You know, if you shoot me, you're liable to lose a lot of those humanitarian awards"). Oder für die wunderbar chaotischen VACATION-Filme, zumindest für Nummer 1 und 3. Oder für seine Schlaubergerei in FAST WIE IN ALTEN ZEITEN. Und selbstverfreilich für seinen zenbuddhistischen Ty Webb, der sich durch den Golfer-Wahnsinn CADDYSHACK philosophiert ("You're rather attractive for a beautiful girl with a great body").

Wo waren wir? Ach ja. Angeblich ist ein fünfter VACATION-Film in der Mache, der die Griswolds nach Australien verschlagen soll und auf einem Script von Eric Idle basiert. Hm-hm. Und außerdem wird Chase im neuen Tim-Allen-Film ZOOM zu sehen sein. Die zuverlässige Website Moviehole kommentiert beide Nachrichten folgendermaßen: "Chevy Chase is on the verge of a big-screen comeback. As long as he stays away from John Carpenter, sequels, the make-up and costume department, Dan Aykroyd and talking dog movies, he should be safe. Welcome back Chevy."

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Mittlerweile hat's ja fast Tradition, nach Feier- und anderweitig vertrödelten Tagen hier im Blog einen mehr oder minder detaillierten Bericht zu veröffentlichen. So soll auch die gestrige Wocheneinheit nicht unerwähnt bleiben, die sich immerhin von zwei Serienfinalen, zwei Sägen, zwei Freunden und drei Schnitzeln geprägt zeigte.

Natürlich war gestern der Tag, derjenige welche, the one where we were supposed to find out what it's all about. Ein 1½-stündiges LOST-Finale kann ja an unserer Selbsthilfegruppe nicht spurlos vorüberziehen, nicht unbeachtet bleiben von unserem kleinen Why-is-that-creepy-guy-so-bald-Zusammenschluß, der sich gegenseitig stützt, um LOST-lose Zeiten zu überbrücken und dabei nach außen hin gesellschaftliche Achtung zu wahren. Was sollte nicht alles passieren im Finale! Was sollten wir nicht alles erfahren! Und freilich war uns klar, daß der Schluß eine totale Frechheit sein würde, eine neonleuchtende Karotte, die man uns Sehpferden den Sommer lang vor die Nase halten würde.

Nun, natürlich können wir nicht bis Oktober warten, um zu erfahren, wie's denn jetzt weitergeht. Aber so eine Frechheit war's ja eigentlich gar nicht. Der eigentliche Knüller war das Boot, auf dem dieser Seebär-meets-Otto-Rahn zusammen mit den Taktik-und-Spiele-Leuten saß, und hinten drin saß Nicole Kidman, damit wir erahnen können, daß es sich um the Others handelt. What the f---? Die Spekulationen darüber werden uns wohl doch ein bißchen auf Trab halten. Die Luke war eher antiklimaktisch, aber eigentlich gar nicht so doof aufgelöst, weil's interessant bleibt und zumindest ausschließt, daß es halt nur ein Bunker mit einer verängstigten Atomfamilie drin ist, denen schon lange die Konserven ausgegangen sind. Was mag wohl unter der Insel sein? Die Leiter und der lange Schacht deuten doch wohl auf einen größeren Komplex hin. Und eingesperrt war wohl auch nichts drin, sonst gäb's ja keine Leiter.

Nun, natürlich haben wir nach 90 Minuten LOST 150 Minuten Diskussionsforum gespielt, innerhalb derer sich Sir Schwarzelot verpflichtet hat, Traum-LOST-Episoden zu schreiben, innerhalb derer Michael Jackson auf der Seite der Others gewähnt wurde, und innerhalb derer diverse Ängste geäußert wurden, daß J.J. Abrams möglicherweise den Ordner mit der ganzen Auflösung beim Umsiedeln verloren hat.

Kein fauler Tag ohne Schnitzelexpedition! Nachdem die Fageralm ja derzeit den Dienst verweigert (eventuell sind ihnen die muhbilen Schnitzel ausgegangen), haben wir uns einmal die Ehrentrudisalm angeschaut, die auch ganz okaye Bösel-Bricketts zu bieten hat, und wo zu unserer Überraschung our very own Pedell Wast kellnert. Nett. Der Ausblick ist leider nicht so schön wie von ganz oben, aber das schöne Wetter hat's wettgemacht.

Geht auseinander! Das Fellowship ging gegen Abend wieder getrennte Wege, um im Einzelkampf die Demokratie zu schützen, und so fand ich mich dann daheim vorm Rechner, um mir das ALIAS-Finale anzusehen. Da hat jemand ganz viel RESIDENT EVIL oder irgendeinen anderen Zombie-Apokalypso-Matscher gespielt und dann Syd und die Gang reingeworfen. Unterhaltsam, und letztlich irgendwie belanglos. Aber wenigstens hockt Sloane jetzt wieder im Knast, und der Kopfschuß sollte Yelena dann doch eine Zeitlang davon abhalten, als regular in irgendeiner Staffel aufzutauchen - vorausgesetzt, es handelt sich nicht wieder um ein Project-Helix-oder-wie-der-haarsträubende-Blödsinn-heißt-Doppelgänger. Go, Doppelganger, you're one of us. Aber der Cliffhanger ist ja der totale Irrsinn! Mal ehrlich: Wenn die nächste Staffel das aufgreift und etwas Interessantes daraus spinnt (und mit etwas mehr Konsequenz erzählt als Season 4), dann bin ich versöhnt. "First of all, my name is not Michael Vaughn ..." hieß es da ganz kurz vor dem Crash. Boah!

Ja, und da war der Abend ja noch jung, und drum habe ich mir SAW angesehen, und der ist eine evil little number und mit Abstand das heftigste, das ich seit langem (ganz langem) gesehen habe. Splattert wie Sau, extrem heftig, verstörend, gemein, brutal, klaustrophobisch, und was es da noch für Adjektive gibt. Cary Elwes (ohne Strumpfhosen) in der Hauptrolle, Danny Glover stolpert als komplett besessener Cop mit Halsnarbe durch das Geschehen, Monica Potter verbringt den halben Film ans Bett gefesselt, und alle sind sie gefangen in einer Serienkillergeschichte, gegen die der SIEBEN-Killer wie ein humanistischer Aktionist wirkt. Man kann ja eigentlich froh sein, daß uns der Film auch von den anderen Figuren und den anderen Opfern erzählt, weil wir ansonsten die ganze Zeit lang mit Elwes und seinem Leidensgenossen in dem ekligen Badezimmer eingesperrt wären, wo nach und nach der Irrsinn regiert. Nicht zu vergessen, daß irgendwie alle Figuren nicht ganz sauber sind und man schon nach kurzer Zeit das Bedürfnis verspürt, sich ganz dringend mit ganz viel Seife zu waschen. Oh, und für diesen kleinen Film, der wohl fast nichts gekostet hat und eine minimale Crew hatte, haben sie neben den obenerwähnten Darstellern auch noch Charlie Clouser für den Soundtrack gewonnen, der dann auch gleich Page Hamilton, Danny Lohner und ein paar andere Freunde ins Studio geholt hat. With a little help from your friends.

Und dann? Überraschend gut geschlafen.

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Wo andere Very-Heavy-Metal-Bands immer noch klingen, als würden sie sich gerade warmspielen, haben die Burschen von Chimaira aus Cleveland stets einen draufgesetzt und schneiden sich mit dreihundert Sachen durch den Lautsprecher wie Umas Schwert durch belanglose Statisten. Am 9. August erscheint ja ein neues Album, das diesmal gar keinen Titel haben wird und wohl als definierendes Statement gedacht ist. Vorab sollte man sich schon mal Nothing Remains anhören, das wahrscheinlich das härteste, zackigste, schneidigste, brutalste und schlichtweg fetzigste Stück Musik ist, das ich seit langem gehört habe. Go!

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Das hat sicher jedermanns Mutter immer zu einem gesagt, wenn man stundenlang vor dem Computer oder vor der Glotze gesessen ist. Ich habe gestern beides kombiniert und auf einen Schlag sagenhafte 8 Folgen von 24 gesehen, damit ich endlich weiß, wie die zweite Staffel ausgeht. Mann, war das ein Trip. Und insgesamt war die zweite Staffel eigentlich besser als die erste, weil die Storyline noch viel komplexer ist, es um mehr geht und die politischen Implikationen atemberaubend sind. Aber was soll dieser blöde Cliffhanger zum Schluß? Was wollen die damit bezwecken? Daß ich mir jetzt gleich die dritte Staffel anschauen muß? Ach so.

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Man spürt förmlich, wie die Fans den Atem anhalten, und täglich trudelt irgendein neues kleines bißchen Information herein, damit wir für das LOST-Finale gerüstet sind. Neues Teaser-Video: http://tv.channel.aol.com/lost

Locke is the man. Ach ja, und es heißt, daß Hurley im Finale ein langes, beinahe hysterisches Flashback hat, in dem wir Profis zig Hinweise und Verbindungen finden werden.

Oh, und offenbar wird Terry O'Quinn jetzt doch im ALIAS-Finale auftauchen. Die Welt ist gerettet, Syd kann zu Hause bleiben.

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Episode III - Revenge of the Panzerknacker

Die Panzerknacker sind ja meine Lieblingsbösewichte. Ehrlich! Es gibt unendlich viele von denen, sie sehen alle gleich aus, haben Zweigstellen über die ganze Welt verteilt und identifizieren sich nur über Nummern. Offenbar gibt es eine Handvoll Uber-Panzerknacker, zum Beispiel den Patriachen der Familie, Opa Knack, oder den Studierten IQ, der bei einer Hardware-Neuinstallation unter Windows 95 bessere Erfolgschancen hat als der Rest der Sippschaft. Die Tatsache, daß sie Dagoberts Geld wollen, darf man natürlich nicht als kapitalistische Raffgier werten, denn sie wollen den Reichtum eines Einzelnen unter einer unendlichen Anzahl von Henchmen verteilen. Ergo stehen die rotgehemdeten Kriminellen eigentlich für ein kommunistisches Ideal, bei dem Geld gleichmäßig verteilt wird und alle Mitglieder gleichgeschaltet sind. Oh, und was noch ganz wichtig ist: Sie werden nie müde, sich selbst (und somit dem jugendlichen Leser) ihre Pläne und Taten zu erklären, damit auch die letzte Schnarchnase bei ihren Missetaten noch folgen kann. "Harr, harr, wenn der alte Duck merkt, daß wir eine holografische Abbildung seines Geldspeichers eingesetzt haben, wird es für ihn schon zu spät sein, weil wir dann das echte Geld längst mit unserem Powerbagger abtransportiert haben!"

George Lucas mag die Panzerknacker bestimmt auch sehr gerne. Jedenfalls, was ihre Dialoge angeht. Anders ist es nicht zu erklären, warum in der vieldiskutierten EPISODE III andauernd Charaktere in Sprechblasen ihre Aktion erklären & kommentieren, als würden sie auch dem blinden Zuseher ein Verstehen ermöglichen wollen. "Time to exit the ship", hustet der asthmatische Roboter Grievous zu sich selbst, weil er halt ein wenig wunderlich ist. Der böse Imperator steht da wie die Hexe im Kasperltheater und erklärt seinem neuen Schergen Lord Helmchen mehrfach seinen Plan, alles kaputtzumachen, während Obi-Wan seinem ehemaligen Freund dann stirnrunzelnd vorwirft, er sei the very enemy he was fighting against. Die Dialoge bleiben strikt funktional, farblos, und könnten glatt in einem Jörg-Zimmermann-Streifen für Aufruhr sorgen.


Und sonst? Lucas zeigt wieder, daß er Effekte so sehr liebt, daß er darüber alles andere vergißt, und kleistert den Bildschirm mit Animationen derart zu, daß man gar nicht mehr weiß, was passiert. Nicht zu vergessen, daß all dieser sound and fury letztlich gar nichts bedeuten. Annakins Wandlung zur dunklen Seite vollzieht sich ganz flott - wohl, weil er die Nachricht der Schwangerschaft seiner Freundin nicht so recht verkraftet hat. Der Endkampf sieht gut aus und ist letztlich einfach nur aufgeblasen, und dazwischen geht wieder alles mögliche aus dem Computer zu Bruch und stirbt, ohne, daß es wen interessiert. Die ersten zwanzig Minuten sind schrecklich albern, aber hintendran ist's natürlich nicht wirklich besser, wenn Yoda wie Bruce Willis durch irgendwelche Schächte kriecht.

Aber jetzt ist die letzte Schlacht geschlagen - die gegen den Zuseher. Der kann sich jetzt wieder entspannen, muß im Kino keinerlei Heißluft-Sternenopern mehr von Lucas befürchten, der ja jetzt den Fernsehbildschirm unsicher machen will. Und wie einst die Jedis sich als Rebellen gegen das böse Imperium erhoben, werden wieder die kleinen Filme und die intelligenten Drehbücher diesen Effekthaufen über den selbigen werfen. Höchste Zeit, dieses Kapitel zu beenden.



Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith (USA 2005)
Originaltitel: Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith
Regie: George Lucas
Buch: George Lucas
Musik: John Williams
Darsteller: Ewan McGregor, Natalie Portman, Hayden Christensen, Ian McDiarmid, Samuel L. Jackson, Jimmy Smits, Frank Oz, Anthony Daniels, Christopher Lee

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... und Donnerstag sehen wir dann endlich das Finale von LOST. Mir schwant ja schreckliches, nachdem jetzt Damon Lindelof im Interview gesagt hat, daß er das seinerzeit ganz großartig fand, wie THE EMPIRE STRIKES BACK geendet hat - Han Solo eingefroren, die Rebellen vernichtend geschlagen, und dann noch die Geschichte mit Darth Vader und Luke - und er dann gespannt 3 Jahre auf die Fortsetzung warten mußte, um herauszufinden, wie's denn nun ausgeht. Das wird ein harter Sommer! Und damit die letzten 3 Tage so richtig zach werden, gibt's auf der ABC-Website noch einen Teaser, der eine komplette Frechheit ist - verdammt, ich will das Finale jetzt!:
http://abc.go.com/primetime/lost/ (in der oberen Leiste auf "Video" klicken)

Und weil die Produzenten gerne mit uns spielen, hat Lindelof auch noch verraten, daß man in der letzten halben Stunde Lottozahlen wie Ostereier suchen darf, und daß dann das, was die French Woman in der drittletzten Szene von sich gibt, total wichtig sein wird. Uaah!

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Auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen poste ich die Limp-Bizkit-Kritik, die ich gerade für die SN geschrieben habe, hier in meinem Blog, damit meine treuesten Fans nicht warten müssen, bis sie dort online erscheint:

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Eines der allerdeutlichsten Zeichen, dass der Nu-Metal tot ist, war 2003 der Release des Limp-Bizkit-Fiaskos "Results May Vary". Vorher war ja Gitarrist (und vermutlich auch das musikalische Gehirn der Band) Wes Borland ausgestiegen, um mit seinem nie fertig realisierten Projekt Eat The Day eigene Wege einzuschlagen. LB-Frontmann Fred Durst verbrachte viel Zeit damit, einen neuen Gitarristen zu suchen, während er die Aufnahmen zum Album so oft in die Tonne warf, dass man das Todesröcheln seiner Gruppe immer lauter wahrnehmen konnte. Was dann tatsächlich das Licht der Welt erblickte, war eine breiige Masse, klanggewordener Größenwahn, der Dursts ziellosem Geheule und seinen paranoiden Anklagen nicht ein einziges griffiges Riff, nicht eine kohärente Songidee entgegensetzen konnte. Kommerziell aufgefangen wurde das Desaster noch vom The-Who-Cover "Behind Blue Eyes", wo sich Fred in seinem goldenen Käfig selber sehr leid tat und das letzte bisschen Glaubwürdigkeit verspielte, dass man ihm vielleicht noch zusprechen konnte.

Zwei Jahre später scheint die Gruppe derart orientierungslos zu sein, dass eine schwere Kurskorrektur verordnet wird. Borland kehrt zu der Gruppe zurück, dafür wird Schlagzeuger John Otto gegangen. Und beinahe völlig unbeachtet von den Medien steht plötzlich eine neue CD im Laden, deren Titel ein Konzeptalbum vermuten lässt: "The Unquestionable Truth (Part 1)". Ja, das Album ist besser als "Results May Vary", aber das besagt nicht viel.

Musikalisch scheint man sich für das sehr zahnlose "Behind Blue Eyes" entschuldigen zu wollen. Das Album ist heavy, roh, ungeschliffen, sehr sperrig – ach ja, und außerdem ein unglaubliches Rage-Against-The-Machine-Plagiat, das exakt den Sound dieser Gruppe zu kopieren sucht und dabei klingt wie gewollt und nicht gekonnt. Sicher, die Band ist tight, wie man auf neudeutsch so schön sagt, aber dabei schlichtweg unattraktiv und austauschbar. Wer Borland bislang für den kreativen Genius hinter Limp Bizkit hielt, mag sich vielleicht angesichts dieser Richtungslosigkeit noch mal Gedanken machen.

Und dann ist da noch Fred Durst. Natürlich versucht er so zu klingen wie Zack De La Rocha, und natürlich scheitert er. Er konzentriert sich hier hauptsächlich auf Sprechgesang, aber er jammert, keucht, quietscht, winselt, quäkt und quält sich (und uns) so fürchterlich durch die Songs, dass man sich immer nur wünscht, er würde endlich die Klappe halten. Den Vogel schießen natürlich wieder seine Texte ab, in denen er über Gott und die Welt schimpft und dabei in völliger Ignoranz seiner eigenen Person bleibt: Er mag Radio und Fernsehen nicht, weil die ja nur Mist spielen. Er schüttelt den Kopf über "rappers that can't rap anymore". Er fragt "who is phony and fading slowly?". Und natürlich ist wieder einmal die ganze Welt schuld an seinem Unglück, und keiner versteht ihn.

Abgeschlossen wird das Album, das übrigens sagenhafte 29 Minuten lang ist, von einer Art Ballade – die Art Song, die man schreibt, wenn man 17 ist. Durst versucht hier, zu singen, und wenn die Stimme dann beim Oktavenwechsel aufzugeben scheint, tut er einem wirklich fast leid. Da sieht man vor dem geistigen Auge nämlich Fred Durst in ein paar Jahren zusammen mit Vanilla Ice oder einem beliebigen anderen Gescheiterten bei irgendeiner Comeback-Show auftreten.

Erschreckend ist freilich, dass uns der Albumtitel einen zweiten Teil von diesem Rumpelkammer-Schlonz androht. Es bleibt spannend, wie weit Durst sich in seinem Irrsinn noch verlaufen kann.

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Da gab's mal eine tolle Band, die sich Staind nannte. Deren CD DYSFUNCTION habe ich geliebt. Dann kam BREAK THE CYCLE, die war ganz okay, wenn auch ein bißchen kraftloser. Und dann haben die Burschen 14 SHADES OF GREY vom Stapel gelassen, das ich mir im Blindflug sogar in der teuren CD-plus-DVD-Edition gekauft habe, und mit dem sie 14 völlig zugekleisterte, in epischer Pseudo-Melancholie erstarrte Songs auf die Welt losgelassen haben, die allesamt gleich (und gleich langweilig) klangen. Irgendwo stand sicher Scott Stapp um die Ecke und hat sich gefreut, daß auch andere Musiker so viel Pathos mögen. Tief in Ungnade gefallen. Nun, im August kommt ja das neue Album - CHAPTER V - und vorab gibt's einen Song zu hören, auf dem sich offenbar selbst Aaron Lewis gelangweilt hat:
http://www.myspace.com/staind
Können die nur noch diese zahnlosen Pseudo-Balladen schreiben, wo jede Note nach einem schweren Seufzer klingt?

Ganz kurz gefreut, daß der Union-Underground-Gitarrist und -Co-Songwriter Patrick Kennison wieder in einer Band aufgetaucht ist. Die nennt sich 3Face, bietet auch dem Ex-Methods-of-Mayhem-Bassisten ein neues Zuhause und stellt jede Freude beim Anhören der Songs gekonnt ein, weil die Welt ganz bestimmt nicht noch eine Gruppe braucht, die wie Evanescence klingt.
http://www.myspace.com/3faced
Bryan Scott, bitte melden!

Dann doch lieber hinüber zur Roadrunner-Website geklickt und flott den neuen DevilDriver-Song gesaugt. Da hockt B. Dez Fafara mal wieder wie ein Zombie im Kohlenkeller und wütet auf seinen Bricketts. Gut!
http://www.roadrunnerrecords.com/Music/

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Was passiert so in unserer kleinen Welt?

Wir müssen feststellen, daß DIE OFFENBARUNG offenbar eine Sommerpause eingelegt hat. Vorbereitung auf die zweite, ungemein stärkere Staffel? Oder doch nur Zeitschinderei, bis den Autoren ein guter Cliffhanger einfällt? Obi-Wan hat heute zumindest einigermaßen reumütig ausgesehen und brütet wohl schon neue Schandtaten aus. Einstweilen drückte ihm die Spanisch-Hausübung aufs Gemüt: Ein Aufsatz zu dem Thema "Esta es un robo". Oder so.

C2 lädt momentan LOST-Wallpapers zu Dutzenden herunter und hat seine Freude darob telefonisch bekundet. Vermutlich hat er mittlerweile einen Screensaver mit den schönsten LOST-Bildern zusammengesammelt, und alle paar Sekunden schmachtet nun Kate vom heimischen Monitor.

Derek hat uns entgeistert einen Book Report gezeigt, der gerade mal zwei Seiten umfaßt. Tatsächlich hat die Autorin schon eine erste Fassung eingereicht, die nur eine Seite lang war, und Derek hat ihr dann ans Herz gelegt, die Ergüsse länger zu gestalten. Die zweiseitige Variante war im Prinzip der gleiche Text, nur mit doppeltem Zeilenabstand. Derek: "Entweder ist sie total blöd oder sie hält mich für einen Volltrottel."

Helli hat zwei Mudvayne-CDs mitgebracht: Eine für meine Mama (wohl nicht als verspätetes Muttertagsgeschenk), eine für C2. Er hat übrigens geträumt, daß er im Bordell sei, und da sah's aus wie im Gasthaus, und zu den beiden blonden Kellnerinnen, die auf den Namensschildern nur das Wort "Twins" stehen hatten, hat er dann gesagt: "Ich hätt' gern Zwillinge." Die waren unbeeindruckt: "Den Schmäh hören wir nicht zum ersten Mal."

Dani hat kurz reingeschaut, und ließ mich wissen, daß sie gegen Mittag schon mal nachgesehen hat, und ich war nicht da. Schade irgendwie, weil sie mit mir essen gehen wollte. Sowas muß ich auch immer erst hinterher erfahren. Ich empfehle, das Telefon zu benutzen. Jedenfalls treffen wir uns morgen, um über die Literatur zu reden, die sie zur Diplomprüfung lesen muß: "Heute wollte ich essen gehen, morgen will ich lieber über die Literatur sprechen."

Sobocop hat jetzt ein Blog, das er wohl genauso oft updaten wird wie seine Homepage. Die Rache seines Namensvetters habe ich mir aber gestern erstmalig in Verhoevens Director's Cut angesehen: Mein lieber Scholli, da geht's zu.

Linsay Lohan war auch kurz da und hat mir mitgeteilt, daß sie wohl eine Rolle in MISSION: IMPOSSIBLE 3 kriegen wird. Mann, war die aufgeregt. Vielleicht spekuliert sie auf Ferien auf der Insel.

Und ich? Ich hab' mir heute THE WOMAN IN RED gekauft, diesen wunderbaren Film von und mit Gene Wilder, den ich sicher schon 20-30 Mal gesehen habe und heute abend erneut genüßlich delektieren werde.

Morgen gibt's LOST!

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Die guten Nachrichten brechen gar nicht mehr ab: Neben dem 13TH APOSTLE arbeitet John Carpenter gerade an noch einem neuen Film, der sich PSYCHOPATH nennt. Carpenter führt Regie und schreibt das Drehbuch zusammen mit Todd Farmer - auf dessen Konto der müde Jason-im-Weltraum-Häxler JASON X geht. Und wieder müssen wir uns mit einer eher unaufregenden Zeile bezüglich des Inhalts abspeisen lassen: PSYCHOPATH "is about an ex-CIA operative called back into action to stop a serial killer who begins to question his own sanity". Na schön, offenbar sind Serienkiller wieder in. Zeitgleich mit dem Film soll auch ein Spiel erscheinen, bei dem Carpenter auch involviert ist, und für das er offenbar sogar eigene Szenen drehen wird.

Hört da noch jemand ein kleines Comeback antapsen? Carpenter hat's sicher verdient, mal wieder ein paar größere Filme zu machen, die auch ein bißchen einschlagen.

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Wir dürfen einen neuen Blogger in der Runde begrüßen! Bitte öffnet den Kreis und heißt Sobocop willkommen, ein einmaliger Zusammenschluß aus Blech und Gewalt, aus Kinn und Stampffuß, aus Aktenzeichen XY und dem Schützenverein. Sobocop ist der Cyberarm der Exekutive, der verlängerte Arm des extremitätenlosen Gesetzes, der Dampfhammer von Send-Ling - ausgezogen, um die Wahrheit in einem Volk zu suchen, das in der Anonymität verschwindet. Privat interessiert sich Sobocop für Schnitzel und für das Retten der Wale. Wir können froh sein, daß in München einer wie er aufräumt (und wir dabei in Salzburg hocken).

Jetzt ist aber wieder Schluß mit dem Schmonses. Klickt euch rüber zu Sobocop's Rache und ermahnt Alex, daß er für Rundweltmädchenupdates eigentlich ein eigenes Blog hat, und eine Webpage, und einen Newsletter, und fragt ihn, warum es in Bottropp früher dunkel wird als sonstwo.

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Auf meiner liebsten Carpenter-Seite gibt's auch schon das Artwork zum neuen Carpenter-Film, der offenbar mit vollem Namen THE 13TH APOSTLE heißt:



Gestern kam ja GHOSTS OF MARS im Fernsehen, und die TV Spielfilm hat mal wieder den ollen Vorurteils-Hammer geschwungen: Früher Klassiker, seit Jahren nur noch Müll. Jaja. Aber die haben vor ein paar Ausgaben ja auch behauptet, daß Carpenter gerade an HALLOWEEN 9 arbeite. Nachsitzen!

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Was man so alles von seinem Dad lernen kann: Da waren wir ja am Samstag einkaufen, unser Wochenendritual feiernd. Das sieht in etwa so aus: Wir stehen gemütlich auf, machen uns vorzeigefertig und fahren dann nach Wasserburg zum Großmarkt Singer. Dort frühstücken wir im Mini-Stehcafé - eine Tasse Kaffee, dazu eine Nußschnecke für mich und einen Johannisbeertaler für meinen Dad. Danach geht's rein ins Getümmel, und während mein Dad sich beim Lottostand die gewonnenen Millionen auszahlen läßt, checke ich den Zeitschriftenstand ab. Dann nach hinten zur Wurstabteilung (eine Scheibe Leberkäse für mich, ein paar Bratwürste für meinen Dad, bitte), wieder retour, durch die Kasse, und ab ins Aldi, wo dann alles eingekauft wird, was man eigentlich braucht. So machen wir das jedes Wochenende, das ich zu Hause verbringe.

Was wollte ich eigentlich sagen? Ach ja: Da wird mein Dad doch im Singer (das übrigens schon seit Urzeiten von Edeka betrieben wird, aber es wird trotzdem Singer genannt) von einer Verkäuferin angesprochen, die ihren Spargel loswerden möchte. Und er lächelt sie freundlich an, sieht sie über den Rand seiner Brille an und beugt sich nach vorne: "Gerne, aber ich bräuchte auch noch jemanden, der den Spargel dann für mich kocht."

Sie hat übrigens abgelehnt.

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Bei solch erfreulichen Nachrichten vergißt man doch glatt für ein paar Momente, daß man eigentlich krank ist und hustend und röchelnd vor dem PC sitzt: John Carpenter macht wieder einen Film!

THE APOSTLE wird er heißen, und geschrieben ist er von einem gewissen Paul Margolis, der - und wir wollen das mal nicht als schlechtes Zeichen werten - in den 80ern ein paar Skripts zu MacGYVER verfaßt hat. Laut den - bislang sehr vagen - Brancheninfos scheint's ein Serienkiller-Film zu werden, eventuell sogar ohne übernatürliche Elemente. Die Story spielt in Pittsburgh, wo ein Polizist (der klassischerweise mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat) sich mit einem Börsenmakler zusammentut, um in einem Internet serial killer club (was immer das sein mag - vielleicht so eine Art Psychopaten-Blog-Community) Nachforschungen anzustellen. Klingt jetzt nicht übermäßig aufregend, aber solch knapp zusammengefaßte Storylines sind ja meistens eher nichtssagend. Carpenter wird das Ganze sicherlich mit genug persönlicher Handschrift anreichern und einen spannenden Film abliefern.

Vorher kommt ja noch sein Einstünder fürs Fernsehen, der mittlerweile auch einen Namen hat: CIGARETTE BURNS. Der erscheint in der Anthologie MASTERS OF HORROR, für die auch George Romero, Tobe Hooper, John Landis, Roger Corman, Don Coscarelli und sogar Dario Argento je eine Folge inszenieren. Und jetzt nehmen wir mal an, daß die Serie einschlägt, das Remake zu Carpenters THE FOG (bei dem er ja als Produzent an Bord ist und sicherstellt, daß die jungen Hüpfer den Streifen nicht völlig verhunzen) erfolgreich wird und THE APOSTLE ein bißchen was reißt - dann ist Carpenter wieder back like Jason.

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Soeben hat die ohnehin schon seit langer Zeit in der eisernen Lunge vor sich dahinvegetierende Aktionsgemeinschaft vollends das Zeitliche gesegnet. Zumindest die Salzburger Zweigstelle, die dank einer Verkettung von unglücklichen Umständen und mannschwacher Organisation heuer nicht einmal mehr bei den ÖH-Wahlen kandidieren darf. Liebe AG - auch wenn wir schon seit geraumer Zeit getrennte Wege gehen und uns neuen Lebenspartnern zugewandt haben, werde ich ein paar Blumen kaufen und bei Gelegenheit auf dein Grab legen.

Es waren übrigens lausige 2 Stimmen, die gefehlt haben. Zur Erklärung: Um bei den ÖH-Wahlen überhaupt antreten zu dürfen, muß man eine Unterstützungserklärung mit 50 Unterschriften vorlegen. Deswegen sieht man auch gelegentlich vor den Wahlen enthusiasmierte Studentenvertreter mit Zetteln durch die Institute laufen, im oftmals verzweifelten Versuch, den lieben Kindern beizubringen, daß man mit dieser Unterschrift niemanden wählt, sondern nur eine Kandidatur unterstützt. Aus Prinzip habe ich ja immer bei allen unterschrieben, um die Demokratie zu schützen (es ertönen nun sehr patriotische Klänge im Hintergrund) - egal, ob das nun die Ein-Mann-gegen-alle-Fraktion RFS war oder der komplett sinnfreie Ü(ber)BIS von Rainer, den immer noch alle für den Pedell halten.

Nun wurden am Freitag freudig 60 Stimmen vorgelegt - von denen sich dann 12 als ungültig entpuppten. Es hat wohl auch noch ein paar weitere Zettel mit anderen Unterschriften gegeben, aber deren Besitzer befanden sich gerade im (nicht-sozialistischen, freundlich gesinnten) Ausland. Dumm gelaufen irgendwie.

Offenbar sind die ÖH-Wahlen ja schon diesen Monat, auch wenn ich fast nichts davon mitkriege. Irgendwo hängt ein einsames VSSTÖ-Plakat, das sicherlich aus Wien übernommen wurde und lautstark Anmeldelotto und überfüllte Hörsäle anprangert (Publizisten fühlen sich davon vielleicht sogar in Salzburg angesprochen, unter der Voraussetzung, daß sie lesen können). Aber nirgendwo sind Tische mit Grabbelware, nirgendwo geben strahlende Spitzenkanditaten Kugelschreiber oder Kondome mit dem Fraktionslogo her. Die Wahlbeteiligung wird wohl 2005 irgendwo unter 10% liegen, und dann weint wieder irgendjemand, weil es fast danach aussieht, als hätte sich Studentenpolitik überholt.

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Heute nacht habe ich übrigens geträumt, daß wir auf der Schnitzelfarm waren, und während alle anderen gigantisch große Schnitzel gekriegt haben, war meins (mit Kartoffeln, haha) ungefähr so groß wie mein Handy. Nach Protest beim Ober habe ich dann als Wiedergutmachung dessen angefangenes Steak Tartar gekriegt, das er eh nicht mehr fertigesse.

Ich habe Hunger.

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So, da habe ich gestern mal wieder den sozialen Zwängen nachgegeben, mich unters feiernde Volk geworfen und habe zum Dank heute eine Stimme wie Lemmy nach einer 50-Jahre-Motorhead-Feier. Weil man mich heute nicht so richtig hört (wenn ich ein Lautsprecher wäre, würde man sofort nach dem Wackelkontakt suchen), berichte ich eben schriftlich von den Festivitäten.

  • Hasi war da, und er hat seinen Aufnahmeleiter Holger mitgenommen. Aber nicht mal ein Profi wie der konnte auf dem Politikfest für Ruhe sorgen. Hasi hatte sich ja auch vorgenommen, nur kurz zu bleiben, weil er heute ab 7 wieder fahren muß, und irgendwie habe ich ihn um Mitternacht immer noch herumstehen sehen. Wir müssen uns an die Medien wenden!
  • C2 war auch da, obwohl ich gar nicht damit gerechnet habe - ich ging ja eher davon aus, daß er beim psychoneurotischen Stammtisch für sehr, sehr Nervöse versumpft und dann ins Bett geht. Ich glaube, daß er hauptsächlich gekommen ist, weil er von mir die neusten LOST-Spoiler hören wollte (die ihn dann alle gar nicht so aufgeregt haben), und observierte dann, daß entweder die Feste fader oder er älter werde. Wir müssen uns an die Medien wenden!
  • Natürlich war Sir Furtner auch zugegen, und zwischen uns hat sich folgender Dialog entwickelt:

    CHRISTIAN
    Guten Tag, ich bin Kerry King von Slayer.

    EF
    Du siehst aber gar nicht aus wie der. Da mußt du noch ein bißchen zulegen.

    CHRISTIAN
    Ich bin inkognito unterwegs. Aber schau her: Ich bin tätowiert.

    EF
    Oh, dann bist du's natürlich. Hey Kerry! Wie geht's?

    CHRISTIAN
    Super. Wir nehmen gerade das neue Album auf. Das wird das Haus rocken. Tom hat heute die Vocals reingebrüllt. Wir müssen uns an die Medien wenden.
  • Die Frau, die C2 aus dem Fernsehen kennt (ich nenne bei diesem Punkt lieber keine Namen, um die Unschuldigen zu schützen), hat über einen bekannten Aufreißer gesagt: "Da müßte man schon drauflegen, daß ich den nehme." Manche Frauen haben eben doch noch Geschmack. Sofort die Medien kontaktieren!
  • Ich bin von einem Fan erkannt worden (ebenso wie C2) - ein Mädel, das uns über SCHLAFLOS ausgehorcht hat und ganz begeistert war. Irgendwann hinterher sind wir drauf gekommen, daß sie Statistin bei einer Szene war. Sie hat sich prompt an die Medien gewandt.
  • Wolfi Schneeberger hat mir gesagt, daß ihn am meisten freut, mich bei der Party zu sehen. Weil ich ja sonst nie auf Parties gehe. Stimmt zwar so nicht, aber wir laufen uns tatsächlich eher selten über den Weg. Er ist dann weitergegangen, um den DJ anzubaggern (es war eine DJane, by the way). Die wollte sich aber nicht an die Medien wenden.
  • Unser Engel Babsi ist irgendwo herumgehüpft und hat wieder einmal sehr ansteckende gute Laune verbreitet. Ich freue mich auf das Musikvideo mit ihr. Und dann ab zu den Medien!
  • Die Frau, die immer wegläuft, wenn ich mit ihr rede, war auch da, und ich habe festgestellt, daß ich verhindern kann, daß sie wegläuft, indem ich einfach nicht mit ihr rede. Schahaha! Ne vous allez par aux Medien.

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Immer, wenn man sich in Sicherheit wiegt, macht die Konkurrenz aus Köln Druck und legt ein neues Werk vor. Die Rede ist natürlich von Selbstfilmer Jörg Zimmermann, dessen zweites Opus - "Der neue Lagerchef" - gerade seinen Weg ins weltweite Netz fand. Sieh an, wir haben es hier mit einer zusammenhängenden Serie zu tun, die uns erschütternde Einblicke ins Leben eines Lagerarbeiters gewährt. Es menschelt ein wenig im Betrieb, bei Personalchef Thomas Fritz liegen die Nerven blank, während Lagerchef Bernd Meier eine eher ruhige Kugel zu schieben scheint. Doch welch bekümmernde Nachricht müssen wir da beinahe im Vorübergehen entgegennehmen: Herrmann, der alte Personalchef, liegt wegen eines Bandscheibenvorfalls im Krankenhaus und schlägt sich nun durch Schwimm- und Saunatherapie hindurch. Wie schon im ersten Film "Das Gespräch" (unbedingt ansehen!) inszeniert Zimmermann mit kleinen, kontrollierten Gesten und fängt in sehr europäisch angehauchten Momenten den Alltag im Papierlager gekonnt ein. Dickes Lob wieder für die immense Ehrlichkeit, die sein Spiel kennzeichnet, und die lebensnahen Dialoge. So, und jetzt wird nicht mehr länger geschwafelt, jetzt wird sofort heruntergeladen: http://www.joerg-video.de/00001.html.

Aaaargh, und dieser Schnauzbart ...!

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"Ich mag Orlando Bloom ja überhaupt nicht," ließ mich Elli, ihres Zeichens Debutante bei unserer Theatergruppe, heute im Vertrauen wissen. "Der ist immer schmutzig." Ach so? "Mal ehrlich, kennst du irgendeinen Film mit ihm, wo er nicht schmutzig ist?" Mal ehrlich, ich habe die ganzen Bloom-Filme ja nicht gesehen, sieht man mal von meinem liebgewonnenen KINGDOM OF HEAVEN ab, aber ich bin ja auch eher altmodisch: Das Ausmaß von Schmutz ist für mich nicht das primär entscheidende Kriterium für ein Urteil über einen Schauspieler. Ich werde aber in Zukunft darauf achten und denke, daß zumindest in dieser Hinsicht der saubere Freddie Prinze Jr. oscarverdächtig erscheint. Orlando wird einstweilen zum Couponschneiden abkommandiert.

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"Hast du eine Mutter, dann hast du immer Butter," wußte schon die singende Antithese zu allem, was einer Pointe nahekommt, und wenn mich nicht alles täuscht, ist heute in der Tat Muttertag. Ich weiß sowas nie so genau, weil uns (und mit "uns" meine ich ausnahmsweise einmal nicht nur mich, sondern auch meine Schwester) unsere Mutter unter Androhung von Mord und Folter mit spitzen Gegenständen untersagt hat, ihren Muttertag zu feiern. Vermutlich, weil sie selbst so genervt ist von der Tatsache, daß sie wegen ihrer Mutter an diesen Tag denken muß.

Verkneifen wir uns also den Griff zum Telefonhörer, um Mama Genzel hochleben zu lassen, und überlegen uns alternative Wege, diesen besonderen Tag zu feiern. Was kann man tun? Man könnte sich MUTTERTAG ansehen, diesen Troma-Lizenz-Rotz, sofern man überhaupt zugeben mag, daß er bei einem daheim herumliegt. Das ist ja mal wieder so ein Film, wo man sich nicht sicher ist, ob da der Regisseur eine ganz schwarzhumorige Version seines desillusionierten Amerikas zeichnet, oder ob da bei ihm im Kopf Dinge passieren, von denen man gar nichts wissen will, und wegen derer schon ganz andere Leute weggesperrt wurden. Bei so Exploitation-Streifen ist man sich ja nie so wirklich sicher. Im Zweifelsfall genügt wohl das Wissen, daß meistens Spaß an der Provokation und Aussicht auf ein paar schnelle Dollar dahinterstehen.

Na gut, der ist also ungeeignet für den heutigen Tag. Ich könnte mir ja vielleicht diese olle Montevideo-Folge ansehen, die damals zum Muttertag ausgestrahlt wurde. Da rannten irgendwelche alten Frauen als Rocker-Muttis dauernd ins Studio und forderten von Oliver und dem Herrn Ralf ihre Geschenke ein, während Alfred Dorfer und Roland Düringer grinsend dabeihockten und versuchten, ihren neuen Film vorzustellen - und wer errät, wie der hieß, gewinnt ein Wochenende zu zweit mit Urs Baumann. Jedenfalls habe ich diese Folge gar nicht hier, und deshalb fällt auch der Ausflug auf den Montevideo flach. Schade eigentlich. Wann gibt's die Teile denn endlich mal auf DVD? Was denn, gar nie? Ach so.

Na gut, dann geben wir uns halt einfach mehr 24. My name is Christian Genzel, and yesterday was the longest day of my life. Gut, das ist gelogen, aber 5 Folgen direkt hintereinander dauert schon eine Zeitlang, aber was kann man sonst tun, um endlich herauszufinden, was da noch alles passieren soll. Und jetzt weiß ich auch endlich, warum im Vorspann bei dem Satz "people I work with may be involved" immer Nina Myers gezeigt wurde. Ich dachte immer, die hätten sonst kein cool aussehendes Archivmaterial. Vielleicht geht's in der zweiten Staffel um die Mom von irgendwem, dann würd's heute auch passen.

Übrigens hat sich ja das neue Limp-Bizkit-Album in meinem Regal eingefunden. Das definitive Urteil halte ich mal noch zurück, weil ja Fred Durst sicher auch eine Mama hat, die heute feiert und ihn ganz doll liebhat, aber er quält sich (und uns) schon sehr quäkend durch diesen Rumpelkammer-Schlonz, der da nach 29 Minuten und 44 Sekunden auch schon vorbei ist. Der All-Music Guide schreibt über Durst: "Never has someone been so earnest and well-intentioned in his utterly clueless idiocy." Darauf könnten wir anstoßen, dürfen wir ja aber gar nicht.

Liebe Mama, wenn du das hier liest, weißt du, daß es mir ganz schwer gefallen ist, heute nicht zu feiern. Vielleicht überlegst du es dir ja für nächstes Jahr. Ansonsten rufe ich halt bei der Mutter von irgendwem anderen an und spiele der dann das neue Limp-Bizkit-Album vor, das hast du dann davon.

So, und nächstes Mal erfahren wir, warum Couponschneiden keine gute Idee ist.

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Das Damoklesschwert der Philosophie: Mein motiviert-pünktliches Erscheinen in der Wissenschaftstheorie heute wurde beinahe schwer bestraft, weil schon wenige Minuten nach Vorlesungsbeginn eine Lampe von der Decke fiel, die mich um ungefähr 30cm verfehlt hat. Auch das Mädel schräg hinter mir wurde um 30cm vom schweren Lampenglas verfehlt, und kurz, nachdem ich meinen Schock verdaut hatte, griff sie sich an den Kopf und meinte irgendwie tonlos: "Das Ding ist mir auf den Kopf gefallen." Zum Glück war's nur die blecherne Abdeckung, die auf sie gefallen ist, denn ansonsten hätte einer von uns das Wochenende im Spital verbringen können. Kleinknecht jedenfalls zeigte sich nicht umwerfend mitfühlend, weil er zunächst nichts mitbekommen und dann ein wenig komisch herumgewitzelt hat, während dem Mädel vor lauter Schreck die Tränen aus den Augen gelaufen sind. Ich glaube, nächstes Mal setze ich mich woanders hin.

Und das nach einem Tag wie gestern: Der faule Lenz hat am Donnerstag erbarmungslos zugeschlagen, und richtig fein war's, sich mit Schwarz & Obi-Wan durch den Tag zu schlagen. Erste Station: LOST 1.21. Da taucht in den ersten paar Minuten Terry O'Quinn mit völlig blutbesudeltem Shirt auf und spielt wie ein junger Gott. Strahlt wieder diese Ruhe aus, diese leise Autorität, und nur ein paar fahrige Gesten zeigen, daß ihm die Geschehnisse doch mehr an die Nieren gehen, als er zugeben will. Richtig gute Episode mal wieder.

Nächste Station: Die Fageralm. Unser Fellowship of the Schnitzel mußte sich diesmal den Sitzplatz schwer erkämpfen, und es war freilich ein klein wenig enttäuschend, daß meine Portion ein bisschen klein ausgefallen war - vermutlich, weil ich schon so wohlgenährt aussehe. Wir müssen jetzt natürlich mal bei der Kronenzeitung anrufen, die da einen Gasthaus-Grand-Prix veranstaltet haben, bei dem es 8 noch bessere Lokale als die Fageralm zu geben scheint. Potzblitz!

Zu den entspannten Murmeleien von Sensational ging's dann bergab mit uns, und dann gleich der nächste Knüller: KINGDOM OF HEAVEN läuft in der OV am Bahnhof! Ehrlich, der Film war richtig gut. Er hat mir beim Anschauen schon irgendwie ganz gut gefallen, aber bei längerer Überlegung wird er immer besser. Beim Ansehen ist man natürlich visuell erstmal völlig überwältigt, alles ist groß, größer, episch, erstaunlich und fantastisch inszeniert. Die Musik läßt das Orchester ganz groß auffahren, oft genug gesellen sich Chöre dazu, und hin und wieder wird das Pathos doch ziemlich dick. Macht aber diesmal gar nichts: Im Gegensatz zu GLADIATOR geht's diesmal um etwas. Und nachdem sich die opulenten Eindrücke gesetzt haben, fügen sich die einzelnen Momente nach und nach zu einem starken Gesamtbild zusammen, und man merkt, daß es eigentlich gar nicht so um die Kreuzzüge geht, sondern um den sinnlosen Kampf um eine Stadt, die keinem gehört, und um menschlichen Machtwahn. Stark in Erinnerung geblieben ist die Einstellung, in der in der Vogelperspektive die beiden aufeinanderprallenden Armeen gezeigt werden, und nachdem im Zeitraffer der Tag und der Kampf verstreichen, bleiben in der beinahe statischen Einstellung nurmehr Staub, Waffen und Leichen liegen - die Zeit überdauert alle menschlichen Anstrengungen, und letzten Endes ist es egal, wer gewinnt und wer verliert. Roger Ebert berichtet ja, wie sich sowohl christliche als auch muslimische Fundamentalisten über den Film aufregen, und kommentiert klug: "When you've made both sides angry, you may have done something right."

Letzter Halt: Der Schotte in der Alpenstraße, wo wir zwei Stunden lang einen Tisch am Fenster belagert und Schwarzens Kinderlager-Anekdoten gelauscht haben. Da sind heitere Stories dabei, aber hallo! Ich bin gespannt, welche Eindrücke und Erfahrung er von der diesjährigen Fahrt mitbringen wird. Der Fellowship hat sich dann aufgelöst, und ich habe zu Hause noch je eine Folge ALIAS und 24 gesehen. Beide gut, insbesondere die neue ALIAS-Episode: Die ging, so komisch das bei dieser Serie klingt, richtig ans Herz. Eine interessante Geschichte, die Sydney einen merkwürdigen, aber bewegenden Einblick in ihre Familie gegeben hat, und die sie ihren sterbenden (und sicherlich in ein paar Episoden wieder putzmunteren) Vater in einem völlig anderen Licht sehen ließ. Sehr gut! Heißt das jetzt, daß die nächste Episode wieder fürchterlich wird ...?

Naja, und nach so einem feinen Tag wird man dann dafür auf der Philosophie fast erschlagen. So ist's im Leben: Manchmal frißt du den Bären, und manchmal trifft die Lampe dich. Vorsicht, da kommt ein Schuh geflogen.

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Eben mal wieder auf den bekannten Videoclip-Seiten vorbeigesurft und dabei ein paar neue Klänge mitgenommen: Auf UrbanChaosVideos gibt's derzeit die neuen Singles von Audioslave und System of a Down. Ersteres ist eine ganz anschmiegsame Ballade, hübsch gefällig, und ohne jede Spur davon, daß die Jungs früher mal bei Soundgarden oder Rage Against The Machine mitgemischt haben. Der SOAD-Song dagegen ist eine Wucht in Tüten (den Ausdruck wollte ich ja schon seit langem mal wieder verwenden), und auch der Videoclip macht Laune. Ansehen! Auf Videopimp findet man den neuen Gorillaz-Song sowie einen neuen Seether-Clip: Der affige Albarn ist relaxed und gut gelaunt, während Seether wie gehabt kraftvoll geröhrten Post-Grunge zu Gehör bringen. Kann man hören.

Aber wo bleiben die neuen Videos von Limp Bizkit und Nine Inch Nails, nachdem die Alben ja offenbar schon in den Läden stehen?

Übrigens kommt mir gerade der Gedanke, daß Musik ab sofort für mich ja harte Arbeit ist. Insofern kann aber auch kein Mensch mehr nölen, daß ich in der StrV Zeit vertrödele, wenn ich Videoclips herunterlade, oder daß bei mir im Auto nur Gröhl-Krach zu hören ist: Findet ja jetzt alles im Dienste der Wissenschaft statt! Hihi.

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Lang drauf gewartet, aber am 28. Juli ist's soweit: Dann steht das neue CKY-Album im Laden. Ich hoffe aber mal, daß der jetzt vorab gepostete Song nicht etwa die Single ist ... eher eine enttäuschende Nummer, die nicht so recht abzuheben scheint. Mit dem Gitarrensolo klingt's fast so, als wollten die Jungs bewußt sperrig klingen ... Go: http://www-scf.usc.edu/~funkhous/cky.html

Lieber auf die Webpage von 40 Below Summer gehen und die zwei neuen Demos "How Long" und "Hatemail" herunterladen: Da regiert wenigstens noch der entrückte Wahnsinn. Go Psycho: http://www.followthesun.net/music.php (die mp3s sind ganz unten)

Und aufregen will ich mich kurz noch: Remakes von ALL OF ME, dem Steve-Martin-Klassiker, sowie von Wes Cravens THE HILLS HAVE EYES stehen an. Natürlich alles ganz hip und schnuckelig für den Teenie-Markt aufbereitet. Uaaah! Okay, dann mache ich aber auch ein Remake: Am besten gleich vom MYSTERY PROJECT, diesmal mit einem schwarzen Rapper in der Georg-Rolle, dann wird das Ding automatisch hip und verkauft sich über den Inspired-By-Soundtrack.

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Das könnte der Arbeitstitel meiner neuen Dissertation sein. Aber vielleicht überlege ich mir noch eine andere schmissige Phrase, obwohl der obengenannte (dem Titel eines Dope-Songs entlehnte) Ausruf durchaus Interesse hervorrufen könnte.

Jedenfalls habe ich heute mit Truchlar gesprochen und mit ihm über eine Themaänderung diskutiert, nachdem ich mit dem ursprünglichen Thema - "The American Nightmare" - irgendwie so gar nicht voran kam. Freilich interessiert es mich weiterhin, wie der amerikanische Horrorfilm ab den späten Sechzigern sozusagen die Kehrseite des amerikanischen Traums widerspigelt, wie Geschichte und soziale und politische Ereignisse reflektiert werden, aber mit der Strukturierung des Materials habe ich mich doch sehr schwer getan. Vielleicht ein anderes Mal! Jetzt schreibe ich halt über "The Rise and Fall of the Nu Rock Phenomenon" und zeichne chronologisch nach, wie es der NuMetal und die verwandeten "neuen" Rock-Arten plötzlich geschafft haben, über das Nischendasein hinauszukommen, Millionen von Platten zu verkaufen, und dabei ein Bild von Amerika zu zeichnen, das von Gewalt und kaputten Elternhäusern auf der einen Seite, christlichen Botschaften auf der anderen geprägt ist. Natürlich geht's auch darum, Image und Präsentation zu analysieren, die visuelle Umsetzung in Videoclips, sowie die thematischen Schwerpunkte (die freilich allesamt komplett undifferenziert wiedergegeben werden). Und dann: Das Ende 2002, die Selbstzerstörung, die jeder Trend irgendwann herbeiführt.

Und so kommt dann die ganze Prominenz zusammen, von Korn bis Slipknot, von Darwin's Waiting Room bis Primer 55, von Crazy Town bis P.O.D., von Apartment 26 bis Five Pointe O, von Disturbed bis Vex Red, von Mushroomhead bis Lifer, von ünloco bis Flybanger. Das wird ein Spaß!

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Toller Tag gestern. Eigentlich nur sinnlos vertrödelt, aber hey. Gestern war ja Tag der offenen Tür an allen Universitäten Österreichs, und deshalb haben alle Institute einen Mordsaufstand gemacht, um viel Information an eventuell aufkreuzende Schüler vermitteln zu können. Eventuell hat jemand nicht bedacht, daß an den Schulen gerade die Matura ansteht, weswegen die Resonanz wohl eher überschaubar ausgefallen ist. Vor Obi-Wans Höhle war ein großer Infostand aufgebaut, an dem vier bis fünf zur freiwilligen Arbeit abkommandierten Körpertransformationsexperten nichts zu tun gehabt hätten, wenn ich nicht eben mal gefragt hätte, was denn bitteschön unter "Knabenwerken" zu verstehen sei. Am Eingang war auch jemand postiert, um Broschüren und eine Programmübersicht zu verteilen, aber meinen Quellen zufolge wurden besagte Pamphlete nur von Menschen mitgenommen, die ohnehin schon studieren - vielleicht, weil sie auch noch herausfinden wollten, warum sie das eigentlich tun. Das Programm war aber auch umwerfend unterhaltsam: Die Büttenrede von Hubmayer-Kuon-Grosser erreichte die erstaunliche Anzahl von 20 Verirrten, die dann wohl nicht in die Kurse einfielen, die extra für sie offengehalten wurden. Bei fesselnden Themen wie "Pronunciation and Intonation" und "Grammar II" sehr verwunderlich.

Ganz brav bin ich dann natürlich zum NaWi-Tempel herübermarschiert, um dort unseren Mann vor Ort, Markus Leitner, abzulösen. Mit wechselnder Mannschaft saß ich dann vier Stunden am Anglistik-Infostand und habe in der Tat meine Zeit nicht vergeudet, weil es zwei Hilfesuchende zu beraten galt. Nummer Zwei dieser ausufernden Menge war ein älterer Herr, der gern als Seniorstudent Anglistik machen wollte, weil er offenbar viel Zeit hat und sich für alles, was auch nur annähernd englisch (bzw. amerikanisch) ist, brennend interessiert. Er habe alle Jane-Austen-Romane in chronologischer Reihenfolge gelesen, verkündete er und wollte wissen, welches wir denn nun als das beste empfänden. Ob wir ihm sagen können, welche englischsprachigen Kanäle es über Satellit zu empfangen gibt. Dass es DESPERATE HOUSEWIVES im ORF im Zweikanalton gäbe. Dass er jetzt dann ins Krankenhaus müsse, und er sich nicht sicher sei, ob sie ihn wieder herauslassen, weil er irgendwas mit den Gefäßen hat. Netter Kerl eigentlich, und ich habe ihm natürlich mehrfach zugeredet, er müsse dringend Anglistik studieren. Der bringt ja mehr Vorwissen und Interesse mit als jeder Jungstudent.

Nächster Halt auf meiner Tagestournee: Des Tröbingers End-of-Days-Feier, anläßlich seines letzten Zivildienst-Tages. So gegen 6 stieß ich zu den schon seit 16h dort eskalierenden Vergnügungssüchtigen, und durchgehalten habe ich bis halb eins - sieht man mal von einer halbstündigen Theaterprobe ab, die ich irgendwie noch dazwischengequetscht habe. Doch kein sinnloser Tag! Jedenfalls war's feucht-fröhlich, auch wenn Hasi sich erdreistet hat, vor meinen Augen ein Schnitzel zu verspeisen, ohne mir zwei Drittel davon anzubieten. Lag aber vielleicht an seiner Übermüdung, weil er ja den ganzen Tag für Schwabenitzky durch Salzburg düst. Das ist ein bißchen wie ein Schreibtischjob, nur daß sich der Schreibtisch bewegt. So hatte Hasi denn auch gar keine Kraft mehr, bei meinen billigen Kalauern nicht zu lachen, auch wenn er sich hin und wieder noch bemüht hat. Tröbinger einstweilen hat sich vorgenommen, ab sofort Titel zu sammeln, und wird demnächst "Herr Landeshauptfrau Dr. Mag. phil. O-Ziv. A.D. Christian von Tröbinger-Droste-Schattenburg". Das soll ihm mal einer nachmachen. Auch C2D2 und Obi-Wan waren zugegen, und neben der Verbreitung einiger Anekdoten über den SCHLAFLOS-Dreh haben wir eine beträchtliche Zeit darauf verwenden, über die Lederhosen eines bekannten Partygängers (der hier namenlos bleiben soll) zu sprechen.

Daheim dann noch eine Folge 24 geschaut und dann zu den wiederentdeckten Klängen von The Cinematic Orchestra, die in einem der nächsten Posts gefeiert werden sollen, sanft entschlummert.

Schön.

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George Lucas und das Wäschetrocknerprinzip: Klappe auf, heiße Luft, Klappe zu. Weil ja der Hype um STAR WARS, EPISODE DIE-HOFFENTLICH-LETZTE sehr bald der Deflation anheim fallen wird, äußert sich Sir George zunehmend zum vierten INDIANA JONES-Film. Wir erinnern uns: Schon letztes Jahr waren ja alle startklar und wollten loslegen, bis G-Force Lucas auf einmal Probleme mit dem Skript bekam. In letzter Sekunde telefonierte er dann mit Steven und Harrison und wies an: "Gehen Sie in die Development Hell. Gehen Sie direkt dorthin. Ziehen Sie nicht über Start. Streichen Sie keinen Ruhm ein, der von rechts und links wegen mir gehört." So war's, und mein Diktiergerät wird's bestätigen. Aber, sapperlot, die Leiden des Werthen Georg haben nun ein Ende, weil ihm urplötzlich eine brilliante Idee für einen vierten Film kam. Und so wandte er sich an die Medien und frohlockte kürzlich, INDY 4 sei "vaguely in the realm of the supernatural". Nach den eher dokumentarisch angehauchten Geschichtsstunden der ersten drei Filme sicherlich eine willkommene Abwechslung.

Mustapha! Du weißt, was du zu tun hast ...

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Derzeit in Heavy Rotation: Das Album von Head Automatica. Das sollte eigentlich gar nicht so gut sein, weil's selbst auf seinen knapp unter 40 Minuten bei zwei Dritteln irgendwie ein bißchen den Schmiß verliert. Macht aber nichts, weil: Das Ding rockt, das Ding funkt, das Ding hat Sex und macht Laune. Offenbar hat sich Daryl Palumbo bei seiner Hauptband Glassjaw (gibt's die noch oder haben die sich aufgelöst?) genug Seelenschmerz von der dünnen Brust gebrüllt, denn hier singt er richtig gut gelaunt und ganz ohne Verzweiflung. Keine Ahnung, worum's in den Texten geht, aber wenn ein Song schon "I Shot William H. Macy" heißt, können Zeilen wie "Let me devalue what's inside you" nicht wirklich ernstgemeint sein. Dazu feine Produktion vom Gorillaz-Knöpfchendreher Dan the Automator, der den Coolness-Faktor ziemlich hoch schraubt, und zwei eher rockige Nummern sind vom Klingt-alles-gut-aber-gleich-Producer Howard Benson ganz druckvoll gemacht. Ohrwürmer: "Please Please Please (Young Hollywood)", das ist der Hit, und dann noch "Brooklyn is Burning", und die beiden dann in der Endlosschleife. One day, I'm gonna be cool.

Gute Neuigkeiten: Endlich eine Kamera gefunden, die einen DV-Eingang hat! Drüben auf der Linguistik (nicht auf der anglistischen, sondern auf der richtigen) ist man gut ausgerüstet und gewährt mir auch die Verwendung der Geräte. Oh Freude! Die nächsten Tage bin ich also dabei, Sicherheitskopien von den SCHLAFLOS-Tapes zu ziehen, und dann kann's schon losgehen mit dem Schnitt! Und wer sich beschwert, daß das so lange dauert, darf Jean-Luc beim Schnitt von THE FEST assistieren, der im September 2003 gedreht wurde und immer noch nicht fertig ist.

Ach ja, und Oppo & ich haben schon drüber gesprochen, aber es sei hier nochmal schriftlich festgehalten: ALIAS 4.17 war eine Enttäuschung sondergleichen. Großes Schulterzucken, und großes Fragezeichen ob einer wirklich fiesen Splatterszene, bei der sich Jack mit einem Brieföffner in der Hand herumstochert. Mensch, Abrams, wat haste dir verloofen.

Was hat das alles mit einem Kernkraftwerk zu tun? Schahaha! Mustapha!

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Nachdem Samstag und Sonntag auf Wilsons Dachboden nur Reruns zu bestaunen waren, starten wir heute wieder durch, schneller als die Disco Volante mit ausgeklinktem Heck, schärfer als Keira Knightleys laserbearbeitetes Pfadfindermesser, bissiger als ein Komplex von Kukident-Testlabors, und aufregender als der Einmarsch Groß Fenwicks in New York.

Na schön, letzten Endes bin's ja doch nur wieder ich, der da schreibt - euer alter Chris, always personal, den Finger am Puls des anderen Arms, mit geschultem Auge die Widrigkeiten des Lebens mißverstehend und dann doch immer wieder back like Jason.

Ehhh, ich seh' schon, das wird nichts Vernünftiges mehr. Dann doch lieber den Architekten köpfen. Und nicht vergessen: Abschalten. Klick.

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