April 2005
Bei uns an der Schule - dem von mir immer wieder hochgepriesenen Gymnasium Gars - gab's ja jeden Tag eine Durchsage von Herrn Direktor Gutbier. Jeden Morgen um 8.40h hörte man da einen Signalton aus dem Lautsprecher, und dann wurde über Geschehnisse und Allfälliges zum Tag berichtet. Hin und wieder gab's auch nichts zu sagen, und dann lautete die Durchsage in etwa so: "Heute gibt es nichts zu melden, trotzdem wünsche ich allen einen schönen guten Morgen."

So ähnlich ist das heute mit dem Blog. Will mir doch partout nichts einfallen, wozu ich ein dringendes Mitteilungsbedürfnis verspüren würde. Das liegt vielleicht daran, daß ich seit ein paar Tagen relativ viel mit ziemlich vielen Leuten unterwegs bin und somit schon einigermaßen ausgequasselt bin. Und obwohl ich jetzt von Lucias Diplomprüfungsfeier, Hellermanns zittriger Hand, einer ausgedehnten, sonnigen Arge-Session oder der Vermittlung Claudias als Script-Girl an Henrikes Abschlußfilm berichten könnte, will ich eigentlich gar nichts groß darüber schreiben.

Dem literarisch Versierten fällt jetzt freilich auf, daß ich gerade trotzdem viel erzählt habe, und daß ich das Thema der Themalosigkeit zum Subjekt meines Eintrags gemacht habe. Na schön: "Ihr habt uns ertappt" (wie schon Alf sagte, als er von Willie dabei überrascht wurde, wie er die Katze hypnotisieren wollte). Morgen berichte ich ganz brav wieder von neuen Folgen unserer beliebtesten TV-Serien. Versprochen.

---------------
4 8 15 16 23 42
Das steht gleich zusammen mit dem EVIL-DEAD-Remake auf der Liste dieser Neuverfilmungsprojekte, bei denen man einfach nicht weiß, warum die das unbedingt machen wollen, und man's gar nicht haben will. Die Rede ist vom Remake von THE BIRDS, das Michael Bay produzieren will. Bay scheint sich ja eine Zweitkarriere als Horrorfilm-Neuverwerter aufzubauen nach dem TEXAS CHAINSAW MASSACRE (der ja angeblich gut sein soll), THE AMITYVILLE HORROR (der gerade im Kino läuft) und dem geplanten THE HITCHER (auch hier: warum nur?).

Nun gibt es ja durchaus Remakes, die gut sind und die ich gerne mag. Verbinskis THE RING ist so einer, Snyders DAWN OF THE DEAD auch. Von mir aus auch Friedkins 12 ANGRY MEN oder den wunderbaren FATHER OF THE BRIDE mit Steve Martin. Aber Hitchcock-Filme haben nicht gerade eine lange Liste von guten Remakes hinter sich her gezogen. Wer hat denn schon die Farbfassung von PSYCHO gebraucht, oder diesen eher schwachen A PERFECT MURDER? Den zweiten REAR WINDOW habe ich ja nicht gesehen, aber mein Verdacht ist ja, daß der nur wegen Christopher-Reeves-Sympathiebonus einigermaßen gute Kritiken gekriegt hat. Schon ein paar Jahre später wieder erinnern wir uns nicht mehr wirklich an die Remakes, aber die Originale bleiben auf ewige Zeiten als wunderbare, immer noch sehenswerte Klassiker zementiert. Daran wird sich mit THE BIRDS nichts ändern, und auch nicht mit dem Remake von STRANGERS ON A TRAIN, das gerade gefilmt wird.

Ein guter Grund, warum sich Hitchcock einfach nicht für Remakes eignet, ist wohl der, daß die Hitchcock-Filme so sehr von dem ganz eigenen Stil ihres Regisseurs geprägt sind, so durchdacht sind, und so unverkennbar die Handschrift und den leisen Humor ihres Machers tragen. Ein Meisterwerk ist etwas, das seine perfekte Form gefunden hat - und weil Hitchcock so viel von seinem Genie und seiner Intelligenz in jeden seiner Filme gesteckt hat, kann ein Remake eigentlich nur schwächer sein. Ich schaudere beim Gedanken an CGI-Vögel, die tausendfach über den Bildschirm kreisen, verbunden mit der ganz typischen Bay-ADD-Schnittfolge. Und vielleicht gibt's noch ein Happy End, weil ja Bay die Leute so ungern deprimiert aus dem Kino gehen läßt, und dann ist das perfide, apokalyptische Ende von THE BIRDS (bei dem uns Hitchcock auch die finale Einblendung von "The End" versagt) wieder so ein typischer Alles-halb-so-tragisch-Rückzieher.

Und irgendwo schwebt ja immer noch das Gerücht umher, daß sich Bay an Carpenters HALLOWEEN versuchen will ...

---------------
4 8 15 16 23 42
Was tut sich so? Also: Michelle Rodriguez wird nicht nur im Finale von LOST auftauchen, sondern ab der nächsten Staffel ein regulärer Charakter sein. Sehr gut, weil die auf der Insel endlich mal jemanden brauchen, der im Notfall Zombies verprügeln kann. In den EpGuides sind übrigens ein paar Hinweise auf die Geschehnisse der nächsten Folgen ... da geht's zu, sag' ich euch!

Unser aller Schorsch, Lucasa e su casa, weiß offenbar gar nicht mehr, was er machen soll, und will jetzt TV-Serien produzieren. Und was für TV-Serien? Jetzt kommt der Überraschungsschlumpf, gibt uns ein Paket, wir machen es auf, und wie erwartet explodiert darin STAR WARS, und besagter Schlumpf kichert: "Überraschung!" Aber natürlich macht Lucas nicht einfach nur eine doofe TV-Serie. Er macht zwei: Eine computeranimierte, und eine "echte", die die Handlung zwischen EPISODE III und den guten STAR WARS-Filmen verknüpft. Weil übrigens gute Rollen für Kleinwüchsige eher selten sind, möchte Lucas seinem Freund Warwick Davis auch gleich noch eine WILLOW-Fernsehserie angedeihen lassen. Oh, und das INDY 4-Skript liegt bei ihm auf dem Tisch, aber er muß es noch lesen und sein Okay dazu geben. George, laß es sein. Laß Steven das machen. Der weiß nämlich immer, was er tut.

Auch witzig: David Fincher hat man tatsächlich ein Skript in die Hand gedrückt, daß eine Fortsetzung zu SE7EN darstellen soll. Morgan Freeman ist darin hellseherisch begabt und löst so irgendwelche Mordfälle. Weil Fincher aber clever ist und in meinem Regisseurs-Heldenpantheon fix auf dem Sockel steht, hat er über das Skript nur gelacht und dann abgelehnt. Eine interessantere Fortsetzung könnte vielleicht die von AMERICAN GIGOLO sein, die Paul Schrader machen möchte - mit Schrader wird das ja sicher nicht dumm. KING CONAN dagegen ist einstweilen auf Eis gelegt, aber vielleicht hat John Milius ja einen anderen zackig angelegten, US-politisch unterstützten Stoff auf Lager.

Jetzt wird's gruselig: Im neuen Adam Sandler-Film, der den schönen Namen CLICK trägt, spielt neben Kate Beckinsale ... David Hasselhoff! Offenbar gibt's wirklich jedes Jahr Zombies im Kino.

Oh, und George Pan Cosmatos ist gestorben. Wer das wohl ist, höre ich jetzt den einen oder anderen von euch fragen. Ihr kennt sicher seine beiden Stallone-Vehikel RAMBO II und COBRA, aber ich war immer ganz fasziniert von dem Typ wegen seinem Peter-Weller-gegen-die-Ratte-Schocker OF UNKNOWN ORIGIN. Ach ja, TOMBSTONE hat er auch gemacht, und diesen Unterwasser-Horrorfilm LEVIATHAN. Vielleicht kein großer Filmemacher, vielleicht nicht mal ein richtig guter. Aber schade ist's trotzdem. Dann werd' ich mir jetzt doch mal den Rattenfilm auf DVD gönnen!

---------------
4 8 15 16 23 42
Schön langsam werde ich wohl zum Peter-Bogdanovich-Fan. Daß THE LAST PICTURE SHOW großartig ist, steht wohl außer Frage - dieser wehmütige Abgesang auf ein früheres, unschuldigeres Amerika. Das ist offensichtlich ein wiederkehrendes Thema bei Bogdanovich, denn auch NICKELODEON, den ich vor kurzem sah, blickt nostalgisch auf die Anfänge des Kinos zurück. Hier wie dort bemerkt man eine starke Liebe zum Kino. Na gut, dachte ich mir, leiste dir halt mal für siebenneunundneunzig die DVD von PAPER MOON und laß dich überraschen.

Wow. Ich erinnere mich ganz finster, daß ich den Film wohl mal als kleines Kind gesehen haben muß, aber ich konnte mich beim besten Willen an nichts erinnern, abgesehen davon, daß es um ein Vater-Tochter-Gespann geht. Von Beginn an zieht einen der Film mit wunderschöner Schwarz-Weiß-Photographie in den Bann, die mit teils minutenlangen Einstellungen ihren ganz eigenen Erzählrhythmus formt. Bemerkenswert auch, wie Bogdanovich (Bewunderer und Freund von Orson Welles) überall höchste Tiefenschärfe verwendet und somit jedes Bild und jedes Element darin immer glasklar sind. Und ja, die Geschichte ist schön - mal komisch, mal dramatisch, aber immer mit dem richtigen Gespür erzählt. Tatum O'Neal ist sensationell, und ich weiß zwar nicht, was 10jährige Mädchen mit einem Oscar anfangen, aber dieses hier hat sich ihren eindeutig verdient.

Da blickt man ja selbst ein wenig verklärt zurück. Was muß das für eine aufregende Zeit gewesen sein, die erste Hälfte der 70er. Damals waren Coppola, Friedkin, Bogdanovich und all die anderen noch ganz oben, bis sie selbst sich (mit ein wenig Hilfe der sich ändernden Zeiten natürlich) demontiert haben. Damals hatte Michael Cimino noch nicht im Größenwahn ein Studio in den Ruin getrieben. Damals war Ryan O'Neal noch "vermittelbar", wie es so schön heißt. Damals war John Hillerman noch nicht "Higgy-Baby", der ewige Comic Foil von Tom Selleck, sondern noch ein feiner Characterdarsteller. Damals war Randy Quaid auch noch ein ernstzunehmender Schauspieler, der sich gewundert hätte, wer dieser Schmock in CADDYSHACK II und MARTIANS GO HOME wohl sein mag. Und natürlich war damals Madeline Kahn noch am Leben, die wunderbare, witzige Madeline Kahn, die auch in PAPER MOON mich wieder zu ermahnen scheint, daß ich sie doch endlich in den Heldenpantheon aufnehmen möge, in den sie ja schon allein durch ihre Lili von Shtupp gehört.

Na schön, her mit mehr. Mehr Bogdanovich! Mal schauen, ob's beim Müller WHAT'S UP DOC? und TEXASVILLE gibt ...

---------------
4 8 15 16 23 42
no image
Daß ich ein Spätzünder sein kann, wissen alle, die rechnen können und mal in Erfahrung gebracht haben, daß ich bei meinem ersten "richtigen" Rendezvous in FORREST GUMP gegangen bin. Das ist mit Rückblick und ein wenig Nachsicht ja auch entschuldbar. Absolut unverzeihlich dagegen ist es wohl, daß ich erst gestern damit angefangen habe, 24 zu schauen.

Was für eine Serie! Ich werde natürlich zusehen, die verlorene Zeit wettzumachen, und habe im Zuge dieses Vorhabens auch gestern auf einen Schlag 5 Folgen gesehen. Natürlich hätte ich auch weitergeschaut, aber mir fehlen die Folgen 6-8. Grausam, da sich das Suchtpotential der Serie spätestens bei der zweiten Folge schon voll entfaltet. Die Echtzeit-Erzählweise, die so vielfach beworben wird, ist dabei eigentlich nur ein interessantes Randelement. Was die Serie so sehenswert macht, ist ihr kraftvoller visueller Stil, der mit viel Handkamera ein eindringliches Mitten-drin-Feeling vermittelt, und der fantastische Schnitt, bei dem oft genug in mehreren Fenstern Handlungsstränge verbunden und Personen kontrastiert werden. Das Darsteller-Ensemble ist sehr gut, und schon in der ersten Folge werden genug Spannungspunkte gesetzt, die das Weitersehen zum Muß machen.

Und jetzt muß ich mich in Geduld üben: C2 hat zwar die ersten zwei Staffeln, weilt aber zur Zeit in Linz. Obi-Wan weilt in Salzburg, hat aber die DVD-Box der ersten Staffel in Linz. Damn Oberösterreich! Ich will JETZT weiterglotzen!!

---------------
4 8 15 16 23 42
Mann, ich komme ja mit dem Bloggen gar nicht mehr hinterher. Jedenfalls habe ich vor zwei Tagen endlich die Autobiographie von Joe Eszterhas ausgelesen, die HOLLYWOOD ANIMAL heißt und satte 892 Seiten (und das in einer großen gebundenen Ausgabe) stark ist. Viel Stoff, viel Leben.

Aber spannend und unterhaltsam war's auf jeden Fall. Wenn man eines merkt beim Lesen, dann das: Eszterhas weiß, wie man Geschichten erzählt. Das kann er ohne Zweifel. Er zieht einen beständig in sein Leben hinein, und während manches banal ist, anderes ein wenig aufgeblasen, so ist man doch immer dabei, immer neugierig darauf, der Geschichte weiter zu folgen. Spannend und teilweise bestürzend seine Kindheit, wo er als Kind zusammen mit seinen Eltern aus Ungarn nach Amerika geflüchtet ist, weil im Heimatland die Irrungen und Nachwehen des Krieges zu deutlich spürbar waren. Dort hat sein Vater, ein ungarischer Schriftsteller und Gelehrter, für einen Hungerlohn erst gekellnert und dann für eine Zeitung geschrieben, die von einer Gruppe Franziskaner herausgegeben wurde, während seine Mutter irgendwann geisteskrank wurde und ihrer Familie immer wieder religiöse Verfehlungen vorgeworfen hat. Eszterhas erzählt teils in ganz kurzen Anekdoten und Episoden, teils auch in lang ausholenden Blöcken, und der Erzählrhythmus hat eine gewaltige Sogwirkung.

Primär liest man eine solche Hollywood-Autobiographie natürlich wegen dem Insider-Tratsch, wegen den mal komischen, mal abstrusen Blicken hinter die Kulissen, und hier enttäuscht Eszterhas freilich nicht. Paul Verhoeven scheint beim Drehen von SHOWGIRLS tatsächlich das Hirn in die Hose gerutscht zu sein, und die Tatsache, daß er und sein Sternchen Elizabeth Berkley ein Verhältnis hatten, mag erklären, warum er sich nicht mehr auf die Qualität des Werkes konzentrieren konnte. Richard Harmon hat im Streit mit Eszterhas einen Herzanfall gekriegt, während Michael Ovitz gegen ihn in den Krieg gezogen ist und damit drohte, seine "Fußsoldaten" auf Eszterhas anzusetzen. Bei all dem mag sich Eszterhas selber natürlich sehr gerne und stellt sich mit Vorliebe als stets ehrlichen, stets seine Meinung sagenden Querdenker hin, der in der Scheinwelt Hollywood natürlich immer wieder aneckt. Aufgefangen wird dies durch die Tatsache, daß er wohl auch um seine arrogante Unausstehlichkeit weiß und beinahe mit ihr kokettiert. Neben den Selbstverständlichkeiten, die er im Umgang mit den Hollywood-Größen an den Tag legt, und der mehrfachen Betonung, daß er der bestbezahlte Drehbuchautor Hollywoods sei, überrascht er aber auch immer wieder mit introspektiven Gedanken und Selbstkritik.

Lesenswert ist das Buch aber alleine wegen einem Kapitel: Dem Kriegsverbrecherprozeß gegen seinen Vater, der auf unheimliche Weise Eszterhas' Skript MUSIC BOX, das kurz vorher verfilmt wurde, widerspiegelt. Es ist spannend, wie der Prozeß verläuft, bewegend, wie Eszterhas über die Lügen seines Vaters nachdenkt, und traurig, was ans Tageslicht kommt.

Und jetzt, 892 Seiten Hollywood später, kann ich endlich das nächste Buch lesen, das schon seit ein paar Wochen auf mich wartet: THE CATCHER IN THE RYE. Ich werde berichten!

---------------
4 8 15 16 23 42
Wir sind Musik!

Event-Tag: Wir fahren nach München, um uns Porcupine Tree anzuhören, ihres Zeichens Engländer und außerdem des Hellermanns Lieblingstruppe. Die Götter schenken uns für die Fahrt ins (für zwei Drittel von uns fremde) Ausland schönes Wetter, und so können wir auf der Autobahn die 10-Minuten-Fassung von "Don't Let Me Be Misunderstood" genießen, diesen 12-Inch-Very-Long-Extended-Nochwasdrauf-Mix, der einfach nie aufhört und vermutlich eine Stunde später immer noch laufen könnte, ohne daß es jemand merkt. Gute Stimmung macht sich breit, und als bei der Autobahnabfahrt Haar dann Zamfir gewaltigen Sechziger-Jahre-Kitsch panflötet, wird es beinahe andächtig. In Trudering machen wir Zwischenstop bei meiner Mom, die ja auch aufs Konzert mitwill, und deren Katzen- & Musiksammlung Helli & C2 scheinbar sehr fasziniert. Helli freut sich über Overkill & Pegasus, C2 dagegen über Springsteen und Cold. Tom, der dicke Perserkater, der sich mit Rasenmäher-Geschnurre auf dem Sofa breitmacht, wird von den beiden auch fast adoptiert.

In der Elserhalle macht sich aber zunächst Unmut über PT-Chef Steven Wilson breit: Statt den geplanten €18 kosten die Tickets €24. Und am Merchandising-Stand liegt nur teurer Schrott, und kein Mensch weiß, warum Steven €8 für eine "Lazarus"-Single haben will, die beim Müller €5 kostet. Na gut. Wir treffen uns mit Alex, einem Münchner Kollegen von mir, in dessen erstem Film ich eine kleine Nebenrolle gespielt habe, und dann passiert das Unglaubliche: Die Vorgruppe Anathema fängt auf die Minute pünktlich um 20.30 Uhr an. Da muß was bei der Organisation schiefgelaufen sein.

Macht fast nichts, weil sich die von Helli als "sehr melancholisch" angekündigten Rocker als sehr gut entpuppen, und melancholisch mögen sie schon sein, aber erschießen muß man sich trotzdem nicht dabei. Da steht wohl demnächst wieder ein CD-Kauf ins Haus. Ach, hätten sie doch schlecht sein können, und sei's nur meinem Geldbeutel zuliebe. Sie spielen ein ganz langsames Lied für "somebody who died", und ich tippe auf den Papst, aber Helli klärt uns auf, daß es um die Mama vom Chef & seinem Bruder geht. Besagter Chef fängt irgendwann an, nur noch auf der Bühne zu liegen & kriechen, während er seine Gitarre malträtiert, und man merkt, daß die Burschen viel Spaß an der Sache haben. Zum Abschluß gibt's ein Cover von einem Pink-Floyd-Song, der uns alle nicht so gekickt hat, und da ich ja nicht kiffe, kann ich an Pink Floyd auch gar nichts finden.

Wir bewegen uns weiter nach vorne, um die Porcupine-Mannen dann besser sehen zu können, und schon nach kurzer Umbaupause wirft sich Steven mit seinen Jungs auf die Bühne und spielt einen fantastischen Song nach dem anderen. Vieles vom neuen Album, das ja Helli gar nicht gefällt und das ich (bis auf zwei Songs) noch nicht gehört habe, aber die Dinger krachen gewaltig und sind mit viel Verve & Energie gespielt. Auch ältere Nummern sind immer wieder drin, und die fantastische Rhythmus-Sektion (was für ein schrecklich akademisches Wort) Harrison-Edwin treibt alles an. Selbst das zunächst gefürchtete "Geprogge", wie Sir Schwarz die instrumentale Glückseligkeit nennt, mit der in zwei Songs minutenlang solistische Glanztaten vollbracht werden, ist fantastisch und mitreißend. Ein Lob auch an den feinen Tontechniker, dessen Abmischung glasklar ist - man kann alle Instrumente raushören und sogar Stevens Texte verstehen. Irgendwann im letzten Drittel standen dann ein paar komische Fans hinter uns, die dauernd begeistert gebrüllt haben - und zwar ohne kausalen Zusammenhang mit dem, was oben auf der Bühne passiert. Naja, es hat ihnen halt gut gefallen. Als Zugabe gibt's "Shesmovedon" und (und das betrachte ich als persönlichen Gefallen) "Trains", meinen Lieblingssong von PT. Bei der Ankündigung letzteren Songs wollen mich Augenzeugen begeistert auf- und abhüpfen gesehen haben.

Heimwärts geht's, und wir nicken zufrieden, weil's uns allen gefallen hat. Meine Mom leiht sich sofort das IN ABSENTIA-Album aus, das ich im Auto liegen habe, Alex wird von uns irgendwo in der Stadt zurückgelassen, und wir machen uns auf den Heimweg. Die gute Nachricht: Steven hat angekündigt, dieses Jahr wiederzukommen. Dann mal bis bald!

---------------
4 8 15 16 23 42
no image
ALIAS 4.16, gerade noch geschaut, bevor wir gestern nach München aufbrachen: Herrlich. Abrams scheint sich die zusammenhängende Story wirklich für das letzte Drittel der Staffel aufgespart zu haben, aber nach und nach kommt alles zusammen und der Plot verdichtet sich. Und schon sind wir wieder dort, wo megalomanische Schurken noch megalomanische Schurken sein können, wo Arvin Clone zu seinem Henchman sagt: "Motivate her", und dieser macht sich dann mit der Flex an den Beinen von Michelle Forbes zu schaffen. Wir sind wieder dort, wo Arvin Sloane (der echte, einzig wahre) seinen Freund Rambaldi wiederfindet, leuchtende Augen beim Anblick eines überdimensionalen roten Golfballs kriegt und dann völlig auszuckt. So macht das Spaß! Als nächstes erfahren wir ja wohl etwas über das Waisenhaus, in dem Nadja großgeworden ist, bzw. über dessen Leiterin, während Jack endlich genetisch mutiert (ich hoffe, die Hosen wachsen wie beim Hulk mit) und Syds Mutter mal wieder auftaucht. Die schönste Nachricht: Im Finale taucht Terry O'Quinn wieder auf!

Ich bin übrigens dafür, daß wir aus der Anglistik auch eine Agenten-Soap machen. Der Fachbereich wird dann zu FA-6, und Hubmayer ist Sloane, der obsessiv Golfbälle und andere Sport-Artefakte sammelt. SCF ist wohl Irina Derevko, mit ganz eigener Agenda, und sie trifft sich in den im Keller untergebrachten Sicherheits-Zellen immer mit Pedell Franz, our very own Sark, der nie so recht tut, was man ihm sagt. Oppolzer & Schober sind in Wirklichkeit Bruder & Schwester, und während er weiß, daß man uns nur den Dienst an der Wissenschaft vorgaukelt, glaubt sie immer noch, für die österreichische Regierung zu arbeiten. Die Geheimnisse darf er natürlich nicht ausplaudern, weil er nicht weiß, wem er trauen kann, und so versucht er, in Zusammenarbeit mit einer außenstehenden Organisation namens DA-144 das System zu unterwandern. Derek DeSilva ist in Wahrheit Dixon, der wackere Idealist, der stets für das Wahre, Gute & Schöne kämpfen möchte, und Karl Sloane gegenüber einiges Mißtrauen hegt (vor allem, seit ihm sein schönes Büro weggenommen werden sollte). Bleibt noch Leo Truchlar, unser aller Papa Jack Bristow, und der talentierte Mr. Rippey, der in Zusammenarbeit mit BG-2 an fantastischen Gadgets arbeitet. Und ich? Was ist mit mir? Ich tarne mich als Agent Weiss, der nette, gutmütige Kerl, dem nie jemand etwas Hinterhältiges zutrauen würde, und bin in Wirklichkeit C.G. Abrams, Erfinder von Allem & Jedem, Fädenzieher & Ausdenker von mysteriösen Zusammenhängen.

Mehr ALIAS! Sofort in mein Büro!

---------------
4 8 15 16 23 42

Ah não ser eu toda a gente e toda a parte!

"Könnte ich doch jedermann und überall sein ..." Das ist wohl das Dilemma des Künstlers, der gerne alles erzählen, alles zeigen, und alles erleben möchte. Aber in der Tat hilft die Kunst nicht nur dem Künstler, sondern auch dem Kunstgenießer, jedermann und überall zu sein. Wir treffen Menschen, denen wir sonst nie begegnen würden, und wir sind Menschen, die wir nie sein können. Wir erleben Zeitalter, in denen wir nicht leben, sehen Orte, Ereignisse, Wunder und Nichtigkeiten, und je mehr wir lesen, sehen, hören, desto mehr sind wir jedermann und überall. Nur, daß wir immer wir selbst bleiben.

"In broad daylight, even the sounds shine." So wird Fernando Pessoa in Wim Wenders' LISBON STORY zitiert, in dem auch der obige Satz an eine Wand gemalt zu sehen ist. Endlich gibt es diesen wunderbaren Film auf DVD, nachdem meine VHS-Kopie vom zigfachen Ansehen nicht ansehnlicher wird. Gesehen habe ich den Film zuerst im WDR, in der Nacht in meinen 20. oder vielleicht 21. Geburtstag hinein, und geblieben ist mir jeder Moment. Die Poesie, mit der die Stadt Lissabon - in der ich nie war - portraitiert wird, durch Klänge erforscht wird, während in flimmernden Sepia-Momenten immer wieder ihr Alltag eingefangen wird, braucht ihre Zeit, sich zu entfalten - wie üblich bei Wenders ist das Erzähltempo getragen.



Aber es lohnt sich immer wieder, mit Toningenieur Phillip Winter auf Entdeckungsreise durch die Stadt zu wandern, ihre Straßenbahnen, Schiffe und Autos zu hören, und dabei die jungen und alten Gesichter zu sehen, die in kurzen Momenten ihre Geschichten erzählen. Und mittendrin die Gruppe Madredeus, deren wehmütiger Fado lange nachhallt, nachdem der Film zu Ende ist. Der Klang der Dialekte und Sprachen ist in die fragmentische Odyssee eingewoben, in der Winter den verschwundenen Regisseur Friedrich Monroe sucht, dessen Film er mit Ton versehen sollte. Besagter Regisseur hat sich beim Versuch, unschuldige Geschichten zu erzählen, fürchterlich verlaufen, und nachdem sein Versuch, mit der 100 Jahre alten Kurbelkamera die Stadt einzufangen, für ihn unbefriedigend erscheint, macht er sich daran, dem Zufall die Motivsuche zu überlassen.

Zum Schluß sitzt Monroe dann in seiner alten Isetta und lauscht Winters eindringlichen Worten, die ihm in ihrer Naivität vermutlich genau die Unschuld vermitteln, die er sucht: "Bewegte Bilder können immer noch genau das: Bewegen." Und so kann Monroe wieder jemand ganz Bestimmtes an einem bestimmten Ort sein und seinen Film beenden. So wie Wenders, der wie Winter im Film mit der Stadt verschmolzen zu sein scheint und sie nicht loslassen will.



Es fehlt ein definitives Schlußwort, dem Film wie dem Blog-Eintrag, aber das liegt wohl daran, daß der Fado noch zu hören ist und in seiner Ruhe weiterfließt wie der Tejo in Lissabon.





Lisbon Story (Deutschland/Portugal 1994)
Regie: Wim Wenders
Drehbuch: Wim Wenders
Musik: Jürgen Knieper, Madredeus
Produktion: Madragoa / Road Movies
Darsteller: Rüdiger Vogler, Patrick Bauchau, Madredeus
Länge: 99 Minuten
FSK: 12


---------------
4 8 15 16 23 42
Schöner Traum: Ich hab' schon wieder ein Musikvideo gedreht, diesmal aber kein Dance-Hüpf-Video, sondern das neue Video von Powerman 5000. Grosses Set, hunderte von johlenden Fans, und Hasi & ich mittendrin. Schönes Gefühl, Frontmann Spider One durch seine Choreographie scheuchen zu können: "Der Anfang ist total unpräzise, Spider, das machen wir gleich nochmal." Spider hat mich dann beiseite genommen und mir gesagt, daß er sich total freuen würde, wenn ich ihm das Video zuschicken würde, sobald's fertig ist. Ich hab' ihm dann gesagt, daß wir das Teil eigentlich gar nicht veröffentlichen wollen, sondern zu horrenden Preisen auf eBay verscheuern würden: "Weißt du eigentlich, wieviel Kohle Zeugs von deiner Band dort bringt?". Hihi. Ansonsten war's reine Routine, sieht man mal davon ab, daß die Statisten natürlich immer im Weg stehen und ich dann erzürnt einen jungen Fan am Kragen gepackt und eigenhändig vom Set gezerrt habe. Vom Release des Videos und seiner Heavy Rotation auf den Krachkanälen hab' ich dann leider nicht mehr geträumt. Aber, Mensch: Powerman 5000! Featuring den einzig wahren Nachfahren von Billy Idol, den Uber-Frontman Spider One. Der hat mir ja beigebracht: "Everybody needs to start their own fire." Guter Mann, und wahrer Rock'n'Roll. Und die Tore des Rock'n'Rolls werden sich ja bekanntlich für mich nie schließen. Ofen & aus!

---------------
4 8 15 16 23 42
Prost! Schon wieder wird an der Uni gefeiert - diesmal, weil Birgit, die im Büro neben mir hockt, endlich ihren Doktor gemacht hat und darauf auch noch anstossen will. Komische Idee! Jedenfalls war sie vor der Prüfung gar nicht nervös, und es hat auch nichts geholfen, daß ich ihr von dieser (freilich von mir frei erfundenen) Armee von durchgefallenen Prüflingen bei Holger Kleins Rigorosums-Kette vor 2 Jahren erzählt habe - Birgit blieb ganz cool und machte sich Sorgen um ihre Frisur. Mit dem Wissen bewaffnet, daß sie mich gerne via Telefonjoker zur Prüfung heranziehen kann (wo ich ihr dann verraten hätte, daß die Antwort 47 sei), hat sie der Prüfungskommission fröhlich ins Auge geblickt und eine Stunde später akademische Weihen erfahren. Bei der Feier gab's Prosecco, Soletti und After Eight - also einem Unibudget angemessene Knabbereien - und ihre Familie war auch anwesend: Mike, seines Zeichens Fritz-Obereumel und somit mein Chefred (also der, der immer meine Geniestreiche verschlimmbessert, gell), und die zwei Kinder Philipp und Oliver, die sich in ihren jungen Jahren an der Uni offenbar schon pudelwohl fühlen und in Steiner und Lang willige Spielpartner fanden. Bei der Feier signiert Holger Klein ein Buch, das er Birgit schenkt, derart unleserlich, daß hinterher 5 sich am Kopf kratzende Akademiker unfähig sind, das vermeintliche Arztrezept zu entziffern, während eine Person, die hier ungenannt bleiben soll, nach ein paar Gläsern Prosecco gewisse Mitarbeiter des Instituts lachend als "Affen" bezeichnet. Jawoll, so macht Uni Spaß! Wenn's doch nur öfter diese Feiern gäbe, und weniger oft dieses ganze Kurs- und Verwaltungsklimbim drumherum.

---------------
4 8 15 16 23 42
... oder: Warum ich mich bei diesen Geistergeschichten immer so fürchte und dann auch noch so blöd bin, mir die Teile alleine im abgedunkelten Zimmer anzuschauen. Mittlerweile sollten die japanischen Ghost Stories ja hinlänglich bekannt sein, und deren Remakes folgen ja genau dem gleichen Prinzip. Bei THE GRUDGE habe ich mich ja in relativer Sicherheit gewähnt - Buffy hat die Hauptrolle, es ist ein Remake, und es kriecht mal wieder eins von diesen langhaarigen Zombie-Mädchen umher, das nach einer kurzen Dusche wohl nur noch halb so gruselig wäre. Schahaha! Gänsehaut gab's mal wieder, vor allem in der Szene, wo dieser glubschäugige Junge hinter dem Bett hervorkommt, und bei der Videoaufzeichnung, die sich der stirnrunzelnde Inspektor anschaut. Uaaah! Und jedesmal, wenn ich mir dachte, daß das alles gar nicht so schlimm ist, weil irgendein Grusel-Effekt nicht so richtig gezündet hat, hat der nächste dann für zwei gewirkt. Der dritte Akt war dann nicht mehr ganz so tragisch, weil der Film sich viel zu lange mit erklärenden Rückblenden aufhält, die Zombie-Geister zu lange zeigt, und die Logiklöcher, die mich die ganze Zeit lang nicht so gestört haben (ich war ja damit beschäftigt, mich zu fürchten), dann doch irgendwie groß genug wurden, das ganze Gespensterhaus darin zu versenken.

Ist's ein guter Film? Weiß ich nicht so genau. Dr. Helli Stantz fand ihn ja gar nicht so toll, aber das liegt wohl mal wieder daran, daß er ihn sich mit Stefan in einer Schlonz-Download-Qualität angesehen hat und die beiden sich dann immer anöden. Roger Ebert hat ihn gehaßt, und seiner Argumentation muß man eigentlich zustimmen. Was aber tun, wenn so ein Film dann jenseits aller Logik und rationeller kritischer Auseinandersetzung weitesgehend funktioniert und genau das macht, was er beabsichtigt: Angst einjagen? Schade übrigens, daß die gute Cast irgendwie nichts zu tun hatte. Bill Pullman war drin, und er stürzt sich noch vor dem Vorspann vom Balkon. William Mapother (Ethan in LOST) hinterläßt wenig Eindruck, ebenso wie Clea DuVall. Und die nicht chronologische Erzählweise ist gut gemeint, fügt aber der Geschichte nichts hinzu, was notwendig gewesen wäre.

Schön, dann mal her mit THE RING 2 ...

---------------
4 8 15 16 23 42
Schön langsam scheint sich ALIAS wieder aufzurappeln, denn nach der feinen, verschwörerischen letzten Folge kam gleich eine weitere gute hinterher, die wieder viele mysteriöse Indizien sät und unseren alten Freund, den Lieblingsarchitekten von Papst Alexander dem Sechsten - Milo Rambaldi - wieder einmal ins Spiel bringt. Wer ist also der dürre Kerl, der sich sicherlich zur Vorbereitung auf seine Rolle an drei Wochenenden die vergangenen 3 Staffeln ALIAS angesehen hat, um Ron Rifkin perfekt imitieren zu können? Hängt Sloane da jetzt mit drin, oder gar nicht, oder halb, oder wie? Und was ist denn nun wirklich mit Vaughns Vater? Und was hat sich der gute (?) Jack Bristow eingefangen? Fragen über Fragen, und wie's so üblich ist bei dieser Serie, werden wir auch nicht so bald aufgeklärt, sondern nur weiterhin mit sagenhaften Funden bei Laune gehalten.

Die Überraschung des letzten Abends war aber INTERSTATE 60, ein ganz kleiner Film, den Bob Gale - der Co-Autor von BACK TO THE FUTURE - vor ein paar Jahren inszeniert hat. Kaum jemand hat's bemerkt, aber der Film ist ein derart charmantes, originelles Märchen über Träume, über das Leben und über die Suche nach den kleinen Antworten, daß man ihm alle Schwächen ohne weiteres verzeiht. Mit verspieltem Sinn für Humor entspinnt Gale die Geschichte eines jungen Mannes, der sich aufmacht, ein Paket in einen Ort zu bringen, den es nicht gibt, und der an einer Straße liegt, die nirgendwo verzeichnet ist. Er sucht seine Traumfrau, die ihm auf Werbeplakaten, die nur er sehen kann, Hinweise gibt, und entlang des Weges trifft er wundersame Menschen, die unter anderem von Christopher Lloyd, Kurt Russell, Chris Cooper, Amy Smart und Gary Oldman gespielt werden. Sogar Michael J. Fox ist dabei, auch wenn dessen Rolle eher kurz ausfällt und er von seiner Krankheit schon gezeichnet ist. Den Film und danach FELD DER TRÄUME im Double Feature, dann geht's einem gut und alles ist genau richtig im Leben.

---------------
4 8 15 16 23 42
Ganz klar: Armin Mueller-Stahl kommt in meinen Heldenpantheon. Und ich weiß eigentlich gar nicht mal so genau, warum, abgesehen davon, daß mir beim Ansehen des AKTE-X-Films ein Licht aufgegangen ist. Eine wunderbare intellektuelle Ausstrahlung, ruhige Präsenz, eine unverkennbare Stimme (ob im Deutschen oder im stark akzentuierten Englischen) und dieses hörbare Atmen. Starke Auftritte in NIGHT ON EARTH, THE 13TH FLOOR, THE GAME und dem Remake von 12 ANGRY MEN (sprich: Filme, an denen eigentlich alles wunderbar ist) sichern Armin den Zutritt in die heiligen Hallen, in denen er es sich jetzt neben Terry O'Quinn, Bill Paxton und Jeff Bridges bequem machen kann. Ganz klar: Mehr Stahl muß her, zum Beispiel Soderberghs KAFKA, Costa-Gavras' MUSIC BOX, oder sein eigener umstrittener GESPRÄCH MIT DEM BIEST, in dem er sich selbst als Hitler inszeniert hat. Großes Vorhaben für die Zukunft: Armin Mueller-Stahl muß in meinem nächsten Film mitspielen. Wer hat da gelacht?

---------------
4 8 15 16 23 42
Wenn Filmschauen zur Arbeit wird: Es grassiert zur Zeit bei mir das Boxset-Fieber. Viele, viele wundervolle, wundervolle DVDs in schönen Pappschubern, gespickt mit Bonusmaterial und karriere- oder themenumspannend präsentiert. Da sitzt man schon mal eine Zeit, bei 14 Hitchcock-Filmen (inklusive Dokus zu jedem einzelnen), oder bei der 12-teiligen FROM THE EARTH TO THE MOON (da ist man alleine beim Primärtext-Schauen 640 Minuten dabei), oder bei der Truffaut-Box mit 5 Filmen. Das stapelt sich ja bei mir schon bis unter die Decke, und bis man das alles geschaut (und verdaut) hat, ist man zwar sehr filmgebildet, aber eben auch ein ganzes Stückchen älter. In der Zeit kann man gut und gerne selber einen Film drehen.

Jedenfalls habe ich gestern den letzten Film meiner 5 Filme umspannenden Marx-Brothers-Box gesehen - AT THE CIRCUS. Und der hat, trotz der schwer vorgerückten Stunde, dann doch wieder allen Arbeitsgedanken verdrängt und schlichtweg einen Mordsspaß gemacht. Die beiden letzten MGM-Marx-Filme sind ja nicht so der Hit (GO WEST und THE BIG STORE), auch wenn sie nette Momente haben. Aber der CIRCUS fängt noch einmal wunderbar den anarchischen Humor der Gebrüder Marx ein, mit fantastischem Sprachnonsens und unglaublichen Beleidigungen seitens Groucho ("I bet your father spent the first year of your life throwing rocks at the stork"), einer völlig abstrusen Sequenz mit Chico und Harpo, die ein Zugabteil durchstöbern, ohne den darin Schlafenden aufwecken zu wollen, einem politisch nicht ganz korrekten Verhör eines Kleinwüchsigen, einem am Trapez fliegenden Gorilla, und prinzipiell mal allem, weswegen man die Marxes mag. Nur ihren unehelichen Bruder Karl haben sie mal wieder außen vor gelassen.

Somit wäre die Box ja fast abgearbeitet, wären da nicht noch 2 Audiokommentare, diverse Kurzfilmchen, und der Wunsch, den ganzen Krempel noch ein paar Mal zu sehen ... seufz ...

---------------
4 8 15 16 23 42
Menschenskinner, da feiert Herbie Hancock heute seinen 65. Geburtstag, und ich poste das erst 15 Minuten vor Mitternacht. Ganz zu schweigen davon, daß ich nicht zu einer etwaigen Geburtstagsfeier eingeladen wurde. Ganz anders noch im Jahre 2000, als ich zu Herbies 60tem anwesend war, den er mit einer Menge ticketkaufender Fans in der Philharmonie in München gefeiert hat. Zur Feier des Tages müssen wir heute freilich noch ein, zwei Songs vom großen Meister hören. Wir freuen uns auf das im Herbst erscheinende neue Album, auf dem nach Ray-Charles-Prinzip "Duette" mit anderen Musikern zu hören sein werden. Nun ist Hancock als Jazzpianist, Fusion-Innovator, Technologiefreak und Kompositionsgenie nicht gerade der Erste, der einem bei einem Superstar-Duett einfällt, aber er wird der Zusammenarbeit mit Sting, Damien Rice, Annie Lenox, Carlos Santana und all den anderen schon einige interessante musikalische Seiten abgewinnen. Und am 11. Mai sehe ich ihn ja auch schon wieder live, zum achten Mal. Hancock hören ist wie zu Hause sein. Happy Birthday!
---------------
4 8 15 16 23 42
Gerade komme ich aus Augsburg zurück, wo ich das Wochenende damit verbracht habe, mich bei einem Dance-Pop-Musikvideo als Regisseur (bzw. Co-Regisseur) zu verdingen. Ich darf kurz berichten, daß die (vom Produzenten ausgesuchte) Location ein Striplokal namens Golden Girls war, dessen Name aber nichts mit dem Alter der Tänzerinnen zu tun hat.

Ich unschuldige Seele habe mich freilich schnell eingelebt im typischen Backstage-Leben der dort ansässigen Tänzerinnen - auch wenn mir bislang unklar ist, warum dauernd damit gedroht wird, duschen zu gehen. Das Tanzen an der Stange habe ich mir verkniffen (wohl auch, weil unsere Beleuchterin Karin darin so gut zu sein scheint), aber dafür konnte ich als Regisseur (also als jemand, der anderen sagt, was sie tun sollen) die Besitzerin des Ladens mindestens eine Stunde lang im BH herumstehen lassen, weil das ja im Hintergrund zu sehen sein könnte.

Der Drehschluß am Samstag ging denn auch Hand in Hand (wahlweise anderes Körperteil einsetzen) in routinierte Strip-Dance-Einlagen der Belegschaft für die langsam eintrudelnden Gäste über. Das Prinzip hier ist von meinem geschulten (aber striplokalunerfahrenen) Auge schnell entlarvt worden: Jedes Mädel tanzt zwei Songs lang, einmal mit Klamotten, einmal ohne. Der gelangweilte Gesichtsausdruck bei den meisten ließ darauf schließen, daß der Job mitunter öde sein kann, aber ich muß durchaus den energetischen und der Schwerkraft trotzenden Tanz von Christina loben, die sozusagen Matrix-Gefliege mit Nackttanz verbindet.

Ach ja, gefilmt haben wir ja auch, und zwar eine Sängerin-Bindestrich-Tänzerin namens Magdalena, die in manchen Einstellungen wie Mariah Carey aussah, und die wir dank verschiedener Outfits, variierender Einstellungen und generellem Perfektionswillen unsererseits den ganzen Tag lang ungefähr 352 Mal ihren Song haben tanzen lassen. Hilfreich dabei der Produzent, der einem über die Schulter schaut und sich gelentlich mehr Busen & Hintern wünscht. Aus dem engen Korsett fällt ersterer dann auch hin und wieder beim Herumhüpfen heraus, was uns beim Sichten des Materials sicherlich über Wasser halten wird.

Erwähnen sollte ich vielleicht noch, daß es eine spaßige Erfahrung war, daß Magdalena demnächst in einem Doro-Video tanzt, daß Hasi nicht schnarcht, daß die Zufahrt zum Augsburger ETAP-Hotel gut versteckt ist, und daß es Statisten gibt, die so überzeugend nach Continuity-Menschen aussehen, daß man sie ab sofort gleich mit Einstellungslisten bestücken sollte.

---------------
4 8 15 16 23 42
Jetzt muß ich mal ein Loblied auf das kostenlose Feature singen, das jeder gute Haushalt zu seiner DVD-Sammlung mitgeliefert kriegt: Der Audiokommentar von der Couch, der bei besonders unterhaltsamen Filmen beim Ansehen im Freundeskreis sozusagen ohne Aufpreis zu hören ist (mitunter auch mit nicht abschaltbaren Tonspuren).
Freitag war ja mal wieder so ein Tag, wo der gute Ef, seines Zeichen Psychologe, guter Menschenkenner und Conoisseur auserlesener Filmauswüchse, die in meinem (briefmarkengroßen) Heimkino dargebotenen Filme FLESH + BLOOD (Paul Verhoevens erster Hollywood-Streifen) sowie FREDDY VS. JASON genußvoll besprach. Auch wenn für uns Laien beispielsweise die schlimme Kindheit von Jason Voorhees überraschend kommt, weist Mag. Ef uns darauf hin, daß "psychisch benachteilige Leute immer eine schlimme Kindheit hatten". Freilich wird Jason (vor allem im Vergleich zu Freddy) von mir für seinen Pragmatismus gelobt ("Ein etwas effektiverer Wile E. Coyote", so Ef), während wir in tiefenpsychologischer Studie feststellen müssen, dass Humor vielleicht nicht Jasons starke Seite ist, er aber durchaus ein Gespür für dramatische Auftritte hat.
Beim mittelalterlichen Spektakel FLESH + BLOOD, wo sich Verhoeven einmal mehr mit den prominentesten Themen seines Oeuvres auseinandersetzt - Sex und Gewalt - lobt Ef Rutger Hauers Vasallen Brion James, der sich wenige Sekunden nach einer brutalen Konfrontation mit seinem Vorgesetzten alsbald lachend weltlichen Genüssen hingibt: "Es ist gut, wenn man psychischen Stress derart schnell abbauen kann." Dass der Film mit hingebungsvollen Handlungssträngen zum Thema Pest aufwarten kann, sorgt dagegen für Betroffenheit, und wir freuen uns, daß der Aderlaß heute nurmehr beim Verkauf von DVD-Boxsets von Serien betrieben wird.

---------------
4 8 15 16 23 42
no image
Die These, J.J. Abrams könne pro Woche nur einen guten Cliffhanger produzieren, erhärtet sich zusehends, wenn man sich das dieswöchige ALIAS 4.14 ansieht: Wie in alten Tagen! Jeder guckt grimmig, trickst alle anderen aus und weiß viel mehr, als er zugibt. Sloane & Sydneys Dad scheinen da an irgendwas ganz Wichtigem dran zu sein, während Syd & Vaughn versuchen, die CIA übers Ohr zu hauen ... ahhh, ich sag's ja dauernd: ALIAS kommt wieder. Im Finale kommen ja Sark, Syds Mama und sogar der gute alte Bauarbeiter Will (oder wie er jetzt heißt) wieder zusammen und freuen sich auf eine zusammenhängende Storyline. Schön, J.J., jetzt mußt du's nur noch auf die Reihe kriegen, das die letzten Folgen sowohl von LOST als auch von ALIAS total mindblowing sind, dann haben Obi-Wan & ich den ganzen Sommer was zum Rätseln.

---------------
4 8 15 16 23 42
Komisch geträumt mal wieder: Ich hatte einen wissenschaftlichen Artikel fertiggestellt. Das habe ich irgendwem am Institut erzählt, und der lud dann haufenweise Institutsmitglieder ein, um das zu feiern. In einem düsteren (und mir bislang unbekannten!) Kellerraum der Anglistik, der in etwa SD-6-Lichtverhältnisse bot, saß dann die gesamte Sprachwissenschaft, und Hubmayer klopfte mir jovial auf die Schulter: "Ein gutes Gefühl, nicht wahr?" Dann fand eine Art Sitzung statt, und der Vorsitzende meinte, man müsse jetzt in den Baghdad-Regeln für akademische Arbeiten nach eventuellen Verordnungen bezüglich Veröffentlichungen sehen. Und tatsächlich stand da unter Paragraph §2.4 besagter Baghdad-Regeln: "Akademisch Orientungslose dürfen in den Tagen zwischen dem 2.5. und dem 6.7. keine Schriften revidieren."

Gott sei Dank bin ich akademisch nicht orientierungslos. Nur oft mal ahnungslos.

---------------
4 8 15 16 23 42
Eigentlich wollte ich ja noch ganz lange von KEN PARK schwafeln, den ich mir gestern zu Gemüte geführt habe, aber weil in weniger als 25 Minuten der gute Ef vor meiner Tür steht, um sich endlich Verhoevens FLESH+BLOOD ansehen zu können, fasse ich mich doch kurz. Natürlich ist's mal wieder ein Skandalfilm, weil ja Larry Clark draufsteht, und natürlich ist der Inhalt trübe und zermürbend. Und wie schon bei Clarks Erstling KIDS gilt: Er zeigt Dinge, die anderswo nicht gezeigt werden, und bietet einen erschütternden, aber gleichsam faszinierenden Einblick in eine Welt hinter den idyllischen Kulissen. Bei KEN PARK haben manche ja wieder "Pornographie" geschrien - und dabei völlig übersehen, daß die expliziteste Szene des Films eigentlich die unschuldigste ist, weil überall anders Sex dazu dient, jemanden auszubeuten. Und wie der Film Figuren zeichnet, die ihre eigenen emotionalen Bedürfnisse nur durch die Ausbeutung anderer befriedigen können, ist packend. Auch die Struktur um den Selbstmord des Teenagers Ken Park ist interessant - weil der Film sich schlichtweg weigert, der Erwartungshaltung des Zuschauers entgegenzukommen, der in den einzelnen Geschichten eine Erklärung suchen wird. Erfreulich: Der DVD-Anbieter "Kino Kontrovers" hat einige sehr interessante Interviews zum Film dazugepackt und ein dickes Booklet mit tiefschürfendem Essay zum Film beigelegt.

---------------
4 8 15 16 23 42
no image
Okay, das war wohl nichts. Nach dem wohl fetzigsten Cliffhanger der ganzen Serie in Folge 19 und einer immens aufgebauten Erwartungshaltung war LOST 1.20 einfach ein kompletter Pffff. Um die Unschuldigen zu schützen, will ich mal gar nicht verraten, was da so passiert - aber auch C2 und Obi-Wan (a.k.a. Die 144 Auserwählten) waren eher enttäuscht. OK, J.J., wenn das nochmal passiert, schreiben wir unsere eigenen Insel-Skripts. Das hier waren doch nur die Plot Points, die du brauchst, um die Geschichte weitererzählen zu können, oder?

---------------
4 8 15 16 23 42

Heldenfriedhof

Die Helden sind gekommen, um zu bleiben, aber die Frage ist, ob der Konsument bleibt, um's zu hören. Nach langer Wartezeit ist ja endlich das neue Album von Wir sind Helden in den Läden gelandet - VON HIER AN BLIND. Und vom Laden in meinen CD-Player ist's ja bekanntlich nur ein kleiner Schritt.

Erster Eindruck: Es ist überraschend, wie schnell etwas verfliegen kann, was mal richtig gut war. Es ist alles noch an seinem Platz: Judiths niedliche Kleinmädchenstimme, die leicht unterkühlte musikalische Begleitung, die pfiffigen Reime und die mal ironischen, mal ganz ehrlich intimen Texte. Vielleicht ist diesmal die Musik etwas spröder (eventuell ist "überschaubarer" das richtige Wort). Aber es klingt, schauder, reichlich belanglos.

Ja, der Titelsong "Von hier an blind" ist ein Hit. Geht ins Ohr, spielt mit Bildern und Worten und hinterläßt dieses Gefühl, es noch mal hören zu wollen, um herauszufinden, worum's genau geht. "Gekommen um zu bleiben", diesen trotzigen Pseudo-Swing, mochten wir ja auch schon vor dem Album-Release.

Aber hier: "Zuhälter" - natürlich ein Song über die böse Plattenindustrie. "Ihr schickt meine Lieder auf die Straße / .... / Sie sollen sich verkaufen", singt Judith da über das "kälteste Gewerbe der Welt". Es ist ja immer faszinierend, wie immens erfolgreiche Bands über die Industrie jammern. Judith, wenn die Jungs von der Plattenfirma eure Lieder nicht verkaufen sollen, dann steigt halt aus. Das erreicht ungefähr den Glaubwürdigkeitslevel von "Y'all Want a Single", wo Jonathan Davis sich voller Entrüstung darüber beschwert, daß die Firma eine kommerzielle Single seiner Band haben will - kurz nachdem er in Entsetzen über die schlechten Verkäufe des Vorgängeralbums einen Schnellschuß selbst produziert hat, der mit Nas-Gastauftritt und Back-to-Basics-Sound wieder Zugkraft beim Verkauf garantieren soll. Ach ja, und irgendwie mag Judith auch die Intervention der Plattenfirmen nicht, weil sie fragt "Sollen wir uns zügeln? Stört das beim Bügeln?". Nett gemeint, aber irgendwie sinnfrei, wenn die Band so oder so super-gefällig klingt.

Puh-ha, und dann wäre da noch "Zieh dir was an", über leichtbekleidete Hupfdohlen auf MTV. Sicher gut gemeint. Aber klingen tut's dann doch nur bieder, irgendwie pikiert darüber, wie doof die anderen doch alle sind, und viel zu ernst sieht man da die Mißbilligung, die Empörung des Kleinbürgertums, und vielleicht auch ein bißchen Neid darüber, daß andere viel mehr verkaufen, obwohl sie's gar nicht sollten. Klar sind die ganzen nackten Weiber auf den Klingelton-Kanälen fad und austauschbar, aber die sind doch die Aufregung gar nicht wert. Wir erinnern uns an Billy Corgan, der bei der Auflösung der Smashing Pumpkins über die hohen Verkaufszahlen der "Britneys dieser Welt" gejammert hat, gegen die er nicht mehr ankämpfen will. Welche Entschuldigung hat denn da überhaupt jemand noch, Musik zu machen? Schön, wir schweifen ab. Liebste Helden, laßt die Mädels sich ausziehen, wenn sie wollen, und nehmt's gelassen.

Und der Rest des Albums? Belanglos. Ganz nett. Okay. Hier eine gute Zeile, da ein guter musikalischer Einfall, aber raus ist's aus dem Kopf, eh's den CD-Player verläßt. In "Geht auseinander" gibt Judith Beziehungstips (solche Leute würde man im wirklichen Leben meiden), "Nur ein Wort" ist ein schöner verschollener Song aus der Zeit, als Wir sind Helden noch Nena hießen (minus die Atemgeräusche freilich). Und die einst so verschrobenen, aber durchaus gehaltvollen Texte borden jetzt immer öfter an der Banalität - für Reime der Marke "Blick-schick-Trick-dick" wurde schon Madonna auf ihrem letzten Album gegeißelt.

Schlecht ist's ja gar nicht, das Album. Nur irgendwie redundant - und das ist fast schlimmer. Dabei ist das Artwork so cool!





------------------
4 8 15 16 23 42
no image
... in Emilie de Ravin. Und, seufz, sie ist schon vergeben, aber weil ich will, daß sie glücklich ist, hoffe ich, daß sie trotzdem mit Charlie zusammenkommt. Und natürlich werde ich ihr bei der heute anstehenden Geburt des Kindes, das sie jetzt 19 Folgen lang mit sich herumträgt, beistehen.

http://www.usatoday.com/life/television/news/2005-04-05-lost-de-ravin_x.htm

---------------
4 8 15 16 23 42
no image
Jawollja: Es ist offiziell. Daß LOST fortgesetzt wird mit einer zweiten Staffel, überrascht natürlich niemanden, aber es freut uns natürlich doch. Und weil der Cliffhanger der ersten Staffel sicherlich eine komplette Frechheit sein wird, freuen wir uns jetzt schon auf neue Folgen, in denen irgendwo ein Licht angeht und uns jemand aus der Seele spricht: I WANT SOME FREAKIN' ANSWERS!
Auch ALIAS wird fortgesetzt. Die jetzige vierte Staffel haut uns ja nicht gerade um, aber schlecht ist sie weiß Gott nicht. Wenn nur endlich mal die Einzelmissionen beendet und eine komplexere Storyline verfolgt werden würden ... anyway, wir sind bei der fünften Staffel freilich wieder dabei, wenn Mister Sloane mysteriös und unrasiert hinter seinem Schreibtisch hockt.

---------------
4 8 15 16 23 42
Jetzt hoffen wir mal, daß es sich um einen Aprilscherz handelt, ansonsten scheint Jesus mindestens so ansteckend zu sein im Rock-Business wie einst Heroinsucht. Sollte der gute Maynard tatsächlich den vom Korn-Manne eingeschlagenen Weg gehen, steht er sicher bald Mittwochs unten in der Anglistik-Mensa und verschenkt zusammen mit Andreas & den Missionaren Bücher vom CLV.

http://www.mtv.com/news/articles/1499613/20050405/tool.jhtml?headlines=true

---------------
4 8 15 16 23 42
... ich will mein Blog zurück! Weil Genzel & Schwarz die Zeichen der Zeit erkennen und wie üblich voll im Trend liegen, postet ab sofort jeder in sein eigenes Blog. Das sieht dann so ähnlich aus wie das Tröbinger-Tagebuch, nur öfter geupdated (upgedated?). Unser Beitrag zur weiteren Sinnentleerung des WWW wird ab sofort hier und in Schwarzens Blog "Betty's Apartment" zu finden sein. Viel Spaß!

------------------
4 8 15 16 23 42