Ganz klar: Armin Mueller-Stahl kommt in meinen Heldenpantheon. Und ich weiß eigentlich gar nicht mal so genau, warum, abgesehen davon, daß mir beim Ansehen des AKTE-X-Films ein Licht aufgegangen ist. Eine wunderbare intellektuelle Ausstrahlung, ruhige Präsenz, eine unverkennbare Stimme (ob im Deutschen oder im stark akzentuierten Englischen) und dieses hörbare Atmen. Starke Auftritte in NIGHT ON EARTH, THE 13TH FLOOR, THE GAME und dem Remake von 12 ANGRY MEN (sprich: Filme, an denen eigentlich alles wunderbar ist) sichern Armin den Zutritt in die heiligen Hallen, in denen er es sich jetzt neben Terry O'Quinn, Bill Paxton und Jeff Bridges bequem machen kann. Ganz klar: Mehr Stahl muß her, zum Beispiel Soderberghs KAFKA, Costa-Gavras' MUSIC BOX, oder sein eigener umstrittener GESPRÄCH MIT DEM BIEST, in dem er sich selbst als Hitler inszeniert hat. Großes Vorhaben für die Zukunft: Armin Mueller-Stahl muß in meinem nächsten Film mitspielen. Wer hat da gelacht?

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Christian Genzel

Christian Genzel arbeitet als freier Autor und Filmschaffender. Sein erster Spielfilm DIE MUSE, ein Psychothriller mit Thomas Limpinsel und Henriette Müller, handelte von einem Schriftsteller, der eine junge Frau entführt, weil er sie als Inspiration für sein Buch braucht. Außerdem drehte Genzel mehrere Kurzfilme, darunter SCHLAFLOS, eine 40-minütige Liebeserklärung an die Musik mit Maximilian Simonischek und Stefan Murr. Derzeit entwickelt er seinen zweiten Spielfilm BROT UND SPIELE, eine Komödie mit Thomas Limpinsel, Götz Otto und Steffen Wink über alte Kindsköpfe und noch ältere Computerspiele, und dreht eine Dokumentation über den Filmemacher Howard Ziehm.

Christian Genzel schreibt außerdem in den Bereichen Film, TV und Musik, unter anderem für GMX, den All-Music Guide, das 35-Millimeter-Filmmagazin und Film & TV Kameramann. Außerdem hält er Vorträge zu Filmthemen und kuratierte 2014 an der Universität Salzburg eine Filmreihe zum Thema "Erster Weltkrieg".

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