Komisch geträumt mal wieder: Ich hatte einen wissenschaftlichen Artikel fertiggestellt. Das habe ich irgendwem am Institut erzählt, und der lud dann haufenweise Institutsmitglieder ein, um das zu feiern. In einem düsteren (und mir bislang unbekannten!) Kellerraum der Anglistik, der in etwa SD-6-Lichtverhältnisse bot, saß dann die gesamte Sprachwissenschaft, und Hubmayer klopfte mir jovial auf die Schulter: "Ein gutes Gefühl, nicht wahr?" Dann fand eine Art Sitzung statt, und der Vorsitzende meinte, man müsse jetzt in den Baghdad-Regeln für akademische Arbeiten nach eventuellen Verordnungen bezüglich Veröffentlichungen sehen. Und tatsächlich stand da unter Paragraph §2.4 besagter Baghdad-Regeln: "Akademisch Orientungslose dürfen in den Tagen zwischen dem 2.5. und dem 6.7. keine Schriften revidieren."

Gott sei Dank bin ich akademisch nicht orientierungslos. Nur oft mal ahnungslos.

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Christian Genzel

Christian Genzel arbeitet als freier Autor und Filmschaffender. Sein erster Spielfilm DIE MUSE, ein Psychothriller mit Thomas Limpinsel und Henriette Müller, handelte von einem Schriftsteller, der eine junge Frau entführt, weil er sie als Inspiration für sein Buch braucht. Außerdem drehte Genzel mehrere Kurzfilme, darunter SCHLAFLOS, eine 40-minütige Liebeserklärung an die Musik mit Maximilian Simonischek und Stefan Murr. Derzeit entwickelt er seinen zweiten Spielfilm BROT UND SPIELE, eine Komödie mit Thomas Limpinsel, Götz Otto und Steffen Wink über alte Kindsköpfe und noch ältere Computerspiele, und dreht eine Dokumentation über den Filmemacher Howard Ziehm.

Christian Genzel schreibt außerdem in den Bereichen Film, TV und Musik, unter anderem für GMX, den All-Music Guide, das 35-Millimeter-Filmmagazin und Film & TV Kameramann. Außerdem hält er Vorträge zu Filmthemen und kuratierte 2014 an der Universität Salzburg eine Filmreihe zum Thema "Erster Weltkrieg".

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